Anfangsgründe der teutschen, lateinischen und griechischen Sprache, und Rechenkunst: Zum Gebrauche der Vorbereitungsklassen zum Gvmnasium — Augsburg, 1778 [VD18 12046191]

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8 Grundsätze.
stimmten Sache reden, als z. B» der? -Herr, die
Nhre, das Haus. Die Abänderung des be»
stimmten, und unbestimmten Gcschlechtwor-
les ist jedem gebohrnen Tetttfchen so bekannt, daß
man der Mühe überhoben ist, selbe hieher zu
scheu.
Das Geschlecht der Hauptwörter ist drei-
fach, und wird in das männliche, weibliche,
und ungewisse abgetheilet.
Die Männer, und alles, was nrännlich ist,
oder als männlich gbgebildet wird, als die Wim
de, Berge , und Monate, federn den Artikel
des männlichen Geschlechtes. Doch sind hievon
jene Flüsse ausgenommen, welche, oh sie gleich in
männlicher Gestalt abgebildet werden, dennoch
den Artikel des weiblichen Geschlechtes haben:
als die Werrach, die Etsch, die Moldau.
Die Weiber, und alles, was zum Weibervol-
ks gehöret, fodert den Artikel des weiblichen Ge-
schlechtes ; doch muß sich das Weib, das
Frauenzimmer, und das Mensch mit dem
Artikel des ungewissen Geschlechtes begnügen.
Das ungewisse Geschlecht fodcrn, erstens
alle verkleinerten Wörter sowohl männlichen, als
weiblichen Geschlechtes, z. B. das Häuschen,
das Mäuschen, das Söhnchen. Zweitens,
alle Zeitwörter, wenn sie die Stelle eines Haupt-
wortes vertreten, z. B. das Lehren, das Kla-
gen, das Rauben. Und dieß sind die allgemei-
nen Regeln von den Geschlechtern der Hauptwör-
ter,
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