Anfangsgründe der teutschen, lateinischen und griechischen Sprache, und Rechenkunst: Zum Gebrauche der Vorbereitungsklassen zum Gvmnasium — Augsburg, 1778 [VD18 12046191]

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Grundjatze
Es wäre überflüßig hier alle Regeln zur ge-
hörigen Ordnung anzuführen , welche uns auch
aus unserer Mundart selbst meistentheils bekannt
ist, In dem gemeinen Reden fehlen wir selten
wider besagte Ordnung. Die meisten Feßler äu-
ßern sich in den Ueberseßungen, wo wir uns von
dem Latein verführen lassen, oder wenn wir das
Außerordentliche für zierlich ansehen. Also: kM-
tiaäe; porvemr ^üerAmelum, heißt; Miltia-
des ist in Lhersonssirs gekommen; nicht aber:
Ist gekommen in LHerstmestrs. mu6-
L2M äocuent Lpamrnonüam; sage: Mer den
Epaminondas in der Music unterwiesen
habe; nicht aber : Wer in der Music unter-
wiesen habe den Epaminondas. Denn auch
in dem gemeinen Reden wäre es ungereimt, wenn
man sagte: Mer in der Music unterwiesen
habe mich, und dergleichen mehr.
Das übrige, was aus der temschen Wörter-
fügung hier könnte angemerket werden , wollen
wir einer weitläusigern Sprachlehre überlassen,
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