Anfangsgründe der teutschen, lateinischen und griechischen Sprache, und Rechenkunst: Zum Gebrauche der Vorbereitungsklassen zum Gvmnasium — Augsburg, 1778 [VD18 12046191]

Seite: 188
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überein, das man unter dem beziehenden Vor-
worte versteht, wie aus dein ersten, oben ange-
führten Beyspiele zu sehen ist.
, z. Wenn das Zeitwert, woraus ein Mittel-.
wort soll gemacher werden, ein Deponens, und
ÜN Teuischen dje vergangene, oder längstvergan-
gene Zeit angegeben ist, macht man das Mittel-
wort der vergangenen Zeit. Z. B.
Ich habe meinen Bruder, welcher gestor-
ben ist/beweinet,
fratri mortuo illacrimatur sum.
V.
Auslassung der Bindewörter, Dum,
Da, und Uoliguam, Nachdem.
Wenn im Teutschen die Wörtchen, als, da,
nachdciU/ indem, so, wann, weil, u, d. g. an-
gegeben, und iin Lawine ausgelassen werden; so
kömmt die erste Endung in die sechste, und das
Zeitwort wird in ein Mittelwort verändert, wel-
ches mit derselben übereinstiminct. Diese sechst?
Endung wird von den Lateinern ech/u-
/«Me genennet, weil sie von keinem Nennworts,
oder Zeitworts regieret wird. Selbe aber wirb
zwcyfach gebrauchet; nämlich als ein Nenn-
zvorr, rmd zweyten.s als ein Llstirtelwort.
Als ein Nennwort wird sie überhaupt ge-
brauchet, wenn bas Hilfswort/m» die Stelle des
Hauptwortes vertritt; und in diesem Falle wird
dich
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