Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 23.1907

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1907

ARCHITEKTONISCHE RUNDSCHAU

Heft 9


"luf r

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Salodoro antiquius

quarum ego dicta

Exceptis

in Gallien ist

Bildhauer: Ed. Beyer, München.

Diele im Haus Parkallee 87 in Bremen.

schon be-
Bauteils zu
Baukosten

Architekten: E. Gildemeister
& W. Sunkel in Bremen.

Pfeilerfiguren vom Wartesaal
im Bahnhof zu Nürnberg.

Architekt:
C. F. W. Leonhardt
in Frankfurt a. M.

mit den
Dachgau-
und die
bemalte
von
maleri- ~

Einfamilienhäuser an der Parkallee
in Bremen.

zu erzielen 1 Der
1664 erbaute Ka-
puziner türm
in Zug ist das
kraftvolle Abbild
eines spätmittel-
alterlichen Fes¬
tungsturmes.
Trotz der späten
Erbauungszeit
weist er doch
noch ganz den
gotischen Typus
auf. Der schöne
ziegelgedeckte
Helm
zwei
ben
große
Uhr sind
höchst

daß also auch in dieser
Beziehung zu ihrer Be-
urteilung eine Beleuch-
tung von oben unnötig,
wenn nicht geradezu
falsch ist. Das Erdge-
schoß enthält die im
allgemeinen für solche
Zwecke nötigen Räume,
das Untergeschoß Ne-
benräume und eine
Hausmeisterwohnung,
das Obergeschoß einen
kleinen Sitzungssaal.Mit
Rücksicht auf die unge-
mein reizvolle Architek-
tur des alten Pavillons
(im Grundriß schwarz
angelegt) lag der Ver-
such nahe, den Neubau
möglichst in den For-
men des
stehenden
halten. —
45000 Mk.

nihil est
unis
Treveris
soror.
Kein älter Platz
Dan Solathurn zuo diser Frist
Usgenomen die Stadt Trier allein
Drum nembt man sie Schwestern
gmein
Diser Thurn gebawen war ohngfahr
Vor Christi gburt fünfthalbhundert
jar.
Ein interessanter spätgotischer Turm
aus der französischen Schweiz ist der
Kirchturm in Estavayer am Ostufer
des NeuenburgerSees im Kanton Frei-
burg gelegen. Besonders die vier Eck-
türmchen sind für die Kirchtürme des
Waadtlandes und des welschen Teiles
des Kantons Freiburg charakteristisch.
Das Brüstungsgeländer des Umganges
oben zwischen den Ecktürmchen zeigt
die merkwürdigsten spätgotischen
Maßwerkformen.

Architekten: E. Gildemeister
& W. Sunkel in Bremen.
Holzarbeiten von Heinrich Bremer daselbst.

„ i „ w i wonnnaus m
scher Wirkung. Frankfurt a. M.,
Das Mauerwerk
ist äußerst sorg¬
fältig aus mächtigen Quadern gefügt. Der Zeitglockentur'm in Solo-
thurn ist einer der ältesten Türme
diesseits der Alpen. Der untere, aus
gewaltigen Buckelquadern errichtete
Teil ist zweifellos spätrömischen Ur-
sprungs. Der reizvolle kupfergedeckte
Helm stammt aus dem 16.Jahrhundert.
An dem Turm befinden sich sehr in-
teressante Uhrwerke mit großen, jetzt
restaurierten Malereien und der In-
schrift:
In Celtis

Entwurf für die Kunstgewerbeschule Architekt: Adolf JBruckner^,
in Bromberg. Ein 2. Preis. in München.
Tafel 71. Weinrestaurant
»Rheingold« in Berlin. Front
an der Bellevuestraße, Detail.
Architekt: Professor Dr.-Ing.
Bruno Schmitz in Charlotten-
burg.
Tafel 72. Schweizer Türme.
Aufnahmen von Dr. Richard An¬
heißer in Darmstadt.
Die Türme in der Schweiz zeich¬
nen sich vielfach durch ihre malerische
und eigenartige Form, besonders der
Helme, aus. In der Nordschweiz, be¬
sonders in den an den Rhein grenzen¬
den Kantonen, sind die Kirchtürme
sehr häufig mit einem Satteldach ab¬
gedeckt. So sind fast alle Kirchtürme
Basels ausgebildet, unterscheiden sich
aber von den meisten andern dadurch,
daß auf dem Satteldach ein zierlicher
Dachreiter sitzt. Der eleganteste der¬
artige Turm Basels ist der Peters-
kir ch türm. Er entstammt spätgotischer
Zeit und ist besonders auch durch
seine eingeschweiften Giebelwände
bemerkenswert. Der Kirchturm in
Bremgarten, einem reizenden alten
Städtchen an der Reuß im Kanton
Aargau, zeigt die Form, die besonders
in der nordöstlichen Schweiz anzu¬
treffen ist. Sehr reizvoll sind die vier kleinen kielbogigen Giebelchen,
zwischen denen der eingeschweifte metallgedeckte Helm schlank empor-
wächst. Hübsch wirken bei diesem Turm auch die bescheidenen Wand-
malereien, wie man sie oft an den alten Kirchtürmen der Schweiz antrifft.
Mit wie wenig Mitteln wußte man doch früher ansprechende Wirkungen


Wohnhaus in

Wolfgangstraße.





: fär/itfrK
. jar,




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