Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 27.1911

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Seite 86.

ARCHITEKTONISCHE RUNDSCHAU

1911, 8.

Wettbewerbentwurf für das Rathaus in Schöneberg-Berlin. Architekt: W. Brurein, B.D.A., in Charlottenburg.


Das Schiff wird durch seitliche Fenster sowie durch das in
der Front gelegene große siebenteilige Fenster erhellt; das letztere
dient namentlich zur Erhellung des Gewölbes, da die seitlichen
Fenster hierfür zu tief liegen.
Chor, Turm und Sakristei sind unterkellert und enthalten
neben der Heizungsanlage einen kleinen Katechetensaal.
Das Äußere ist möglichst schlicht gehalten, die Gliede-
rungen sind in hellem Sandstein ausgeführt, die Mauerflächen
rauh geputzt, die Dächer mit Schiefer auf Schalung und Papp-
unterlage eingedeckt.

Auch das Innere ist im allgemeinen schlicht gehalten; die
Dekoration besteht hauptsächlich in der Kassettierung der Decken
und der Gewölbe. Die Mauerflächen sind auch hier mit einem
feinen Spritzbewurf versehen und einfach getüncht. Die Akustik
ist ganz vorzüglich ausgefallen. Die Fußböden der Gänge sind
auf Betonunterlage in Wasserbilliger Plättchenbelag, unter den
Bänken als Holzdielung auf Lagerhölzern ausgeführt.
Die Baukosten stellten sich für die Kirche in benutzungs-
fähiger Herstellung ausschließlich der gottesdienstlichen Ein-
richtungsstücke auf M. 85000. P. M.


Katholische Pfarrkirche
zu Wasserliesch.

Architekt: Peter Marx,
B.D.A., in Trier.
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