Ars: časopis Ústavu Dejín Umenia Slovenskej Akadémie Vied — 1983

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Aus der Ikonographie der Steinplastik der Slowakei des 17. Jahrhunderts

Zusammenfassung
Der Autor befasst sich mit den Problemen der Iko-
nographie der Steinplastik des 17. Jahrhunderts in der
Slowakei. Die Bildhauerei wird am Anfang des 17.
Jahrhunderts durch eine Stilpluralität der Renaissance,
des Manierismus, des Historismus charakterisiert und
gleichzeitig wird auch der Frühbarock in dieser Zeit
geformt. In der Frühphase des Stils kommen vor allem
die Veränderungen im Bereiche der Ikonographie zum
Ausdruck, während die Fragen der Form im Hinter-
grund stehen. Der neuantretende Stil wendet die ältere
Form an, er verleiht ihr jedoch einen neuen Inhalt:
deshalb ist für das 17. Jahrhundert die ikonographische
Forschung entscheidend. Die Ikonographie des Bild-
hauerschaffens des 17. Jahrhunderts in der Slowakei
ist um vieles mehr als in den anderen Ländern Mittel-
europas sozial bedingt, ihre Verbundenheit mit der po-
litischen Situation ist geradliniger als in den angeführ-
ten Ländern. In Mitteleuropa dieser Zeit waren die
Höfe von Bedeutung (Prag, Wien, München, Krakau),
wo sich die höfische Kultur konzentrierte, wo die
höfische Kunst entstand. Die Ikonographie dieses Schaf-
fens war verhältnismässig verschiedenartig und frei,
und da in der Slowakei diese Zentren fehlten, fehlt
hier auch das ganze Bereich dieses Schaffens. Die Stein-
plastik des 17. Jahrhunderts, bestimmt für das Exte-
rieur, wendete sich mit ihrer Aussage nicht zu einer
engen sozialen Schicht, im Gegenteil diese Kunst war
für alle Schichten der Gesellschaft bestimmt. Diese
Kunst wird zur Waffe und Verteidigung des Glaubens,
sie war die Erinnerung an den Sieg und das Dokument
der ruhmreichen Vergangenheit, und deshalb ist die
Ikonographie der Steinplastik ein so klarer Ausdruck
und Widerspiegelung der Zeit. Unter dem Druck der
Gegenreformation des Katholizismus und der Habsbur-
ger verschwindet die prophane Ikonographie der ersten
Hälfte des 17. Jahrhunderts sowie auch die Pluralität

der Ikonographie aus dem Zeitabschnitt um die Mitte
des 17. Jahrhunderts. In der Steinplastik nach der Mitte
des 17. Jahrhunderts gelangt in den Vordergrund nur
ein Motiv, das Marienmotiv, das mit dem Bestreben
der Habsburger (Leopold I.) und der Kirche (Szelep-
chényi) zusammenhing, aus Ungarn ein Marienkönig-
reich (Regnum Marianum) zu machen. Die ikonogra-
phischen Umwandlungen verfolgen wir weiter nach
folgenden Punkten: 1. antike Ikonographie (seltenes
Vorkommen — wir kennen es nur in Banská Bystrica,
Bratislava und auf Červený Kameň), 2. weltliche Iko-
nographie (hauptsächlich der Grabmäler und Epitaphe
— erste Hälfte des 17. Jahrhunderts) und 3. christliche
Ikonographie. Im zweite Teil des Beitrages — im Ex-
kurs — befasst sich der Autor mit einer Gruppe von
Steinstiatuen der Haupt- und Nebenfassade der Uni-
versitätskirche in Trnava, die zu den bedeutungsvollen
Bildhauerkomplexen der Slowakei und auch Mitteleu-
ropas gehören. Über diese Werke gibt es nur wenig
Informationen, es fehlen alle Grundangaben: die iko-
nographische Verteilung, die ursprüngliche Plazierung,
Stilzusammenhänge, wir kennen weder den Autor noch
die Zeit des Entstehens der Werke. Auf Grund der neun
erhaltenen Statuen, des graphischen Blattes von J. Ny-
poort aus dem Jahre 1683 und der Analogien mit der
Verzierung des Interieurs der Kirche bemühte sich der
Autor um die Rekonstruktion des hagiographischen
Programmes des Bildhauerschmuckes, den wahrschein-
lich folgende sechzehn Statuen bildeten: David, eine
nicht bestimmte alttestamentliche Gestalt, Juda Tadeas
und drei nicht bestimmte Apostel, Johannes der Evan-
gelist und ein weiterer nicht bestimmter Evangelist,
Zacharias, Elisabeth, Anna, Joseph, Maria und zwei
Jesuitenheilige. An der Kirche arbeiteten viele Stein-
hauer, Autor des Portals aus dem Jahre 1648 ist A.
Pozzo, aber keiner von ihnen ist Schöpfer der sechs
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