Robert, Carl [Hrsg.]; Matz, Friedrich [Hrsg.]; Andreae, Bernard [Hrsg.]; Robert, Carl [Hrsg.]
Die antiken Sarkophagreliefs (3,1): Einzelmythen: Actaeon - Hercules — Berlin, 1897

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ACTAEON

Litteratur: E. Visconti lllustrazione de Monumentscelt't
Borghesiani 1821 p. 194 n. 1; Beschreibung der Stadt Rom II 2, 1834,
S. 60 Nr. 3275 Massi Descrizione dei Mitsei Vaticam p. 157 nr. 329;
Ziehen Bonner Studien 1800 S. 186.

L. Ecke eines Sarkophags. Links oben der spähende
Actaeon mit flatternder Chlamys und Pedum; die Hirsch-
hörner sind nicht angegeben. In der Höhle bemerkt man
eine stehende Nymphe, die nach rechts blickend das Bade-
tuch für die Göttin mit beiden Händen bereit hält. Von
einer zweiten Nymphe ist nur am rechten Ende ein kleines
Stück erhalten, das erkennen lässt, dass sie das Gewand
schurzartig um die Hüften geschlungen hatte und sich nach
r. niederbeugte, ohne Zweifel zu der hier folgenden, kauern-
den Diana, auf die auch die Blicke der ersten Nymphe ge-
richtet sind. Im Vordergrund die Hirschkuh der Göttin,
die den Actaeon zu bemerken und nach ihm zu schnubbern
scheint.

Rechts folgte sicherlich der Tod des Actaeon, viel-
leicht auch die Auffindung seiner Leiche.

21) S. S. Ostia, Pal. Vescovale, an der Fa§ade ein-
gemauert. Fig. 21 (s. die beistehende Abbildung). L. 0,45.
H. 0,45. Rh. 0,01. Zeichnung von Eichler 1892.

Gefunden in Ostia bei den in den Jahren 1831 —1834

von den Cardinal Pacca veranstalteten Ausgrabungen. mir wegen des Schleiers zweifelhaft erscheint

Linke Schmalseite eines
Sarkophags. Diana im Bade
von Actaeon überrascht.
Die Göttin kauert in derselben
Stellung, wie auf 1, nur nach
der anderen Seite gewandt,
in einer Höhle, von deren
oberen Rand ein Wassersturz
sich über ihr Haupt ergiesst.
Links blickt Actaeon, mit ZT
Aermelchiton bekleidet, auf

die Badende herab, indem er sich mit beiden Händen an
dem Felsen festhält. Die Hirschhörner sind hier so wenig
wie auf 2 angegeben.

22) F. verschollen, früher Rom, Pal. Castellani, von
mir dort nicht mehr aufgefunden.

Litteratur: Matz und von Duhn Antike Bildwerke in Rom
II 1881 S. 467 Nr. 3378; Ziehen Bonner Studien 1890 S. 186.

„L. ein Baum. R. davor kauert, n. r. gewandt, doch
sich nach links umwendend ein nacktes Weib; in beiden
Händen hält sie die Enden eines Schleiers, der über ihr
flattert. Sehr zerstört." Matz und von Duhn. Matz dachte
an „Artemis von Actaeon überrascht", eine Deutung, die
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