Robert, Carl [Hrsg.]; Matz, Friedrich [Hrsg.]; Andreae, Bernard [Hrsg.]; Robert, Carl [Hrsg.]
Die antiken Sarkophagreliefs (3,2): Einzelmythen: Hippolytos - Meleagros — Berlin, 1904

Seite: 372
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NACHTRÄGE UND

BERICHTIGUNGEN

152) S. 178. Eine alte Zeichnung aller vier Seiten dieses
Sarkophags weist mir so eben noch HERRMANN egger unter den
in der K. K. Hofbibliothek zu Wien befindlichen Blättern aus dem
Nachlass des Baron Philipp von Stosch nach. Sie rührt von dem
Nürnberger Maler Markus Tuscher her, der bis zum Jahre 1741
in Florenz in den Diensten des Barons von Stosch gestanden hat.
Dieser wurde durch Stosch im Jahre 1740 mit Pancrazj bekannt
gemacht und scheint demnach bald darauf nach Sicilien gereist zu
sein (Mittheilung von Egger). Seltsam ist dabei nur, dass Pancrazj
für seine Antichitä Siciliane nicht diese Zeichnungen von TUSCHER,
sondern die weit schlechteren des Baron de St. Anne, der über-
dies die Vorderseite gar nicht mitgezeichnet hatte, stechen Hess. Mit
den Zeichnungen, die WlNCKELMANN bei WALMODEN sah, haben
natürlich diese S'i'OSCH'schen Blätter nichts zu thun.

193) S. 237. Litt erat ur: K. O. Müller Handbuch der Ar-
chaeologie der Kunst 3. Aufl. S. 723 §418, 3.

ig5) S. 240. Abbildungen: Nach WlNCKELMANN a.a.O.
auch MAGNAN La Ville de Rome III 1778 66 p. 5.

S. 242L Bei Besprechung der Scene, die die Erfindung
der Flöten darstellt, hätte auch auf das pompejanische
zweiscenige Landschaftsbild Reg. V is. 2 (abgeb. Mitthei-
lungen des Römischen archaeologischen Instituts V 1890
S. 267; Mau Pompeji in Leben und Kunst S. 470 Fig. 275)
hingewiesen werden sollen. Das Bild berührt sich auch

o

darin mit den Sarkophagen, dass neben den richtenden
Musen die sitzende Latona angebracht ist; neben ihr steht
in ruhig abwartender Haltung und, wie es scheint, ohne
Saiteninstrument Apollon.

S. 246. Ueber das Leben von Th. Jenkins vgl. Fr. Noack
Goethe-Jahrbuch XXIV 1903 S. 153 ff.

214) S. 266 f. Dieselbe Gruppirung der drei Figuren
findet sich auf einer unter Antoninus Pius geprägten alexan-
drinischen Münze, Overbeck Griechische Kunstmythologie,
Apollon, Münztafel V 24 S. 472 Nr. 1.

S. 277. Unter III 4 Meleagriden am Grab ihres Bru-
ders ist hinzuzufügen 282 a.

2l8) S. 279 f. Dieser Sarkophag ist noch im Jahre 1828 von
W. F. RiNCK in Villa Altichiero gesehen und im Kunstblatt 1828
Nr. 61 S. 244 beschrieben worden.

226 S. 291. Unter Litteratur ist hinzuzufügen: Helbig
a. a. O. p. 82ss. (S.).

S. 292 Col. 2 Zeile 8f. lies: fünf Exemplare, da 256
und 256a ( = 258) zwei verschiedene Stücke repräsentiren,
s. S. 323.

250) S. 317. Fr. Lippmann Jahrbuch der Königlichen
preussischen Kunstsammlungen II 1881, Amtliche Berichte S. XXXIVf.
Nr. 1358 wollte die Ebergruppe dieses Sarkophags auf einer im Kupfer-
stichkabinet des Berliner Museums befindlichen Zeichnung des VlTTORE
PlSANO (PlSANELLO) wiedererkennen. Allein das Vorbild für diese
Zeichnung ist vielmehr die rechte Eckgruppe des Adonis-Sarkophags
III 20. Die herbeistürzende Venus von diesem Sarkophag ist, worauf
mich G. F. Hill aufmerksam macht, auf einem andern Blatt des-
selben Malers in dem im Louvre befindlichen Valardi-Album ge-
zeichnet Fol. 194 Nr. 2397 v. Mithin war dieser Sarkophag, der sich
bis jetzt nur bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts zurückverfolgen
Hess, wo er sich in Rom befand, schon in der ersten Hälfte des
15. Jahrhunderts bekannt und damals jedesfalls auch in Rom. Das-
selbe gilt von dem Orestes-Sarkophag II 156, von dem die Figur des
Orestes aus der Mittelscene auf demselben Blatt des Valardi-Albums
gezeichnet ist.
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