Robert, Carl [Hrsg.]; Matz, Friedrich [Hrsg.]; Andreae, Bernard [Hrsg.]; Robert, Carl [Hrsg.]
Die antiken Sarkophagreliefs (3,3): Einzelmythen: Niobiden - Triptolemos ungedeutet — Berlin, 1919

Seite: 466
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PROSERPINA

In der linken Szene dieser Vorderseite Fig. 374 Ceres
wie auf 35g. 361—363. 372. 373; Caligo, deren Flügel

In der linken Szene dieser Vorderseite Fig. 376 die
suchende Ceres wie auf 359. 361—363. 372—374. Caligo,

nicht mehr mit Sicherheit zu erkennen sind, läuft hier vor die hier Melonenfrisur hat, läuft wie auf 374 vor dem

dem Gespanne her (vgl. 376). Unter der vorderen Schlange Schlangengespanne her. In der rechten Szene Pluto mit

lagert nach r. gewandt die Ouellgöttin Arethusa mit einem Proserpina wie auf 363. 374, die Bruchstelle rechts vom

Schilfstengel in der Linken; ihr Oberkörper ist entblößt. Mantel des Pluto rührt von der linken Hand der Proser-

In der rechten Szene Pluto mit Proserpina wie auf 363, pina her. Mercur wie auf 372—374. Tellus hält in der

Mercur wie auf 372. 373, doch faßt er die Zügel des zwei- Linken ein Füllhorn und streckt die Rechte erstaunt vor.

ten Pferdes; die Fußflügel fehlen. Unter den Pferden der Minerva, die Okeanide und Venus wie auf 363.
fallen gelassene Blumenkorb der Proserpina. Minerva, Auf den Stichen bei Accursius und Alea der erscheint

die Okeanide, Venus und Diana, wie auf 36r; nur fehlt neben dem rechten Arme der Proserpina ein winziger Amor,

bei Diana der Mantel, und ist der der Venus nicht bogen- der bei jenem mit beiden Händen einen bogenförmig über
förmig gewölbt.

Aus dem zweiten Jahrhundert. '^kfiiiu. nr-rr-T......y^y-^^mmn-,^..____j________■_____________II___________~_......-.......________............._'

375) Rom, Via Salaria, links an der Mauer, zwi-
schen der Villa del re und der Brücke; von mir nicht ge- "v^W-^r*gÄÄ^.aaa aS^ESgBäSäi3gSa 5aSSBgBB55 S ggEBga* a
sehen.

Literatur: Matz und von Duhn Antike Bildwerke in Rom II
1881 S. 326 Nr. 3078; Förster Philologus IV Suppl.-Bd. 1884 S. 704
Nr. 4.

„Erhalten ist nur die Figur der Demeter auf dem Schlan-
genwagen, in der R. noch ein Rest der Fackel; der Kopf
fehlt; darüber weht das gebauschte Gewand." von Duhn.

376) P. Rom, Villa Pamfili, an der Rückseite sehr
hoch eingemauert. Fig. 376. Nicht meßbar. Zeichnung von
Eichler 1882.

„ In quibusdam Hispanorum aedibus e regione templi D. Ludovici."
h. Aleander 1616. Vielleicht Pal. Patrizi bei 5. Luigi dei Francesi.

Alte Zeichnung: dal Pozzo (Franks) Fol. 25, nach dem Stich
bei Accursius durchgezeichnet.

Abbildungen: mariangel. accursius Diatribae 1524 (auf dem
Titelblatt) Fig. 376'. — Hier. Aleander junior Tabulae Heliacae
explicatio 1616 /. 125 Fig. 376''; danach Graevius Thesaurus Anti-
quitatutn Romanarum V 1694 p. 758.

Literatur: H. Aleander jun. a.a.O./. 125^. (Graevius a.a.O.
p. 758) „nam etsi aliqua in parte vetustatis vim passus est, adjuti
tarnen non parum sumus Mariangeli Accursii Diatribis, qui Uber ....
intet alias imagines deorum .... marmor hoc graphice exhibet, quod
integrum eo tempore fuisse existimari potestil; FoGGlNl Museum Capi-
tolinum IV 1782p.2W, Zoega App. Fol. 259 Nr.3; Welcher a.a.O.
S. 48 Nr. 14. S. 61 f. Nr. 28; Gerhard a. a. O. S. 399 (Ges. Abh. II
S. 472) Nr. 14. S. 401 (Ges. Abh. II S. 473 f.) Nr. 19; förster a. a. O.
S. 142 Nr. 2. S. 143 Nr. 4; Overbeck a. a. O. S. 608 Nr. 2. S. 609;
Matz und von Duhn Antike Bildwerke in Rom 1881 II S. 318 f.
Nr. 3064.

376'

seinem Haupte flatternden Mantel gefaßt hat, bei diesem
in der Linken eine Fackel, mit der Rechten den Zipfel
eines ähnlichen Mantels hält. An dem Original ist an dieser
Stelle von einem Bruch nichts zu sehen; da aber bei der
sonstigen absoluten Übereinstimmung an der Identität
mit der in den beiden genannten Werken gestochenen
Vorderseite nicht zu zweifeln ist, so scheint der Stecher
des Accursius diesen Amor ebenso interpoliert zu haben,
wie das Schwert in der Rechten der Minerva. Dagegen
hat der Stecher des Aleander den Amor von 373 kopiert,
aber das Mäntelchen aus dem Stiche des Accursius bei-
behalten.

Aus dem zweiten Jahrhundert.

Tafel CXXII.

377) P. Rom, Villa Giustiniani, an der Straßenfront
nach Via Merulana hin eingemauert. Fig. 377. L. 2,00.
H. 0,50. Rh. 0,06. Zeichnung von Eichler 1886.

Die Platte ist 1860 von dem Bildhauer Senape z. T. neu ergänzt
worden; den früheren Zustand zeigt die Textabbildung Fig. 377' nach
Galleria Giustiniani.
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