Assum, Johann August
Warhaffte Relation und historischer, politischer, höfflicher Discours über ... Johann Friderichen, Hertzogen zu Würtemberg ... jungen Sohns Printz Friderichen angestelter ... Kind-Tauff — [S.l.], 1616 [Cicognara, 1422-1]

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42 T)ic Eünsscc Rcüttton.
' Daßdurch dic löblichcMunq dck WöhrvndWaffkn/bcvoiab wann sic wider Vngla!ibigcmnd§hüstcnftIndgcb!auchctwerd!N/die HSchsicE«
bey GOtt/ vnd dtk höchst preist vnd Adel in der Weltfür allen andern Professoren erworben würde.
r. Daß kein Mann/einiger hoher Ehr/ vilwenigcr trewer Lieb/oder der geringsten^o^ würdig/derzu Rettung seines Glaubens vnd DaG
lands/nicht zu jeder Jett sein Leib vnd Leben zu wagen/ vnd sein Blut künlich zuverglesscn sich frewen wolte.
Ium Dritten: daß auch die welche auß besondern Ursachen in Ewige allzeit wehrende Lieb sich Nicht verknüpffen lassen können/ dennoch kni
Frawenzimmer nicht weniger nützliche gebührende Dienst zuerzcigen/ vnd dardurch dero btlllchen vnd ^ecom/E zuver dienen mächtig/ vnd also doch auch
deß höchsten Guts in dieser Welt/ eins theils fähig scind.
4. Vnd endtlich : daß das höchst wider alle Melancholische/^«mo^vnd die kleinmütige Gemühter/zUermun dcrn/vnnd behertzt zumachm/bey
demvnschätzlichenHochgcprisenen Frawenzimmer/nachGott/allcinzusinden/vnndwclcher durch derolicblichedurchtrtNgendeAügen/vnndMarckvndVch
neu durchschnetdende süsse Wort/ nicht zu Tugendt bewegt werden kan/ keine Empfindligkeirodcr Ehrlichen/AdeltchettBluts-Tropffett tnsetnemLck^
benmuß.
Ls lauten aber die Punkten/ so nstwendtM-
halten/also:
Vm Ersten /sollen alle die / so rn-lcsem Lhurmer erseßeinen/bttd sich gtbrartchen lassen wöllcn/P
Namen/vn wie sie der Ordnung nach/oder 60^4^^ weiß/zu Turnieren gcdencken/den verordneten Iudictcrern in Gchrlfftenzustkütn.
r- Ium Ändern / solle kein com/^nrn, oder Avanturter/vor dem Mantenttor/auffdie Bahn gelassen werden.
b. Ium Dritten/solle keiner mit andern Spiessen oder Schwerdtcrn Turnieren / als mit denen / sö von den ManttnitorndenW
cierernseindzugestelt worden.
4» Solle ein jeder drey Stöß mit dem Spieß/dekg-stalt/daß er die Spieß vnängesetzt/in vollem Stoß brecht/vünd fünffStretchM
dem Schwerdt / doch nicht mit der Fläche/ thun: Geschichts anderst/ so solle der Stoß oder Streich für nichts gerechnet werdem
5. Solle keiner dem andern seinen Spieß außschlagen/oder/ wann er von dem andern gefaßt wordcn/auß dem Stoß weichem
6. Welchem der Spieß oder das Schwerdt/wann er an sein Mann kompt/auß der Hand fiele/der soll kein Danck erlangen»
7. Da einer sich an den Gchrancken halten/ oder sich darmit behüffen wölte dersclbige soll aller Dänck beraubt sein.
8. Welcher die Gchrancken mit dem Spieß berhüren / oder sein Gegenehcil vnder dem Gürtel antreffen würde/ soll kein Danck erlangen.
9- Welcher zu Boden gestossen / odergcschlagcn würdt/ soll keinen Danck Särvon bringem
ro. WaeincrscinGchwerdtzerschlüge/solljhmealSbaldcinandersgegebcnwcrden.
11. Wa einer bloß geschlagen oder gestossen würdt/ der soll keinen Danck haben/ jedoch soll die Folgen dardurch nicht verstanden werden-
12. Alle Stösse vnd Gtreiche/fo voer vor ermelteIahl/ in dem Thurnicr gcschchcn/ob schon gebrochen würdt/sollen nichts geltem
Welcher seinen Spieß abschlagen würde/der soll keinen Danck habem
>4° Sollein jeder sein Schwerdt ohn ein G.§üLffm auMhem Sell
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