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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 3.1933/​1935(1936)

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https://doi.org/10.11588/diglit.27454#0078

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wcrr. Nicht so leicht wie diese Fragen ist nun disje/nige zu brantworten, wie
das Grab auf den Haubachbuckel gekommen ist, auf dem man es ge?funden Hat,
wo die zugehörige Siedlung lag, und welche Stalle diese im Rahmen der vor--
geschichtlichen Desiedlung des Angelbachtals einnimmt."

L a u b e r b i s ch o f sh e i m. Die Erdarbeiten südlich der Aejuen Würz-
burger Straße förderten neben dgn schon bekannten Siedlungsriesten der Hall-
stattzeit nunmehr auch thpisches Spätlatene zukage, welches Bezirkspfleger
Weick in T. barg und der dortigen Sammlung einverleibte. Prof. Wahle
schrieb einen längeren Artikel darüber in die Heidelberger Aeuesten Aachrich,-
ten, 5. XI. 1932 (mit 3 2lbb.), dem hier iNachsteHendes entnommen wurde. Es
handelt sich um Reste zweier Kochtöpfe mittlexer Gröhe und eine feinere,
besser gearbeitete Schale. Der erste Topf ist auf der Scheibe gedrehk und hat
starken Graphitgehalt, was auf ein Erzeugnis aus der Pässauer Donaugegend
hinweist. Der zweite trägt ein Besenstrich-Ornament und ein eigentümliches
Ranöprofil, ist aber unbekannter Herkunft. Die Schale ist sorgfältig gegrbeitet
und gehört einem Typus an, der vor der Römerzeit sehr weit verbre'itet war.
(Abb. 24—26.)

Römisches.

Meßkirch. Jn seinem Werke „Fundstätten und Funöe etc." erwähnt
E. Wagner, Dd. I, S. 47, einen „Steinbühl" zwischen Mehkirch und Jge»ls-
wies, wa Ziegelreste häufig zerstreut umherliegen. Ä.eber diesen Ducket gab
Dr. Gerh. F i s ch e r - Jgelswies folgende Auskunst: „Aus der topogr.
Karte, Dl. Leibertingen, ist der „Steinbühl" nicht eingetragen. Dagegen in
den Katasterblättern öer hiesigen Gemeinde. Das älteste hier liegende Dlatt
aus dem Jahre 1844 zeigt in diesem Gewann dlei Signatur , welchss
wohl die genannte Stelle anöeuten soll. Der Gewann-Dame „Ste'inbühl" ist
aber erst tn einem revidierten Blatt von 1876 angegeben, kam also wohl erst
nach 1844 auf, m. E. wegen der Ziegelreste. Die Stelle liegt ungesähr auf der
Höhenlinie 640 ca. 100 m von der bad.-hohenzollerischen Grenze wsg, also
etwas südlich des Feldweges, der vom Jägerhaus nach Mehkirch, führt."

Hüfingen (2lmt Donaueschingen). Hn dem römischen Kastell hat im
Herbst 1932 Pros. Dr. Revellio nochmals gegraben. Er lieferte nachstehen-
den Dericht ein:

„Die diesjährigen älntersuchungen 'im KastellgelländL gälten der Lösung
der im letzten Bericht bezeichneten 2lufgaben (diese Derichte II, S. 352 unb
Germania XVI, 1932, S. 200). Sie konnten gröhtenteils geilöst oder der
Lösung nahegebracht werden.

Das Gelände östlich des Grasweges, der in nordsüdlicher Richtung von
der Dögginger Strahe in das Kastetlgelände hinelnführt, war südlich von
Graben s von Suchgräben noch nicht durchzogen. Ein langer Schnitt I traf
südlich des grohen Kastellgrabens auf keinerlei Kulturspuren, ebenso wie der
im 2'ahre 1926 dem Zufahrtsweg entläng gezogene lange Graben. älnmittel-
bar nörölich des grohen Kastellgrabens schnitt dieser Suchgraben zwei parallel
verlaufenöe Gräbchen, die nach ihren Profilen Darackengräbchen se'in muhten.
Eine Verfolgung dieser Gräbchen führte zur 2lufdeckung der Baracke III. Das
Fundamentgräbchen der Rordwand der Daracke hob sich in dem hisr an-
stehenden Lehm öurch seine senkrechten Ränder und die stelnige Füllung vor-
züglich ab, während die Fundamentgräbchen der Südwand wen'igrr tief und
teilweise unterbrochen waren, ebenso Wie die der Zwischenwändchen. Das
Gräbchen der Rordwand war durch ein Kochloch mit vielen Scherben >rnd>
 
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