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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 3.1933/​1935(1936)

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https://doi.org/10.11588/diglit.27454#0086

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Skeletts aus einem Plattengrab und kam beim Ausspülen heraus (siehe
Dad. Fundber. 3. 1933, 60).

Zarten (2lmt Freiburg). 1927 wurde östlich Zarten, westlich der
Straße Kirchzarten—Stegen, aus der Wiese des fruheren Rößlewirts Hug,
neben öem heutigen Sportplatz beim Daumlochanlegen eine Bronzemünze ge-
funden. „Das Porträt kann auf verschieöene Kaiser gedeutet werden. 2lm
meisten scheint mir 2N. 2lurel in Detracht zu kommen, obwohl öie Schulter-
ansicht halb von hinten besser auf Sept. Severus zu passen scheinw.Jn öer
älmschrift steht . . . (K)blN, was, wenn nicht auf Caracalla, dann auf M.
2Iurel zu beziehen ist."

Dischosfingen (2Imt Emmendingen). 2Iuf Flur Haberbuck bezw.
Lisberg fand Rebstockwirt Otto Steinmann in 50 cm Tiefe eine römische
Dronzemünze. (Hadrian; 118 n. Chr. geprägt.)

Alamanmsches und Merovingisches.

Duchheim (2Imt Meßkirch). Jn öem Steinbruch Hermann, süölich von
Duchheim wurden Skelette angeschnitten. Der Pfleger, F. Hauptlehrer
Eiermann in Meßkirch, und öer Lehrer des Orts, Kotterer, konnten
4 Gräber bergen. Das erste und zweite hatten keine Deigaben, das öritte
u. a. gelbe Glasperlen, das vierte ebensolche, Reste eines Beinkamms (mit
eingeritztem Hakenkreuz), silberne und bronzene Ringe.

Singen (Hohentwiel). Bei plmbauarbeiten auf öem Gelänöe des frühe-
ren Dankhauses Waldschütz an der Rathenaustraße gegenüber dem Dahnhof
stieß man auf Reihengräber. 2lcht wurden aufgedeckt und lieferten allerlei
Deigaben, z. B. Schwerter, Gürtelschnallen, 1 Dernsteinstück, Tonperlen,
Scheeren usw. — Dei einem Kellerbau wurde in 1,80 m Tiefe ein zerfallenes
Skelett mit einem kleinen Tongefäß bloßgelegt!. Das Grab war von rohen
Steinplatten eingefaßt.

Welschingen (2lmt Engen). 2lus dem alamannischen Gräberfeld
Welschingen stammt ein goldener Fingerring, 12,5 §r schwer. Er mag ur-
sprünglich eine Form gehabt haben, wie Deeck Taf. I, 11 abbildet; er hat
sich aber in dem Zinken einer Egge gefangen und ist dadurch stark verbogen.
Der Stein der Fassung ist ausgebrochen. Fassung oval 1,4/1 cm Durchmesser,
4 mm hoch. Llm die Fassung laufen zwei Perlbänöer: önzwischen sind> etwa
15 Perlbandhalbkreise. Der Finder verkaufte öen Ring an Llhrmacher Darpe
Hier, der ihn dem Museum leihweise überlieh. (Dericht Fun k).

Schwandorf (2Imt Stockach). Äach 2Neldung von Seilermeister
Muffler - Stockach wurden vor 2 Jahren in Schwandorf beim Kiesgraben
Skelette gefunöen mit „Säbel" und einem Paar Dronze-Ohrringen; letztere
gelangten in öen Desitz Mufflers.

Lleber Funde aus der Daar berichtet Prof. Revellio:

Dräunlingen (2Imt Donaueschingen). „Bei 2lnlage eines Waldweges
in dem Walddistrikt „Buchhalöe" wurden im Herbst 1932 alamannische
Gräber angeschnitten. Sie lagen 35 m westlich der Gemarkungsgrenze Hü-
fingen—Dräunlingen auf einem kleinen Podium des hier steil nach der Dreg
zu abfallenden Hanges. Die Gräber hatten alle die übliche Orientierung nach
Osten und Steinsetzung, bestehend aus den hier anstehenöen Platten des
oberen Muschelkalks. Das erste Grab war durch den Wegbau bereits halb
zerstört, als ich davon Kenntnis erhielt und das Dürgermeisteramt Bräun-
lingen benachrichtigen konnte. Dürgermeister Müller und Kunstmaler Hor-

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