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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 3.1933/​1935(1936)

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https://doi.org/10.11588/diglit.27454#0089

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Herten (2lmt Lörrach). Hauptl. K u h n, Rheinfelden-Äollingen, hat
einen weiteren Streifen des alamann. Friedhofs Herten untersucht, zusammen
mit cand. F. Moog - Whhlen. Aufgedeckt wurden 40 Gräber, darunter als
neuen Befunö für Baden eine sorgfältig gemauerte Steinkiste.

Krozingen (2Imt Staufen). Hm Gewann „Oberer Stollen" a. d. Straße
nach Staufen, auf Grundstück 785, wuröe ein Steinplattengrab mit Skelett,
aber ohne Beigaben gefunden. Jn der Strahe nach Freiburg, nahe dem
Strahenkreuz Freiburg-Basel, Staufen-Breisach, mittelalterliche Scherben und
Eisensachen (Meldung Gewerbehauptlehrer Hasenfratz - Staufen).

Grihheim (2lmt Staufen). 2lm 6. V. 32 wurde beim Sstzen eines
Hochspannungsmastes in der Strahe gegenüber öem Hause des Mechanikers
Gutzweiler ein Skelettgrab geöffnet; wenige farbige Perlen gelangten in
den Besitz Gutzweilers. (2lm 2. III. 31 wuröe ebendort ein Grab geöffnet
mit Perlen, Bronzeohringen und eiserner Gürtelschliehe). Bach 2lngabe Von
Gutzweiler find weiter nach Äorden schon öfters Gräber angeschnitten worden,
und zwar seien im nörölichften Deil Plattengräber; angeblich aus Kalkstein.

Mengen (2Imt Freiburg). Cand. F. Garscha hat mit Mitteln des
Alamannischen Hnstituts Freiburg i. Br., in öem alamannischen Fried-
hof Mengen, Flur Merzengraben, 54 Gräber aufgedeckt. Die Zahl der
Bestattu,ngen beträgt 58, zwei Gruben waren leer, sechs enthielten je
zwei Destattungen. Die normale Tiese der Gräber schwankt zwischen
0,30 und 1 in; nur in wenigen Fällen reicht sie bis zu 1,50 m heram Die
2lnlage der Gräber ist verschieöen. Die meisten Gräber waren sog. freie
Eröbestattungen, d. h. einfache Gruben, in denew die Toten, vielleicht in
Tücher gehüllt, beigesetzt wurden. Häufig begegnet auch die Sargbestattung:
Der Tote wurde samt Kleidern und Schmuck oder Wafsen in einsn Holzsarg
gelegt. Das Holz selbst ist vergangen, hat aber im Boden schmale, scharsumrissene,
schwarze Streifen hinterlassen, öie bei sorgfältiger Llntersuchung noch sestzu-
stellen sind. Disher fehlen in Mengen öie sonst im Breisgau so bekannten
Steinplattengräber; dagegen wurde ein mit Bruchsteinen unH römischen
Ziegelresten sorgsältig ausgemauertes Grab ausgeöeckt. Die Mauern wurden
nicht mit Kalkmörtel, sondern mit angerührtem Löhlehm als Bindemittel auf-
geführt. Dieses gemauerte Steingrab ist bis jetzt das einzige öieser 2lrt im
Breisgau und das zweite in ganz Oberbaden.

Bon den 54 Gräbern waren 16 Männer-, 20 Frauen- und 10 Kinder-
gräber zu unterscheiden; der Rest konnte vorerst noch nicht gedeutet werden.

Schallstadt (2Imt Freiburg). 1. Landwirt 2llb. Schumacher sanö
am 19. IV. 32 an öer Strahe Sch.-Mengen, Flur Hirschackerweg, in seinem
2Icker, 7 m südlich des Strahenrandes, ein geostetes Skelett, in den Löhboden
eingegraben, nach oben mit grohen Rogensteinplatten, auf deren Lücken kleine
Steine lagen, abgedeckt. Keine Bsigaben. Länge des Skeletts 173 ein; die
rechte Hand sehlte. — 2. Jm Grasgarten öes Wilh. Danner I wurde am
20. Dez. beim Baumsetzen eine Steinkiste angeschnitten. Die Llntersuchung
durch Praktikant B. Halter ergab 2 Steinkisten, die eine mit dem Skelett
eines Hugendlichen, Lie andere mit dem eines Erwachsenen, dessen Knochen
verlagert waren und Schnittspuren auswiesen.

Llmkirch (2lmt Freiburg). Bei der Daxwanger Mühle, aus Flur Bühl
sanden im Herbst 1931 bezw. Frühjahr 1932 die Landwirte Johann Götz und
Karl Frieder Skelettreste, letzterer dabei auch einen Sax.

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