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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 3.1933/​1935(1936)

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https://doi.org/10.11588/diglit.27454#0275

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engste Zusammenarbeit mit öer Aaturwissenschaftb^»; ich bin vor allem Prof. R.
Lais für seine Mitarbeit zu aufrichtigem Dank verbunöen und freue mich,
daß auch seine besonöeren Studien über Schnecken positive Föröerung hieraus
zogen. Nuf öiese Weise hat sich öie Methoöe öer Nusgrabung im Laufe öer
Jahre weiter ausgebaut unö ich beginne daher öie Darstellung am zweck-
mäßigsten mit dem zuletzt aufgedeckten Drunnen 37 (Abb. 107, 108). Er ist
zugleich der einzige, der annähernö vollständig ausgegraben ist unö bot
günstige Sonderverhältnisse.

Die Llntersuchung der Brunnen stieh auf mancherlei technische Schwierig-
keiten. Dort, wo ein Brunnen durch die Kiesgrubenwand angeschnitten wurde,
kam zwar ohne weiteres ein Dertikalprofil von der Mündung bis beinahe zur
Sohle heraus, das aber weder eine Ebene bildete noch genau durch die Mitte
der Nnlage ging; ergänzende Grundrisse konnten nur selten und dann stück-
weise, ganz nur für die untersten Partien gewonnen werden. Lag aber ein
Drunnen in der Nusgrabungsfläche drin, so hätte es zur Nushebung öer
4—5 m tiefen Schächte im lockeren Kies großer Arbeitsgruben bedurft, die.
von der Erdbewegung und etwaigen Sicherungen der Wand gegen Einsturz
abgesehen, vom Kiesgrubenbesitzer nicht geöuldet wuröen. Da schliehlich der
gewachsene Boden wie die Einfüllung sehr verschiedenartig zusammengesetzt
waren und letztere weithin aus nichts anderem bestand als aus eingestürztem
gewachsenem Boöen, so war es beim schichtweisen Tiefergehen nicht immer
leicht, manchmal sogar fast unmöglich, auf waagrechten oöer auch auf kurzen
senkrechten Schnitten den gewachsenen Boden mit Sicherheit von der Ein-
füllung zu unterscheiden.

Drunnen.

Nummer

Durchmester

Tiefe

im ganzen

Schackt

Sohle

Grundwasser

4 (33/33)



>235


13 (33/67a)

in 200:220:x


>295


17 (33/49)

in 200:250:x

d 120

>350


37 (34/10)

bis 250:225

in 360:922

388

(295-)332(Abb.107,108)

58 (32/32)

bis 340:210:x


450

355 (Abb. 109)

60 (32/52)

in 95:185:x


rd. 395

(300)

67 (32/18)

in 240:110:105


>275


72 (31/5)

in215: 90:x

in 345:110 2

420

(330)

80 (32/20)

in 190:210


>226


82 (31/1)

in 221:200:x

in 305:1202

43 t

(305)

83 (33/144)

ois 290: rd.220:x


>380

(350)

römisch

- 300

100°

495

355/360 (Abb. 127)

karolingisch

ab 150:220

80 2

460

(220-)310 (Abb. 130 f.)

Der Drunnen 37 (34/10; Abb. 107, 108) hob sich schon 50 cm unter öer
Ackeroberfläche, scharf in 120 cm mit etwa quadratischem Grundriß ab. Jn250 cm
Liefe sah man darin einen dunkleren, ebenfalls quadratischen Kern, der in der
Folge allein übrig blieb und bis 360 cm Tiefe verfolgt werden konnte. Die
unregelmäßig muldige Sohle lag bei 388 cm^. Klarer als sonst je waren hier

W. Deecke, Notizen über frühgeschichtliche Brunnen in Oberbaden.
Dad. Geolog. Abhandlungen. 5, 1933 S. 39—46.

32 Jm Profil ist die Partie zwischen 250 und 290 cm ergänzt; öas erklärt
sich daraus, dah der Drunnen zunächst nur bis 250 cm Tiefe ausgehoben

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