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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 3.1933/​1935(1936)

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https://doi.org/10.11588/diglit.27454#0323

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mittelbare Parallelen dazu geliefert^o, Prof. Gropengießer verfolgt diese
Keramik auf Grund seiner früheren Ausgrabungen in Ladenburg und seiner
neueren in Hermsheim bei Mannheim und bezeichnet sie als karolingisch

Schon K. Äah hatte in 50 cm Tiefe eine wenn auch unklare Verfärbung
im braunen Lehm bemerkt (33/109). Erst am Schluh der Grabung 1934 kam
es zur endgültigen Freilegung (Eckerle/Halter). Dabei zeigte fich, daß in den
Äordteil einer mitteltiefen Latenegrube (28) ein karolingrscher Brunnen ein-
geschnitten war. Der Drunnen besteht aus einem etwa quadratischen, aus
Kalksteinplättchen trocken gemauerten Schacht von 80 cm lichter Weite, der
von 160 cm Tiefe ab gut erhalten war und in 375 cm Tiefe auf einem Rahmen
von Sichenbalken mähiger Dicke aufruhte, während öie Brunnenkammer mit
Eichenbrettern verschalt war. Die Sohle war ziemlich eben und lag 455 bis
460 cm unter der Ackeroberfläche.

Die Daugrube bildet oberflächlich eine unregelmäßige Rundung von rd.
300: 275 cm gröhtem Durchmesser; in 150 cm Tiefe verengt sie sich auf öer
Westseite in waagrechtem Absatz um 40 cm. Von öa ab sind ihre Wände bis
400 cm nahezu senkrecht, der Durchmesser ist auf rd. 220 cm zu errechnen.
Jhre Sohle konnte nicht sreigelegt werden. Abgesehen von den Steinen ist öie
Einfüllung von brauner Farbe und erdig^kiesig, in der unteren Hälste besteht
sie aus einem schmutzigen Kies.

Der Holzrahmen (Abb. 133) reicht Von380—405 cmLiefe und besteht aus 4-
kantigen Eichenbalken, die 20—28 cm hoch, (3—)6—8(—10) cm öick unö mit
grohen Steinen hinterlegt sind. Am besten erhalten ist öer der Aoröwand. Er
miht 108 cm Länge, 28 cm Höhe, 6—8 cm Dicke; die beiden oberen Ecken sind
auf se rd. 20 cm zur Aufnahme der entsprechenden Zapfen der gegenstohenöen
Balken ausgeschnitten. Genau so gebaut ist sein südliches Gegenstück (Länge
95 cm, Höhe 25 cm, Dicke 5—10 cm). Der westliche Dalken war an den Enden
stark abgewittert, der östliche mah 90 cm Länge, 25 cm Höhe, 7 cm Dicke;
beide waren an ihren unteren Ecken ausgekerbt und ruhten mit ihren vor-
stehenden Schultern in den Kerben öes nördlichen und süölichen Dalkens.

Jnnerhalb dieses Dalkenrahmens befindet sich die Dretterverschalung öer

I. Vonöerau, Die Ausgrabungen am Düraberg bei Fritzlar 1926/1933.
22. Deröfftl. des Fulöaer Geschichtsvereins 1934. S. 56s., Abb. 42, 2; 43; 44
(Profile), Taf. VII, VIII.

^ Siehe Präh. Ztschr. 24, 1933 S. 319 f.

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