Universitätsbibliothek HeidelbergUniversitätsbibliothek Heidelberg
Metadaten

Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 13.1937

DOI issue: DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.42015#0024

DWork-Logo
Overview
loading ...
Facsimile
0.5
1 cm
facsimile
Scroll
OCR fulltext
14

Fundschau

2: 1935/^
3: 1935/6
4: 1935/L
5: 1936/K
6: 1936/6

Durchm. 1,50
Tiefe 2,2
(Abb. 7 in 1,15 m Tiefe
1,40
,. 2,1
Lößkindel bzw. Brandschicht).
,. 1,65
„ 2,04
„ 1,40
„ 1,82
„ 1,30
1,25



Abb.7. Mengen (Grundriß und Profil).

In der Grube 4 (1935/L; Taf. VII) war in 1,60 m Tiefe ein Skelett, in Bauchlage und ver-
schränkt; unter dem Becken einige Knochen, u. a. von einem Bogel. Es bleibt dahingestellt,
ob es sich um Bestattung oder Anfall handelt.
Mengen (2l.Freiburg)—Hofstatt. Landwirt Wilhelm Kromer bemerkte beim Anlegen
einer Rübengrube eine dunkle Verfärbung, die von Dr. I. Eckerle untersucht wurde. Zwei
Gruben, eine dunkelgraubraun, mit viel Scherben, etwas Eisenschlacke, und wenig Tier-
knochen, die zweite Heller gefärbt, fast ohne Funde, in halber Tiefe Holzkohlenstreifen, auf
der Sohle Duntsandsteine. Die Scherben gehören teils in die ältere Arnenfelderstufe mit
guten Kammstrichmustern, teils in die ältere Latenezeit, ohne daß eine klare Scheidung nach
Gruben oder deren Horizonten möglich wäre.
Mengen (A.Freiburg)—Hohle. 2 weitere Hallstattgruben (Eckerle).
Munzingen (A.Freiburg). In der Baugrube Flicker (s. o. Jungsteinzeit) 2 Gefäße der
mittleren Hallstattzeit (Eckerle).
Oftersheim (A.Mannheim). Dranöbestattung der Arnenfelderstufe, gefunden in ganz
frisch rigolten: Gelände von Dr. des. Dauber und cand. Möhren (Wahle).
Singen a. H. (A-Konstanz). Jin Gewann „Buckengarten" wurde im November 1936 bei
Bauarbeiten ein Arnengrab (Ha K) gefunden und zerstört. Das Grab lag 0,70 m tief und
war mit einer Phonolithplatte abgeöeckt. Erhalten sind: 1. Scherben einer großen Zylin-
derhalsurne mit 3 flachen und 2 em breiten Riefen aus der Schulter, senkrechten Strich-
gruppen an der Bauchkante und leicht gerauhtem, oder schlecht verstrichenem Anterteil. Der
Rand ist abgestrichen und trägt nach innen zu 2 flache Rillen. Sin fast gleiches Stück fand
sich früher in der Mozartstr. (Bad. Fber.. Il, 212, Punkt 29). — 2. Bruchstück eines dünn-
wandigen S ch u l t e r b e ch e rs mit scharfkantig abgeknickter Schulter, Strichbündeln auf
dem Hals und Tannenzweigmuster auf der Schulter (Funk-Garscha).
Stockach-Rißtorf (A-Stockach). I. Beim Kiesabbau in der Mühlherr'schen Kiesgrube
an der Straße von Stockach nach Rißtorf wurde im Winter 1935 36 am Rordrande des
alemannischen Gräberfeldes ein Arnengrab (Ha I) angetroffen. Das Grab stürzte vor-
zeitig ab. Bon der Haupturne ging der allergrößte Teil verloren, während die erhärtete
Einfüllung unversehrt blieb. Der Kern der Arne enthielt zuunterst den Lcichenbrand eines
Erwachsenen, darüber z. T. ineinandergestellt neben einer kleinen Zylinderhalsurne
7Tonschälchen, wie dies die Freilegung im Landesmuseum zeigte (Taf. VII). Die obereHälfte
 
Annotationen