Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 15.1939

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21. Dauber

legung und Bergung jedoch durch die starke Auslaugung und Erweichung der
Scherben sehr erschwert war. Zu erkennen war am W-Rand der Brandschicht und
diesen teilweise überragend Scherben einer großen graugelben Arne (1), deren
Rand noch beisammen lag, in der Mitte der Brandschicht eine dünne ziegelrote
Knickwandschale und aus diese ausgebacken und teilweise durch sie hinöurchgebohrt
Scherben einer grauschwarzen Schale. Ostwärts schlossen sich die Scherben einer
größeren graubraunen Arne an, am Ostrand der Brandschicht lagen Scherben eines
kleinen rötlichbraunen Bechers mit steiler Wand. Aus einer Fläche von 0,9 : 1 m
war auf der Brandschicht eine dichte Streuung von Leichenbrand zu beobachten, auf
der die Scherben auflagen. Offenbar war der Leichenbrand nicht in einer der Arnen
beigesetzt, sondern, nachdem Asche und Kohlen vom Scheiterhaufen im Hügel aus-
gebreitet waren, auf diese gestreut worden. Die Grabgefähe wurden daraus gestellt.
An sonstigen Beigaben fanden sich lediglich 2 Bruchstücke eines kleinen band-
förmigen Bronzerings (Abb.be), die zwischen den Scherben in der Brandschicht
lagen.


Abb. 7. Huttenheim, Hügel 12.
Grab 2. ä) mit Deckbrettern,
b) nach Entfernung der Bretter.


Q


Abb. 8. 3.) Aadel aus Hügel 9,
b—ci) Funde aus Hügel 12.
Grab 2. 2/z.

An Keramik konnte ergänzt werden (Abb. 6):
Schwarzgraue Schale mit nach innen abgeschrägtem Rand, Höhe 7,2 cm, Rand-
durchmesser 19 cm, aus feinkörnigem, schwach gebranntem Ton (Abb.b ck).
Rötlichbrauner Becher mit mäßig gewölbter, steiler Wand und nach innen abge-
schrägtem Rand aus feinkörnigem, gut gebranntem Ton. Höhe 6,8 cm, Randdurch-
mefser 10,8 cm (Abb. 6 c).
Abb. 6 zeigt außerdem die Randprofile der großen graugelben Arne (Abb. 6 a)
und der Knickwandfchale (Abb. 6 b).
Rach diesen keramischen Resten ist das Grab in die jüngere Arnenfelöerzeit
(Hallstatt b) zu setzen.
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