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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 17.1941/​1947(1941)

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https://doi.org/10.11588/diglit.42016#0062

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stund bekunnt ist. de trockener- und un RlübrstoKen ürmer der Boden ist, umso
liebter und lüekenbufter wird der Buumbestund und ist duber umso günstiger
für bbederlussungen nomudisierender Riseber-, düger- und Lummlerstümme, die
diese Ltellen bevorzugen.
Rine fust gleiebe ^.n^ubl von Rundstellen ließt indessen uuf den grusig ver-
witternden, un Mineralien reieben Loden des 6neises. Oun? im Oegensut^ 2u
den sauren Buntsundsteinböden sind sie üppigem Buumwuebs nnd dicbtem
Vuldbestund nnr förderlicb. lüennocb möebten wir uueb in diesern Rulle den
Darlegungen von R. Buis folgen, wenn er unnlmmt, dub der damalige Maid-
bestand den mesolitbiscben Liedlern keine alRugroben Hindernisse entgegen-
setzte. Lpuren einer planmüblgen Rodung des mesolitbiscben Menseben linken
sied noeb nirgends ergeben, aucb niebt die eines geringfügigen Ackerbaues,
die eine Rodung des nrngebenden Msldes ^ur Voraussetzung gebubt bät-
ten. Lieberlieb wäre ibrn dies unter aussebbeblicber Benutzung seiner Rlein-
und Rleinstwerk^euge aucb niebt leiebt gefallen. Leibst die wabrscbein-
lieb älteste ^.rt der Rodung — die Brundrodung — set^t geeignete Merk^euge
2ur nacbfolgenden Bearbeitung der so gescblagenen Brescbe voraus. Lebr lebens-
nab sebildert B. l^ietscb eine solebe Brandrodung aus Rinnlund und den
17.8.7V, wie sie vielleiebt der Mesolitbiker ^ur LebaKung eines Rastplatzes un-
gewundt buben könnte. Bervorstecbende Merkmale sind bierbei eine organi-
sierte Oemelnscbaft und deren planmäbiges Vorgeben vor und nueb dureb-
gekübrter Rodung. (Geeignet ist eine solebe jedenfalls nur für dus bludelwald-
gebiet, und so würe in diesern 2usammenbange die ^eitlicbe Rixierung der
Rundstellen von besonderer Bedeutung. Meltaus sebwieriger und ebne ent-
sprecbende Qeräte wie Beile und dergleleben kuurn durebtübrbur wird die
einer soleben Brundrodung stürksten Miderstand entgegensetzende Rodung des
Riebenrniscbwuldes gewesen sein.
Die Runde selbst lussen erkennen, dab ^ablreicbe Rormen des Rbeintulmsso-
litbikums sieb uucb auf dern Bot^enwald wieder einstellen, wenn uueb unsebwer
eine etwus undere Rormsn^usummensst^ung analysiert werden kunn. Die Masse
des Rundgutes der einzelnen Ltutionen set^t sieb uus Rlingen Zusammen, wo-
bei diejenigen Rorrnen feblen, die nocb ^.nklünge un dus Rulüobtbikurn Zeigen,
und die iin Rbeintul noeb relutiv bäuüg vertreten sind, ibre Ltelle treten
plumpe, unförmige Messer oder über die kleinen lVlikroklingen r:. V. rnit abge-
drücktem Rücken. Von untergeordneter Bedeutung erweist sieb der Lticbel,
der nur in wenigen, obertlücblieb geurbeiteten Rxemplaren ersebeint. Die
Rrat^er scbeinen demgegenüber im Bebensbedurf dieser Menscben eine gröbere
Rolle gespielt ?u buben. Zumeist bündelt es sieb um die scbon vom Rbeintul
ber bekunnten Rundkrat^er von mittelbobem tzuersebnitt. Hingegen sind
Rlingen- und dis kleinen Daumenkrat^er nur sporudiseb eingestreut, ulle in
mebr oder weniger guter T^usfübrung. Von ebenso untergeordneter Bedeutung
sind die kleinen bladelbobrer sowie die geometriscben Artefakte, unter

24) tt. blietscb, Maid und Ziedlung Im vorgescb. Mitteleuropa, Munnus 64, 1939, 70 tk.
26) Rine Rlürung dieser Rrage könnte die pollenunulvtiscbe llntersuebung des in
nücbster Hübe gelegenen Roebmoores „Rübrnoos" bringen.
26) R. Rais, u. u. O. 34 Vbb. 2 t—1; 3 k—k.
2^) ebendu 34 T^bb. 3 u.
28) ebendu 34 7^.bb. 2 b—c; 3 b—d.
2») ebendu 34 T^bb. 2 d—e; 3 e.
 
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