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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 17.1941/​1947(1941)

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https://doi.org/10.11588/diglit.42016#0071

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corn Lucddrunnen weisen auf die grode Bedeutung din, die dieses Oerät
desessen daden rnud. ^.us der Liedlung Brennst „V^edratal" liegt ein weiteres
Bruedstück vor, wädrend Kerarnik' fedlt. Lin Ledudlsistenkeil wurde auderdern
in der Lundstelle (Katalognurnrner 58) aulgetunden.
Oie teppicdartige, diciite Lief- und Lurcdensticdver^ierung der genannten drei
kleinen Lederden vorn Lucddrunnen veranladte idre Anweisung ^ur älteren
Bössener Kultur. ^^) Line szrrninetrisede TVrdeitsaxt von den „Käfelsn" dei Läk-
kingen könnte gleiedfalls der Bössener Kultur angedören. Leider ist aucd dei
dieser Liedlung, der aucd die Katalognurnrnern 50 und 51 angedören dürften,
die Kerarnik nur fragrnentariscd und unver^isrt vertreten. Line einwandfreie
Lntsclreidung ist aus diesern Orunde niclrt rnöglieli.
Leit der genannten VeröKentliedung von B. Lais üder „Oie Ltein^eit irn
Lcdwar^wald" sind nur wenige Keutunde gedorgen worden. Krnsornedr sind
sie derufen, neues Licdt üder die Besiedlung des Kot^snwaldes, )enss weit
naed Lüden vorspringenden Lcdwar^waldrnassivs ?u dringen, das rnit steilern
^.ddrucd das vordere 'Wedra- und das Kocdrdeintal degleitet. Leine Kode wird
durcd eine naed 880 tlacd einfallende TVdtragungsedens gedildet, üder die
sied nur sanfte Kuppen und niedrige Kügel, teils aus Oranit und Oneis, teils
aus in Lethen erdaltenern Luntsandstein erdeden. ^.uf einer solcden Bunt-
sandsteintläcde steden deute die Käuser der kleinen Ortsedakt Lgg. Oicdt
dadinter liegt auf einer Luntsandsteinkuppe ein ausgedednter Lorst, der lVlai-
sendardt. Lwiscden idrn und der kleinen ^.ndöde, die deute den Ortsteil .lung-
doK trägt, dreitet sied in einer tlaeden ^Vanne das Kocdrnoor „Küdrnoos" aus.
^rn Lüdwestende des lVloores, nordöstlicd der Lgger Läge wurden 1939 deirn
Ltellen von Liedtleitungsrnasten niedrere KoLgeräte ^usarnrnen rnit Lteinarte-
fakten gefunden ^^). Unter den KoLgeräten ist arn dsrnerkenswertesten ein
völlig erdaltenes Vlederscdilfcden von 15,3 crn Länge und rundliedsrn Ou^r-
sednitt, wie es ädnlied irn Lladldau von Lodrnan gefunden worden ist^). Line
weitere Lassung ist 24 crn lang, arn Vorderende tief V-förrnig eingesednitten
und sauder ausgerieden, wädrend das Kinterends rnit einer edensoleden Kerde
verseden, puer ^ur ersteren liegt. Line dritte Lassung ist 31,5 ein lang, deute
gedorgen und trägt eine gleicde Lcdliixkerde, wädrend ^wei kleinere Kölner
wie das lVederscditfcden gestaltet sind. Lei einern der Oeräte, dern größeren,
kann rnan an einern Lnde eine Olättung deodaedten, ferner undeutlicd eine
Kerde, so da6 es sied dei deiden Oeräten wadrsedefnlied edenfalls urn Leite
von ^VederscdiKcden dandelt. Lu nennen ist ferner ein 11 crn langer Lfriernen
rnit ^lindriscdern Orilkende. der nacd vorn in eine deute leicdt gedogene Lpit^e
ausläult. Lei den folgenden Kölnern ist der Verwendungszweck nicdt gan^
erkenndar. Lin 5,5 crn langes ^.ststück ist deiderseitig glatt adgesägt. Ls dat einen
seitlicden ^st, der scdräg naed unten adgescdnitten ist. Oadei fanden sied ^wei keu-
lenförrnig ^ugescdnittene Kol^geräte rnit Lednittkerden (?) 42,7 crn und 38,5 crn
lang, Oderende 5,5 crn und 5 crn dick, naed unten spit? inlautend und ein deute
stark gekrürnrntss Oerät, sowie die Lruedstüeke einiger weiterer Kölner un-
destirnrndaren Odarakters. Lur Kerstellung der KoLgeräte dat Kadeldol^ Ver-

5») Ltrod, Oie Kössener Kultur ln Lüdwestdeutscdland, Könr.-Oerrn. Kornin. 28,
Oer. 1939, 11 Karte 1 O 6, 4; 123. — Vgl. aued /^nrn. 36a.
56) Oad. Lundder. 13, 1939, 10; 12.
57) tV. Outtler, irn Kandducd der Orgescd. Oeutscdl. Od. 2 /i.t)d. 32, 7.
 
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