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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 17.1941/​1947(1941)

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https://doi.org/10.11588/diglit.42016#0125

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ll5

Bein68weg8 leicht deutber ist eucb der 8kelettkund eu8 der Becbelklubböble bei
B1einkem8 ^°). In 8itu beobecbtet, wenn eucb durcb Bücb8e verwüblt, wurde
ledigbcb 638 in 6er binteren Bel8ni8Lbe okkenber el8 Hocker bsige8etLte Zkelett.
Mieden ibm 8tenden Lwei Bongekebe, die wobl nur bedingt in lVbcb6l8berger 2u-
8emmenbeng geboren (7^.bb. 7, 1-—2). Kien wird ennebmen dürken, 636 eucb
die 8cberben und 8keletteile, die in den oberen 8cbuttlegen der Hoble ge-
kunden wurden, einer Be8tettung LULurecbnen 8ind, wenn eindeutige Bewene
bierkür 3ucb niebt vorliegen. Oe d38 obere Oekeb (T^bb. 7, 3) rnit Licberbeit
dein lVliebel8berger Brei8 engebört, bette rnen netürbcb gerne geneusre Bin-
Lelbeiten über den mutmeblicben OrebLU8emmenbeng erkebren. 8ebr intere8-
83nt i8t der entbropologi8cbe Bekund von B. Be^, der Lwei 8orn3ti3cb wobl
unter8cbeidb3re Be88en und Lwer dis K1einwücb8ige Obemblende8- mit Oeng-
8ebede1 wie die we3entbcb gröbere Oro-lVlegnonre88e bs8tirnrnen konnte.
Überre8cbend reicbbebig und rnit vielkscb neuertigen Bormen tritt die Von-
were euk den Blen. Oe bi8leng 3U8 dern 8Üdbcben Oberrbeintel gröbere 8tokk-
nrengen unbekennt weren, wird demit eine empbndlicbe bücke ge8cblo88en. Irn
genLen kenn rnen 8egen, deb 8icb die bier vorgelegte Bsremik in den ge-
biubgen VlicbeBberger Bormenkrei8 einkügt, deb irn einzelnen )edocb ke8t )ede
Bund8telle ibre Be80nderbeiten eukwsi8t. lVei der nur geringen reumbcben
Trennung der einzelnen Bund8tellen — die8e konzentrieren 8icb rnit 7^u8nebme
von Xleinkern8 eu88eb1ieb1icb euk de8 engere Ber8er8tubl- und Buniberggebiet
— wird rnen nur ungern von Oruppenbildung irn üblicbsn Zinne reden. Bber
rnöcbte rnen en ein eu8gepregte8 Ookelkolorit denken.
Oewi88e Bigentümlicbkeiten 8pringen 8cbon bei einern bücbtigen Überblick in
die Trugen. 80 tritt bei8piel8wei8e die 80N8t 80 t^pi8cbe lVlicbel8berger bleigung
Lu Bund- und LpitLböden ke8t genL in den Hintergrund. Ourcbweg bs8itLen
die Oekebe eins ricbtige Ltendtlecbe, eucb wenn die86 gelegentlicb leicbt eb-
gerundet er8cbeint (etwe Vek. 33, 10. 14—16). Bur in Ibringen-Burgbelde
er8cbeint ein 8pitLbodige8 Oekeb (lek. 39, ^ 3). In eukkelbger Wei8e überwiegen
denn in lVIunLingen glockenkörmige oder 8teil koni8cbe Borinen, dis el8 gröbere
Vorret8gekebe wie eucb sl8 Becber berge8tellt werden (lek. 33). Tüllen gsrnein-
3ern i8t der rnebr oder minder 8terke 8cbbckeuktreg, der beubg durcb 8snk-
recbten Binger- (bet. 33, 12—16) oder eber durcb Bemm- oder Bür8ten8tricb
eukgereubt i8t (Vek. 33, 10—11). OleicbkelB cberekteri8ti8cb kür lVlunLingsn 8ind
denn die boben kle8ebenertigen Oekebe mit Ltendboden und eingsLogenem
engen Üel8 (Vek. 34, 10—13). 8ie 8ind 8icberbcb der üblieben Vlicbel8berger
Bengeempbore verwendt. 8olcbsn oder ebnbcben Oekeben möebte men eucb
den Orobteil der kleinen plumpen Benkel und durcbbobrten Bnubbsn Luwei-
86N (Bek. 34, 1—4. 6—9), die im übrigen eucb in der Bendkeremik de8 Bei8sr-
8tublgebiete8 eukLutreten pklegen (vgl. etwe Bek. 6 B 2, O 1; 9, B 4. 6; 18, 3—4;
20; 21, 6; 22, 3) ^"). Unter den klunnnger Bleinkormen begegnen denn belb-
kugebge Bepke, bei denen )edocb immer nocb eins ^.rt von 8tendklecbe ein-
gebildet i8t (lek. 35, 9—10. 14). Vereinzelt i8t eins dickwendige klecbs 8cbele
(Vek. 35, 13). Oeknickte Bormen 8ind eu8ge8proeben 8elten, LU nennen weren
bier vor ellem Lwei Bricbterrendbecber mit 8enkrecbt durcbbobrten Benkeln

30) Vgl. bierkür deri Bundketelog 8. 106.
3P lVIen vgl. die ^.uskübrungen von tVengert über dis beudkeremisebe 8iediuug
von Opüngen e. luniberg in diesem 8end 8. 75 K.
 
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