Universitätsbibliothek HeidelbergUniversitätsbibliothek Heidelberg
Metadaten

Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 17.1941/​1947(1941)

DOI article: DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.42016#0170

DWork-Logo
Overview
loading ...
Facsimile
0.5
1 cm
facsimile
Scroll
OCR fulltext

lbO

dolt; denn an der gleieden Oren^e sedeiclet sied später- die Dntermainiscd-
Lcdwäbiscds (Ost)gruppe von einem noed nicdt ganr: klar Ladbaren südclanu-
biscden Drüddallstattkreis.
Xacd Westen ^u greilt das Xixdeimscdwert weit naed Drankrsied dintiber und
nnterstreiedt damit eine westlicde Dinclung, die noed kaum derausgearbeitet
ist. Ds ist dein Zweitel, dad der Oberrdeindreis aucd ans dem Westen mancde
Anregung emplangen dat. Im Leildort von Xou^eville, das selbst scdon west-
ded der Vogesen liegt, dndst sied eine Xaüsl mit Ledeibenringen nm den Ledalt
(epingle a eoderettes) (Lat. 53, D 1), die D. Holste als gsläuügen ostlran^ösi-
seden Vertreter derausgestellt dat Diese Xaüel, die im übrigen aut den
Xanten der einzelnen Lcdeiben das beliebte Xerblsistenmotiv der Oberrdein-
gruppe trägt, dangt ^weitellos mit Ledeibendalsnadeln Zusammen, wie sie ans
dem Xdonetalbecksn und aus der Daupdins bekannt geworden sind ^-). Din
weiterer wiedtigsr, gleicdlalls ausgesprocden westdeder L^pus ist die Dan^en-
spit^e mit seitlicden Delestigungsosen dis im Dunde von Wiesloed noed
mit einem Xixdeimscdwsrt und scdon mit reiner Drnenlslclerkeramik untsr-
mainiscder Drägung r:usammenliegt, also deutded etwas Mnger erscdsint wie
der lVlodnkoplnacleldori^ont. Diese Dan^enspit^e — Zumeist allerdings Dinr:e1-
gänger —- sind in Drankreied weit däudger als bislang angenommen wurde ^).
Zie drängen bis ^um Xdein. Dncllicd sei daraul dingewiesen, dak an den atlan-
tiseden Xüsten Drankreicds bis weit ins Dandinnere eine susgesprocdene Xei-
gung ^u medr minder dreieckigen OriKplattendolcden, in scdwäcdsrem lVlabe
aucd 2U Lcdwertern bestedt, die däuüg auk eigentlicde Xietlöedsr verliebten
und dalür seitliede Xietkerben bevorzugen, ^.ul Val. 54 7^ 1—9 sind eine Heide
soleder Dolcde und Ledwerter lusammengestellt, dis last alle aus der Doirs
bei Xantes stammen -^). Diese Dolcde dalten sicd läde und taucdsn in nicdt
unerdeblieder 2adl noed in späturnenkelcierleitlicden Dorten wie Venat^o) oder
Drairie de dlauves bei Xantes aut. Ds ist also nocd keineswegs ausgemacdt,
ob die Ausbildung der dreieckigen scdmalen OriKplatte, wie sie an unseren
oberrdeiniscden Lcdwertern und Doleden aultaucdt, nicdt auk eins westlicde
Anregung lurückgedt. Lieder ist, dab diese deute nocd nicdt so recdt greik-
baren D'ndungen lum Westen nie medr abgerissen sind dab vielmedr die
spätere Xdeiniscd-Lcdweileriscde Orupps (Westgruppe) der Ilrnenlslderkultur
mit idrer gleicdialls uralten westlieden, vor allem südwestlicden lläedigen Xitl-

-b Lrädist. ^eitscdr. 30/31, 1939/40, 412 K. „Oelaekte Xadeln".
»2) 2. L. Dort von Oans, 7V. Ouebdardt, les depots de brones du Lep. des Xlpes-
lVIaritimss (Longr. pred. de Lrance 6, 1911, 733 tt.); ders. sur uns particularite
remar^uable de certalnes epingles de bronce, dites ä eoderettes (Lud. de 1a 8oc.
Lred. Lranc. 1911); teilweise abgebildet in Xnl. Lcdweil. ^.ltertumskde. 30, 1928,
8 7^.bb. 11; vgl. da^u vor allem L. Holste Xnm. 51.
53) IVlainl. 2leitscdr. 29, 1934, 56 tt.
53s) VV. Ximmig, Lrnentelderkultur in Laden a. a. O. Lat. 8, L; 41, 8. 15.
»4) ^u den bei Lprockdolt genannten Stücken: lVlus. Laumur (Loire), Inv. 297; Llboek
1891 „aus der Leine" (lVlus. municipal Ldartres); Limeltund lVlus. Xiort.
55) Xaed Landskillen aus dem lVluseum Xantes.
5«) Lacdette de Venat pres Xngoulems (O. Ldauvet in Lull, de 1a Loc. arcdeol. et
bist, de 1a Ldarente 1894 Lat. 7). Liese Dolcde baden andererseits eine nicdt ab-
luleugnende Xdnlicdkeit mit den oben erwädnten Lolcden aus der nördlicden
Lo-Lbene (vgl. Xnm. 43).
5^) lVlus. Xantes.
 
Annotationen