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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 17.1941/​1947(1941)

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https://doi.org/10.11588/diglit.42016#0224

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214

n. LW11

siuakircbe in Dettingen (Br. Bübingen) rnit den oben genannten Beigaben
(8. T^nrn. 23). Irn letzteren Dalle könnten aucb alarnanniacbe Bacbbeatattungen
in rörniacben Orabkarnrnern vorliegen, denn dicbt dabei wurden rörniacbe
Brandgräber aulgedeckt.
Buaarnrnenlaaaend wäre alao 2ur Datierung der Lteinxdattengräber irn recbta-
rbeiniacben Oebiet und 2ur ^eitbcbsn Beatlegung der Bbernabrne dieaea Bs-
atattungabraucbsa durcb clie /clarnannen ^u 8agen, claü 8ie 8ielr an Band der
Beigaben lrübeatena urn clie lVlitte cls8 7. dabrbunderta nacbwsiasn 1a83en (2. B.
Büttlingen, Orab 11 uncl einige Oräber rnit Beigaben clsa vollentwickelten 7.
«labrbunderta wie etwa Bailbngen II, Orab 9). In cler Zweiten Ballte dea 7.
dabrbunderta bnden 8ie dann aucb öatlicb clea Lcbwar^walda allgsrneins Ver-
breitung (Oräber rnit Beigaben aua d. V^srnera Orupps V, vor alleru ailber-
tauacbierte Biaenaacben), uni dann acbliebbcb in der ersten Ballte dsa 8. dabr-
bunderta irn ganzen Oebiet die vorberracbends Beatattungaart ^u bilden, wobei
8ebr apärbcb da8 ^.ulkornrnsn einer bsaaeren Lteinbsarbeitung ^u bsobacbten
iat. Die Oräber der spätesten rnsrowingiacben Oruppen, närnlicb dis von B.
Calais ^uaarnrnengeatellten Brauengräbsr der Orupps Miealocb-Bartsnbacb und
die von B. Bei6 bearbeiteten gleicb^eitigen klännergräbsr der Orupps Blul-
lingsn-lVlartinakircbe, beide etwa in den Zeitraum vorn Bnds dsa 7. bi8 gegen
die lVlitte dsa 8. dabrbunderta ein^uordnen, wurden last alle in Lteinkarnrnern
gelunden.
Bine andere aullallende Bigenacbalt dea Oräberlsldea von Orirnrnelabolen i8t
8sins eracbreckends /Vrrnut an Beigaben, ^.ua den 73 dort le8tge8te1lten Be-
gattungen (die Bacbbeatattungsn in den rnebrlaeb belegten Barnrnern rnit-
gsreebnet) 8ind rnit Bills der Beigaben nur 8 lVlännsr-, 10 Brauen- und 10
Bindsrgräber aua^uacbsiden. B8 bleiben dsrnnacb 49 Brwaebaens unbeatirnrn-
baren Oe8cblecbt8, alao Vs aärntbcber Bsatattungen, auberbalb der bei andern
Oräberleldsrn 80 aulacblubrsicben, vergleiebenden Ltatiatik. Dabei iat einrnal
^u beaelrten, dab aebt Orabkarnrnern rnebrlaeb belegt wurden, rnsiat Zweimal,
Orab 5 sogar rnindeatena vierrnal. Dabei wurden die Bnocben der lrübsrsn
Begattung beiseite gescboben und gan^ oder docb teilweise ibrsr Bsigaberr
beraubt. Bbsrscbnsidung von Oräbern versebiedenen Altera bornint nur selten
vor. Orab 34 wurde von Orab 41 abgescbnitten, Orab 43 gäbt in die Lüdwand
von Orab 24 vor. Bei Anlage eine8 neuen Orabes wurde vislrnebr, aucb irn
diebtbelsgten rnittleren Veil des Oräberleldes, aul die älteren Orabbarnrnern
Büeksicbt genornrnen, böcbstens einrnal an die Leitenrnauer einsa älteren Ora-
dea unmittelbar angebaut (2. B. Oräber 19/20, 23/19). lVlan kann daber an-
nebrnen, dab die Belegung des ganzen Beides wäbrend eines verbältnismälbg
kurzen Beitraurns gsscbab, denn dis späteren Totengräber müssen dis Bags der
älteren Oräber noeb gekannt und respektiert baden, /Vber aucb von den soä-
teren Begattungen in den rnebrlaeb belegten Lteinkammern und von den
Bin^elgräbern gnd dis meisten ge8tört, insgesamt 46 von den 73 Begattungen
ds8 Oräberleldes. Bine Durcbsicbt irn einzelnen ergibt, dab biervon 14 nur
teilweise. 32 aber vollgändig gestört waren. Bnter den völlig gegärten liefen
aicb nocb ?wei als lVIänner-, acbt al8 Brauen- und nur ?wei als Bindsrgräber
bestimmen, wäbrend unter den teilweise gestörten Oräbern nur )e ein lVlännsr-
und Brauengrab, aber drei Bindsrgräber waren. Der bobs Anteil der Brauen-
gräbsr an den völlig gegärten Begattungen ^eigt, dab der wesentbcbe Orund
lur die Ltärungen bewubt betriebener Orabraub war, der vor allein nacb den
 
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