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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 17.1941/​1947(1941)

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https://doi.org/10.11588/diglit.42016#0364

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von der ^Vokn- und Ziedlungsweise der Alamannen und kranken eins ge-
ringere Vorstellung als von der der jüngeren Ltein^eit, nock immer Kat es den
T^nsckein, die Verfertiger der merowingiscken Ooldsckmiedesr^eugnisse kätten
aussekkekkek in derart primitiven, )a elenden Hütten gekaust, wie sie etwa in
Oladkack kei kleuwied oder in Dockstetten kei Breisack 2um Vorsckein ge-
kommen sind. Daum kesser liegen dis Dinge in karokngiscker, ottoniseker, )a
stauüscker Beit. Dock immer ist die Oesekickte der mittelalterlicksn Deramik
eines der dunkelsten Dapitel in dem sonst so karkenrsicken Buck mensckkeken
löpkerkandwerks. Dock immer sink wir nickt in der Bags, alamanniscke unk
fränkiscke lonwsre ?u sckeiden, noek immer entkekren wir einer einleuck-
tenden unk dilkerenkerten Datierungsmögkckkeit kür romanisckes und gotisckes
longesckirr. Lolange oder kierkür cke (Grundlagen nickt gesekakken sink, so-
lange ist es unmögkck, etwa ein akgegangenes Dort wie das von lVlerdingen,
eine mittelalterlieke Burgruine wie Bumstal ksi Vilkngen, oder gar eine mittel-
alterlieke ^Vallanlags, wie cke erst 1947 untersuekte auf dem Oren^aeker Dorn
kei Basel in ikrer ^eitkcken und damit auck politiscken Bedeutung kest^ulegsn.
Diese wenigen Beispiele, die sick keliekig vermekren Kellen, mögen genügen.
Bs gikt also sekr wokl auck eine mittelalterlicke T^rckäologie, die man nack
oken natürkck sckwer kegrsn^en kann, die man aker dock wokl generell kis
2um Beginn der Deu^eit, also kis etwa 1500 vorsckieken dark.
In diesem Zinne sind auf den folgenden Zeiten eine Bülle von Bin^elkeokack-
tungsn ^usammengetragen, die, ^unäekst sckeinkar nekensäcklick, eines Vages
dock von Bedeutung werden können. Besonders in dis Trugen springen dakei
die Dntersuckungen von B. Bevelko im Villinger Bereick, wo es etwa auf dem
Oelände des alten Brankskanerklosters gelungen ist, mittelalterlieke lonware
mit einem festen Datum ?u verseken (vgl. ^.kk. 17). Lolcke Bälle sind wiektig
und verdienen kestgekalten 2U werden. Bs ist keaksicktigt, in den näcksten Bän-
den auck dis mittelalterkeke ^.rckäologie mekr als Kisker ?u TVort kommen 2U
lassen, wokei die VeröKentlickung der wicktigen lVlercknger Liedlung den An-
fang macken soll. (Vü D.)
Llumkerg, Ortsteil Bollkaus (Donaussekingen).
1941 konnten im Buge der Bandstrake Dükngen—Lekalkkausen alte Ltrallen-
reste kestgslegt werden.
1. Bei der „Bleieke", nördkck Bollkaus, an der ^.k^weigung des ^Veges nack
Dondingen, lag unter ^wei modernen Ztückungen ein scklecktes älteres Oe-
stück; unter diesem, durck eine 0,5 m starke Zcklammsckickt getrennt, ein wei-
teres Osstück, das der Beutingerstralle angekören dürfte. Ossamttiefs 1,6 m.
2. 1941 wurde keim Bau des ^Voknkauses der Baknmeistsrei Bollkaus ein DoD-
rost in 1,5 m liefe angescknitten. Br kestand aus drei Bagen von Bundkökern.
Der Bost liegt im Buge der erst nack 1705 gekauten Ztralle üker den Banden
nack Zckatkkausen, dürfte also Mngeren Datums sein.
lVltkl. 133 Blumkerg. (Bevelko, lVlall)
Breisack (Breikurg), lVlünsterkerg.
Bei den 1939 durckgekükrten Broülauknakmen (vgl. Bad. Bundker. 16, 1940,
94 K.) wurden auck die mittelalterkeken ^klagsrungen vermessen und auf-
genommen. — In der Unterstadt wurde ein wokl mittelalterlicker Bestkriedkok
angescknitten.
lVltkl. 105 Breisack. — Verkleik: lVlkD. Breikurg. (Dnser, Dierkaus)
 
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