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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 18.1948/​1950

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https://doi.org/10.11588/diglit.42247#0217

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Fundschau 1944—1948: Jungsteinzeit

213

Funde:

1. Flache, ausladende Schale mit wulstartig verdicktem Umbruch und flach ab-
gerundetem, außen leicht eingedellten Boden. Der Rand ist in sehr charak-
teristischer Weise glatt, aber ungleich wellenförmig abgestrichen. Lederbrauner,
schwärzlich gefleckter Ton, fein, hart gebrannt, innen gut, außen flüchtig über-
glättet, H. 8 cm, Randdm. 30,8 cm (Taf. 35, B 1). — 2. Oberteil eines tulpen-
becherartigen Gefäßes, Randlippe leicht ausgewulstet, Farbe und Ton wie bei 1,
innen und außen geglättet, erh. H. 12 cm (Taf. 35, B 2).
Aus älteren Beständen, angeblich im Mai 1936 beim Friedhof gefunden, stammt
ebenfalls der Oberteil eines Michelsberger Gefäßes. Der ausgelegte, aber ziem-
lich steile Rand ist ebenfalls glatt, aber ganz unregelmäßig abgestrichen, der
Ton ist fein und hart gebrannt, die Glättung auf beiden Seiten gut, gelbbraun,
erh. H. 11 cm.


Abb. 18. Leiselheim (Freiburg).
Bandkeramische Flasche.
MfU. Freiburg. — Maßstab: 1 : 8

3. Westlich der Landstraße nach Königschaffhausen.
1944 wurde im Panzergraben 96 m westlich dieser Straße in etwa 1,2 m Tiefe
ein flaschenförmiges Gefäß mit drei Henkeln (Abb. 18) und einer Anzahl Tier-
zähnen gefunden. Das 66,8 cm hohe Gefäß ist sandig gerauht und mit Fingern
schräg verstrichen. Es ist ein kennzeichnender Vertreter der Bandkeramik, ge-
hört der Gattung der Grobgefäße an und läßt sich am ehesten mit dem aller-
dings unvollständigen Gefäß von Opfingen (vgl. Bad. Fundber. 17, 1941—1947,
Taf. 20) vergleichen. Der Typus als solcher ist geläufig (vgl. W. Buttler, Hand-
 
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