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Fundschau 1949—1951: Latenezeit


Abb. 19. Altenburg (Waldshut). Potinmünze der jüngeren Eisenzeit. M 2 : 1.

eisernen Vierkantstift (Taf. 31, B 7) und die obere Hälfte eines eisernen Nagels mit
kantiger Kopf platte (Taf. 31, B 9), ferner ein kleines Bruchstück eines Reißzahnes
(Taf. 31, B 3) und eine kleine Tonperle (Taf. 31, B 2). Unter der Keramik ist ein Topf
seltener Form zu nennen, auf dessen Gefäßkörper jeweils zu zweien zusammengefaßte
Ritzlinien vertikal gezogen sind Taf. 31, B 6); auch hier ist die „Schale mit eingezoge-
nem Rand“ zu erwähnen (Taf. 31, B 1). Zum Inventar dieser Gruben gehören die Reste
von mindestens drei italischen Amphoren der Form Dressel 1 (Taf. 31, B 5).
Neben zwei Randscherben von Flaschen (Taf. 32, 1—2), von denen der erste rote
Bemalung trägt, ist der Fuß eines schlankeren, wohl ebenfalls flaschenähnlichen Gefäßes
''is sehr feingeschlämmtem Ton zu nennen (Taf. 32, 5), das mit einem fünfzinkigen
Kamm flüchtig eingeritzte Kammstriche trägt; ein rot bemaltes Randstück gehört einer
bauchigen Becherform an (Taf. 32, 9), ebenso zwei weitere Randscherben (Taf. 32, 8.
10), von denen das erste weiße Bemalung trägt. Reich vertreten sind sodann Topf-
formen mehrerer Varianten: einmal die am südlichen Oberrhein geläufigste Art,
zunächst mit drei kleinen Randscherben (Taf. 32, 12—14), dann auch mit einer Anzahl
größerer Bruchstücke (Taf. 32, 3. 4. 6. 7. 11. 18) und drei durch ihre Verzierung bemer-
kenswerte, kleinere Wandscherben (Taf. 32, 15—17); unter den Verzierungsmustern
wechseln die bekannten Grübchenmuster auf der Schulter (Taf. 32, 3) mit einfachen
(Taf. 32, 11) oder doppelten, gegenständig geneigten Kammstempeleindrücken (Taf. 32,
18), kombiniert mit einfachem, vertikal geführten Kammstrich oder einfachen, vertika-
len Ritzlinien (Taf. 32, 4. 7) ab, ferner ist auch bogenförmig geführter Kammstrich zu
beobachten (Taf. 32, 6); die kleinen Bruchstücke zeigen breite Riefen, durch Stege aus
ausgeschabter Masse unterbrochen (Taf. 32, 17), quadratische, nicht ganz ausgehobene
Vertiefungen (Taf. 32, 15) und Reihen kleiner, viereckiger Einstiche (Taf. 32, 16).
Daneben ist ein Bruchstück eines Kammstrichtopfes aus schwach graphithaltigem Ton
(Taf. 32, 20) und ein der gleichen Form angehörendes Randstück, jedoch ohne Graphit-
beimischung (Taf. 32, 19) zu bemerken. Ein ziegelrot gebranntes Randstück (Taf. 32,
24) erinnert schon an Töpfe der frühesten Kaiserzeit. Ein größeres Randstück (Taf. 32,
21) gehört zu einer Topfform wie oben aus der Grube 51/1—4 (Taf. 31, B 6) beschrieben,
ein weiteres Randstück (Taf. 32, 22) zu einer großen, weit offenen Schale oder einem
Napf. Ein Randscherben einer kleinen Schale (oder eines kleinen Deckels ?) mit verti-
kalen Ritzlinien zeigt eine besondere, nach innen vorgezogene Leiste zur Aufnahme
 
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