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Fundsdiau 1949—1951: Römische Zeit

grabes. Da eingedrungenes Wasser die Untersuchung bis 1950 verzögerte, waren schließ-
lich nur noch geringe Reste des Grabes zu bergen. Die Umstände im einzelnen blieben
unklar.
Funde: 1. Scherben einer Urne. — 2. Sigillatascherben. — 3. Leichenbrand. —
4. Eisenteile. — 5. Eine stark verwitterte Münze. (Nach Bestimmung Dr. Wielandt:
Sesterz des Diokletian.)
Mtbl. 34/6620 Mosbach. — Verbleib: Heimatmuseum Mosbach. (Palm, Dauber)
Edingen (Mannheim), Ortsetter.
Am südwestlichen Ortsrand, südlich der OEG-Bahnlinie und östlich der Grenzhöfer-
straße wurden 1949 durch einen Wasserleitungsgraben zwei sich rechtwinklig treffende
Mauern von 0,6 m Stärke angeschnitten. Da die Meldung verspätet erstattet wurde,
war nur eine oberflächliche Nachuntersuchung möglich. Die in der unmittelbaren Um-
gebung gefundenen römischen Ziegel und Scherben beweisen, daß es sich um Mauern
eines römischen Gebäudes gehandelt haben muß.
Mtbl. 22/6517 Ladenburg. — Verbleib: Kurpf. Museum Heidelberg. (Heukemes)
Eichen (Lörrach), Ortsetter.
1949 wurden römische Scherben und Münzen bei Anlage eines Wasserleitungsgrabens
etwa 25 m südlich der Bundesstraße hinter der Mühle in 2 — 2,5 m Tiefe geborgen und
von Rektor K. Seith zur Bestimmung eingesandt. — Unter den Scherben nur grob-
tonige Ware. Die Randstücke Taf. 37, A 1. 2. 4. 5; ein Bodenstück Taf. 37, A 3. Zu den
Schüsselprofilen 37, Al. 2 vgl. Ettlinger, Augster Thermen Taf. 20, 3.4 und öfters;
zu Taf. 37, A 5 vgl. Ettlinger a. a. O. Taf. 20, 28. 29. 32; zu Taf. 37, A 4 vgl. Ettlinger
a. a. O. Taf. 19, 4. Taf. 37, 1—4 sind dunkelgrau-braun, Taf. 37, A 5 im Bruch grau,
außen allseits ziegelgelb. Dazu acht Münzen, sieben Mittelbronzen, völlig zerfressen
und unlesbar, eine kaum kenntliche Kleinbronze, offenbar 3. Jhdt.
Datierung der Scherben 2. Jhdt.
Mtbl. 154/8313 Wehr. — Verbleib: Heimatmuseum Schopfheim. (Seith, Nierhaus)
Eigeltingen (Stockach) „Hagenbühl-Ostel“.
Etwa 40 m östlich der Fundstelle des bei E. Wagner, Fundstellen und Funde 1 (1908) 54
erwähnten Votivsteins entdeckte J. Schneider 1949 durch die deutlich erkennbaren
Trockenstreifen im Wiesengelände den Grundriß eines langrechteckigen Gebäudes
(Richtung Ost-West) mit erkerartigem Vorsprung an der südl. Längsseite. Die Nord-
front war nicht feststellbar. In der Nähe Leistenziegelstücke. Wohl zu einem röm.
Gutshof gehöriges Gebäude. (Vgl. Bad. Fundber. II, 1929—1932, 53.)
Mtbl. 135/8119 Eigeltingen. (Schneider)
Eisingen (Pforzheim) „Heidenkeller“ und „Birkenwäldchen“.
Die unmittelbar nebeneinander liegenden Gewanne „Heidenkeller“ und „Birkenwäld-
chen“ 1,8 km ost-südöstlich des Ortes deuten ganz allgemein auf das Vorhandensein
 
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