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Fundschau 1949—1951: Römische Zeit

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Abb. 24. Huttenheim (Bruchsal). 1 u. 2 Inschriftenbruchstücke eines Silvanusaltars, 3 Widderkopf.

Nach dem ersten Bruchstück handelt es sich um einen Altar, der zu Ehren des göttlichen
Kaiserhauses dem Gott Silvanus geweiht war. Ob das zweite Bruchstück zu diesem Altar
gehört und wie sich die Zeilen in den Gesamttext einfügen, bleibt noch offen.
3. Walzenförmiges oberes Abschlußstück eines Altars, Buntsandstein. L. noch 22,5 cm;
Dm. 10 cm. Im Medaillonrahmen von 8 cm Dm. befindet sich in ungewöhnlich guter,
sauberer Bildhauerarbeit ein Widderkopf (Abb. 24, 3). Es bleibt zunächst offen, ob auch
dieses Werkstück zum Silvanusaltar gehört. Immerhin kann dies angenommen werden.
In diesem Falle ist dem Widderkopf kaum eine symbolische Bedeutung beizumessen,
er mag lediglich als Zierrat gedient haben. Jedenfalls ist der Widder nicht das Tier des
Silvanus, sondern gehört vielmehr dem Mercurius an. Sollte der Widderkopf von einem
zweiten, dem Mercurius geweihten Altar stammen?
Mtbl. 45/6816 Graben. — Verbleib: Kraichgaumuseum Bruchsal. (Hormuth)
Iffezheim (Rastatt), Sandgrube südlich des Sandbachs.
Aus der schon von K. Gutmann, Bad. Fundber. III, 1933—1936, 438—440, beobachteten
römischen Siedlung barg M. Weber 1950/51 weitere Funde.
Funde: 1. Doppelkonisches Gewicht (Taf. 37, F 1) oben und unten abgeplattet. Auf
der Oberseite wenigstens drei, ursprünglich vielleicht mehr eingravierte Kreischen.
Metall ist nach Bestimmung von E. Schmid im oberen Teil Kupfer und Zinn, im unteren
Teil Blei und Zinn. Die Grenze ist an der Patinierung und beim Ankratzen am Gold-

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