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Fundschau 1949—1951: Mittelalter

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Markdorf, Stadtteil Fitzenweiler (Überlingen) „Burgstall“.
Die Ansicht, daß seltsame Geländeformen auf eine frühmittelalterliche Burganlage
zurückzuführen seien, wurde 1950 in einer eingehenden Untersuchung als falsch
erkannt. Es handelt sich um rein geologische Erscheinungen, die auf Rutschungen und
Erosion zurückzuführen sind.
Mtbl. 150/8222 Markdorf. (Schmid)
Pfullendorf (Überlingen).
1. „Mittlere Riedwiesen“.
Beim Bau eines Pumpenhauses zur Wasserleitung fanden Arbeiter 1949 ein auffallend
kleines Hufeisen mit sechs Stollennägeln. (Werth)
2. Ortsetter.
Im Garten des sogenannten Kaplaneigebäudes waren bei Kanalisationsarbeiten 1934
zahlreiche Scherben gefunden worden. Auf Betreiben des Herrn Pfarrers Dr. Schupp-
Zell a. A. wurde 1948 durch das Landesamt eine Nachgrabung vorgenommen. Dabei
ergab sich anhand des Fundmaterials: Scherben von Töpfen, Schüsseln und Deckeln,
daß sich hier dicht an der alten Stadtmauer in einer alten Schuttauffüllung romanische
bis gotische Keramik befand.
Mtbl. 125/8021 Pfullendorf. — Verbleib: Heimatmuseum Überlingen. (A. Eckerle)
Philippsburg (Bruchsal).
1. Kiesgrube Walter.
1951 wurde durch den Bagger ein Skelettgrab zerstört. Einige in der Nähe untersuchte
Gruben von Grabform waren leer.
2. Ortsetter.
Bei Ausschachtungsarbeiten zum Neubau Rothermel stieß man 1951 in der Backhausstr.
auf ein Skelett. Verspätete Meldung machte die Untersuchung unmöglich. Dabei wur-
den auch alte Mauer- und Straßenreste beobachtet.
In beiden Fällen handelt es sich sicher um Spuren aus der Festungszeit der Stadt Phi-
lippsburg (5147).
Mtbl. 39/6716 Philippsburg/Germersheim. (Hormuth)
Rheinsheim (Bruchsal), Sandgrube.
Im Bereich des fränkischen Reihengräberfriedhofs (vgl. Bad. Fundber. 18, 1948—1950,
287) wurde 1951 ein unverschalter Brunnen angetroffen und untersucht. Seine Schale
lag 2,93 m unter heutiger Oberfläche, davon 1,05 m im Kies. Der Grundwasserspiegel
lag z. Z. der Untersuchung 0,62 m unter der Sohle. Dm. 0,9 m. Am Grund fanden sich
Scherben zerbrochener Wasserkrüge mit gelber, brauner und grüner Innenglasur und
ein französischer Feuerstein (5148).
Mtbl. 39/6716 Philippsburg/Germersheim. — Verbleib: Kraichgaumuseum Bruchsal.
(Hormuth)
 
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