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Rundschau 1949—1951: Unbestimmbare Gräber, Alte Straßen und Wege

2. Limberg.
1951 fanden Wanderer im Steinbruch des derzeitigen Pächters Amann aus Jechtingen
einen menschlichen Schädel, der von der überhängenden Kante des Steinbruchs ab-
gestürzt war. Dank der Mitteilung der Geologischen Landesanstalt Freiburg wurde die
Fundstelle untersucht. Der noch im überhängenden Rande des Steinbruchs steckende
Teil des Skeletts konnte wegen Absturzgefahr nicht geborgen werden. Die Bestattung
war in ungefährer West-Ost-Richtung erfolgt, Schädel im Westen.
Der anthropologische Befund ergab, daß der Schädel nicht aus dem Reihengräbertypus
(Völkerwanderungszeit—Frühmittelalter) herausfällt und sicher nicht dem Neandertal-
typus zuzurechnen ist, wie anfangs vermutet wurde.
Das Skelett gehört zu einem schon bekannten Begräbnisplatz (vgl. Bad. Fundber. 13,
1937, 25).
Mtbl. 96/7811 Sasbach. — Verbleib: MfU. Freiburg. (Gerbig, Ritter)

Untergrombach (Bruchsal) „Hochstatt“.
Beim Bau der Zusatzwasserleitung südlich des Dorfes wurden zwei beigabenlose Be-
stattungen gefunden.
Grab 1 : Lgb. Nr. 265, Richtung Südwest-Nordost; Tiefe 1,65 m.
Grab 2: Lgb. Nr. 261, Richtung Südwest-Nordost; Tiefe 1,6 m.
Die große Entfernung dieser Gräber (92 m) von den Latenegräbern (s. unter „Latene-
zeit“) läßt es nicht zu, sie mit diesen in Zusammenhang zu bringen. Es wird sich
wohl um einen aufgegebenen mittelalterlichen Friedhof handeln (5042).
Mtbl. 52/6917 Weingarten. (Dauber)
Wyhlen (Lörrach) „Müllerrain“/Schützenstr.
Beim Bau eines Schuppens wurde 1951 das Skelett eines Erwachsenen herausgerissen.
Beigaben fehlten. Genaue Fundumstände waren nicht mehr zu ermitteln.
Mtbl. 165/8412 Wyhlen. (Kuhn)
Alte Straßen und Wege
Im Zusammenhang mit anderen Untersuchungen konnten weitere Feststellungen an
alten Straßenzügen getroffen werden. (A. E.)
Baden-Baden, Stadtteil Oos, Sinzheimer Str.
In der Sinzheimer Str., die südlich der Oos im Zuge der Bundesstraße 3 liegt, wurde
im Winter 1950/51 beim Verlegen von Kanalisationsröhren der Straßenuntergrund
auf rund 800 m Länge bis zu 3,6 m Tiefe aufgerissen und streckenweise von P. Braun
und R. Nierhaus untersucht. Im Bereich der Oosniederung kam ein sehr dürftiger
Knüppelweg in rund 1,5 m Tiefe zutage, bestehend aus dünnen Rundhölzern, z. T.
 
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