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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 20.1956

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https://doi.org/10.11588/diglit.43787#0214

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208

Rundschau 1952—1953: Urnenfelderzeit


wurde ein scharf geknickter, doppelkonischer Becher mit facettiertem Rand abgeliefert.
Über dem Umbruch zwei flache breite Riefen, H. 8 cm (Taf. 44, A 2). — Ältere Urnen-
felderkultur (Hallstatt A).
Grab 5 : Gefunden 1950 bei Kanalisationsschacht in der Straßenmitte vor Haus 103,
0,6 m tief.
Funde: 1. Randlose Kegelhalsurne mit getupfter Leiste. Oberteil glatt, Unterteil
rauh, H. 50 cm (Taf. 45, B 1). — 2. Randstück einer großen Deckschüssel, Oberteil glatt,
Unterteil rauh, Randdm. etwa 46 cm (Taf. 45, B 2). — Ältere Urnenfelderkultur (Hall-
statt A).
Grab 6 : Gefunden 1950 bei Anlage der Wasserleitung in Straßenmitte vor der Lücke
zwischen den Häusern 101 und 103.
Funde: 1. Urne mit offenbar alt abgebrochenem Rand. Außenseite rauh, am Unter-
teil Knetspuren, erh. H. 17 cm (Taf. 44, A 1). —- 2. Randscherben eines Topfes mit
Steilrand. — Ältere Urnenfelderkultur (Hallstatt A).
Einzelfund : Gefunden 1950 bei Erweiterung der Baugrube für Haus 112 (Herbei);
0,8 m tief.
Topf mit Schrägrand, auf der Randkante Fingertupfen, H. 21,5 cm, Randdm. 17 cm
(Taf. 44, A 3). — Altere Urnenfelderkultur (Hallstatt A) (5153).
Mtbl. 12/6416 Frankenthal. — Verbleib: Schloßmuseum Mannheim. (Gember)

Mannheim, Stadtteil Wallstadt.
1. „Elkersberg“ (Pfaffenweg), 1,5 km SO.
Auf einem von Paul Troppmann - Wallstadt bebauten Acker der Evang. Kollektui
Mannheim am Elkersberg, südlich der Bahn und der Straße Wallstadt—Käfertal, wur-
den 1953 bei Anlage von Spargelgräben Scherben der älteren Urnenfelderzeit ausge-
worfen. Die Untersuchung ergab eine bis 1 m tief gehende Grube, die Spuren einer
Störung durch frühere Spargelanlagen zeigte. Der Aufbau des Grabes ließ aber noch
erkennen, daß die Beigefäße ursprünglich im Kreis um die Urne angeordnet waren.
In der Urne Leichenbrand, darunter auch verbrannte Knochen eines kleinen Tieres
(Vogel?).
Funde: 1. Randlose Kegelhalsurne mit aufgesetzter Tupfenleiste, Oberteil glatt,
Unterteil gerauht, H. 64 cm, Randdm. 34 cm (Taf. 44, B 2). — 2. Große gebauchte
Deckschüssel, H. 27 cm, Randdm. 36 cm (Taf. 44, Bl). — 3. Fünf gleiche Schalen mit
abgeknickter Wand, hohe Form, H. 5 cm, Randdm. 15 cm (Taf. 44, B7—11). —
4. Flache Schale mit geknickter Wandung und auffallend breitem Boden, auf dem Rand
zwei kleine Löcher, Randdm. 15 cm (Taf. 44, B 6). — 5. Schale mit geknickter Wan-
dung, Randdm. 13 cm (Taf. 44, B 4). Die Bruchstücke der Schalen 4 und 6 gehören ver-
mutlich zu Formen wie Taf. 44, B 7—11. -—■ 6. Flache Tellerschale mit schräg geknickter
Wandung, H. 3 cm, Randdm. 13 cm (Taf. 44, B 5). — 7. Kleine Tasse mit Hohlfuß,
im Feuer verzogen, H. 4 cm (Taf. 44, B 3). — 8. Scherben von 1—2 konischen Bechern
(nicht abgebildet). — 9. Bronzenadel mit flachem Nagelkopf, Länge 7,5 cm (Taf. 44,
B 12). Ältere Urnenfelderkultur (Hallstatt A).
 
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