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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 21.1958

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https://doi.org/10.11588/diglit.43788#0067
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Anhang: Verzeichnis der Funde der Höhensiedlung bei Munzingen

61

Fr 54/87: Randstück und zwei Wandscherben von Trichterrandgefäß (Taf. 8, 22). Reich mit
Glimmer gemagert, sorgfältig mattglänzend geglättet. Braunrot bis schwarz ge-
brannter, mürber Ton.
Fr 54/88: Wandstück eines zweiten Trichterrandgefäßes (Taf. 8, 23). Aus gewöhnlichem, stark
gemagertem Ton. Rauhe Oberfläche.
Fr 54/89: Kleine Umbruch- oder Absatzscherbe, vielleicht von drittem Trichterrandgefäß
(Taf. 8,18). Geglättet.
Fr 54/90: Zwei Bruchstücke eines großen und dicken, unregelmäßigen „Backtellers“ mit leicht
verdicktem Rand (Taf. 8, 13). Braun- bis ziegelrot gebrannt.
Fr 54/91: Rand eines kleineren, dünnen „Backtellers“ (Taf. 8, 14). Ziegelrot gebrannt.
Fr 54/92: Außerordentlich zahlreiche glatte, rauhe und geschlickte Scherben. Darunter ziemlich
viel grobe Ware.
Fr 54/93: Knochendolch aus Ulna vom Rind (Taf. 8, 12). Spitze stumpf, Epiphyse fehlt.
L. 12,7 cm.
Fr 54/94: Knochendolch aus Ulna vom Rind. Die dünne Spitze abgebrochen. Epiphyse etwas
angewittert. L. 15,8 cm.
Fr 54/95: Hirschgeweih-Fragment, Abzweigungsstelle vom Augsproß. Starke Schnittspuren.
Vielleicht Halbzeug für Hirschhornbecher.
Fr 54/96: Abschlag von hellgrauem Jaspisknollen mit gelber Rinde.
Fr 54/97: Bruchstück eines flachen Mahlsteins aus Quarzporphyr, nach innen leicht konkav.
Fr 54/98: Kleines Bruchstück eines Mahlsteins aus Quarzporphyr. Evtl, flacher Läufer zu oben?
Fr 54/99: Bruchstück eines stark ausgehöhlten Mahlsteins aus Quarzporphyr. Durch Feuer
verfärbt.
Fr 54/100: Kleines Bruchstück eines planen Mahlsteins.
Fr 54/101: Klopfstein, wenig benützt, aus abgebrochenem Quarzitgeröll. Klopfstelle: Geröll-
ende. Kante wenig stumpf geklopft.
Fr 54/102: Kleines Bruchstück eines Klopfsteins aus einem Quarzitgeröll.
Fr 54/103: Flacher, runder Rheinkiesel aus alpinem Sandstein. Dm. 2,7—2,8 cm (Taf. 8, 1). Dabei
eine Phalange und vier Schwanzwirbel vom Schwein (Taf. 8, 2. 3) isoliert auf Gru-
bensohle.
ohne Nr.: Zwei Bruchsteine aus Hauptrogenstein (ausgeschieden).
ohne Nr.: Knochen: 47 Rind; 36 Schwein, darunter Becken und Schädel von infans (ferner die
unter Fr 54/103 aufgeführten Reste); 3 Ziegenhörner; 3 Knochen von Ziege oder
Schaf; 1 ganze Ulna vom Bär.
ohne Nr.: Knollen von stark gemagertem Töpferton, gebrannt; ungeformt, aber Fingerab-
drücke (Papillen).
ohne Nr.: Zwei Bruchstücke eines anders zusammengesetzten Töpfertons. Leicht gebrannt, ohne
Formungsmarken.
Grube 7:
Grubenform: Grundriß rund, Sohle flache Mulde. Dm. 1,00 m; T. 0,75 m. Feste, dunkelbraune
Einfüllung.
Funde:
Fr 54/104: Kleines, knubbenbesetztes Randstück (Taf. 9, 3). Aus eisenhaltigem Ton.
Fr 54/105: Randstück eines weitmündigen Schultergefäßes (Taf. 9, 6). Leicht mit Kalk gemagert.
Mü.-Dm. etwa 26 cm.
Fr 54/106: Randstück eines ähnlichen Gefäßes (Taf. 9, 5).
Fr 54/107: ösenbesetzte Umbruchscherbe mit Resten von Schnitt (?) — Verzierung (Taf. 9, 4).
Profilstellung nicht gesichert. Geglättet. Abstechender, mittel gemagerter und schwarz-
braun gebrannter Ton.
Fr 54/108: Großes Bruchstück einer leicht gebauchten, dünnwandigen Schale mit flauem Hals-
absatz (Taf. 9, 2). Auf der „Schulter“ waagrecht durchstochenes ösenpaar, die linke
Öse der Abbildung nur zur Hälfte durchstochen. Aus abstechendem eisenreichen Ton.
Stark mit Kalk gemagert. Sorgfältig geglättet. Braunschwarz bis sattrot gebrannt,
mürbe. Mü.-Dm. etwa 18 cm.
 
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