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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 21.1958

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https://doi.org/10.11588/diglit.43788#0074
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68

Rudolf Albert Maier und Elisabeth Sdimid

Grube 20:
Grubenform: Keine Angaben.
Funde:
Fr 54/235: Fünf glatte und rauhe Wandscherben.
Fr 54/236: Fragment eines Mahlsteins aus Quarzporphyr.
Fr 54/237: Reib- oder Schleifsteinfragment aus glimmerreichem Buntsandstein.
Fr 54/238: Ein Stück sehr eisenreichen Sandsteins, wahrscheinlich Farbstein, ohne Reibspuren,
ohne Nr.: Ein Bruchstein aus Hauptrogenstein (ausgeschieden).
Grube 21:
Grubenform: Grundriß rund, Sohle muldig. Dm. 1,25—1,35 m; T. 1,45 m. Einfüllung oben fest
dunkelbraun, Mitte locker dunkelgrau, unten Löß.
Funde:
Fr 54/239: Bodenstück, vielleicht von flaschenartigem Gefäß. Aus stark und glimmerreich ge-
magertem Ton, rotbraun gebrannt. Mattglänzend geglättet. Glimmermagerung und
Tonbehandlung wie Fr 54/114 und Fr 54/386.
Fr 54/240: Grobgemagertes Randstück eines Schultergefäßes (Taf. 16, 6).
Fr 54/241: Ober- und Unterteil eines großen glockenförmigen Gefäßes mit „Randknubben“
(Taf. 16, 17). Stark mit Magerung durchsetzter Schlickauftrag; auch die beiden erhal-
tenen flachen „Knubben“ sind als Schlickklümpchen aufgetragen. Mü.-Dm. etwa 28 cm.
Fr 54/242: Glockenförmiger Becher mit leichter Randlippe (Taf. 16, 16). Der Boden etwas ein-
gedellt. Aus sehr grob gemagertem Ton, daher rauhe Oberfläche. H. 13,5 cm;
Mü.-Dm. 16 cm.
Fr 54/243: Bruchstücke von schwach glockenförmigem Gefäß (Taf. 16, 18). Dünnwandig, mit
feinsandig gemagertem Schlickauftrag. Mü.-Dm. etwa 16,5 cm.
Fr 54/244: Zwei dickwandige, halbkugelige Näpfchen verschiedener Größe (Taf. 16, 14. 15). Roh
und ungleichmäßig gearbeitet. Das größere Stück trotz einiger hochgezogener Rand-
lappen sicher keine Kelle. Größte H. 7,5 cm bzw. 4 cm; Mü.-Dm. 10—11 cm bzw.
6,5 cm.
Fr 54/245: Mehrere Randstücke, z. T. mit verstrichener Oberfläche (Taf. 16, 4. 5. 7—9.12.13).
Fr 54/246: Zwei sorgfältig geglättete dünnere Randstücke (Taf. 16, 10. 11), vielleicht von
Trichterrandgefäßen. Davon (Taf. 16, 10) mit Glimmer und Kalkspat gemagert und
braunschwarz gebrannt.
Fr 54/247: Bruchstücke von vier „Backtellern“ (Taf. 16, 19—22), davon zwei mit undeutlichen
Randtupfen (Taf. 16, 19. 20). Braunrot bis ziegelrot gebrannt; das braungebrannte
Bruchstück (Taf. 16, 21) ist ausnahmsweise mit Häcksel und Kalksteinchen gemagert.
Dieses einzig meßbare letztere Stück von etwa 19 cm Dm.
Fr 54/248: Zahlreiche Scherben glatter und rauher Gefäße, ferner geschlickte Grobware.
Fr 54/249: Knochenmeißel (Taf. 16, 3). Proximale Rückseite eines Metatarsus vom Rind.
L. 10,6 cm.
Fr 54/250: Abgebrochener Kratzer aus lederbraunem Bohnerzjaspis. Oberseite fast nur Rinde.
Fr 54/251: Ein kleiner Rötelstein mit Schliffflächen.
Fr 54/252: Fragment eines als Klopfstein verwendeten Quarzitgerölls.
Fr 54/253: Mahlstein-Bruchstück aus Buntsandstein. 13 cm X 8 cm; H. 5,5 cm.
Fr 54/254: Mahlstein-Bruchstück aus Buntsandstein. Eine Fläche glatt, eine gepickt (Amboß!).
10 cm X 12 cm; H. 5,3 cm.
Fr 54/255: Mahlstein-Bruchstück aus Buntsandstein. 10 cm X 5,5 cm; H. 7 cm.
Fr 54/256: Mahlstein aus Quarzporphyr, durch Feuer verfärbt. Bruchstück, spitzoval zugeschla-
genes Ende erhalten. 13,5 cm X 10 cm; H. 5,7 cm.
ohne Nr.: Bruchsteine: 3 senkrechte größere Steinplatten; 26 durch Feuer gerötete gelbe Kalke,
4 aus Murchisonae-Sandstein. Flaches Quarzitgeröll: 4 cm X 2,5 cm. (Alles ausge-
schieden.)
ohne Nr.: Knochen: 52 Rind (juvenil-adult); 36 Schwein; 10 Ziege oder Schaf; 9 Hund (ein
Individuum?); 1 Bär; Schädelteile der Rabenkrähe; 109 unbestimmbar.
ohne Nr.: Hüttenlehm, mit Häcksel vermischt.
 
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