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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 21.1958

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https://doi.org/10.11588/diglit.43788#0129
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Die urnenfelderzeitl. Besiedlung der ehern. Rheininsel vonSäckingen und ihrer Umgebung

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Knochen: „Obere Schicht“: Schwein 1; Schaf oder Ziege 1. Zähne: Schaf oder Ziege. — Rest
unbestimmbar. —
„Untere Schicht“: Bestimmung wegen Rollung unsicher. —
Zwischen, den Häusern Kirchner und Völkle kamen 1955 durch die Erneuerung der
Wasserleitung in 1 m Tiefe urnenfelderzeitliche Scherben, Hüttenlehm und Knochen-
splitter zum Vorschein.
Funde: Scherben von Siedlungskeramik (Sä 55/70). —
9. Münsterplatz—Wasserleitungsgraben, 1954
Bei der Anlage eines in 2,10 m Abstand parallel zur Häuserfront am nordwestlichen
Rand des Münsterplatzes verlaufenden Wasserleitungsgrabens von 0,60 m Breite wurde
der Rest einer annähernd rechteckigen, urnenfelderzeitlichen Grube in einer Rheinsand-
schicht angeschnitten. Sie lag in etwa 0,70—0,90 m Tiefe vom Bodenpflaster aus (nach
der Profilzeichnung von Eg. Gersbach) unter einer mittelalterlichen Schuttschicht und
setzte in einer verunreinigten Sandschicht mit urnenfelderzeitlichen Streuscherben an.
Die Füllung der 1,90 m langen und ca. 0,22 m tiefen Grube enthielt zerschlagene Rhein-
gerölle, Hüttenlehm, Webgewichte, Holzkohle, Knochen, darunter einige verbrannte,
und Scherben.
Funde: 1. Wandstück eines großen Gefäßes mit zwei Reihen dreieckiger Einstiche im Rand-
knick, tiefen Fingereindrücken mit Nagelspuren und kantigen, rhombischen Knubben (Taf. 45, 7)
(Sä 54/66). — 2. Zwei beschädigte Webgewichte aus Ton von kugliger bzw. zylindrischer Form,
Schnurrillen teilweise erhalten, eins zeigt eine begonnene, seitliche Bohrung; ferner Hälfte eines
dritten Webgewichts; H. 3,8 cm; erh. H. 4,2 cm (Taf. 45, 5. 6) (Sä 54/67). — 3. Scherben von
Siedlungskeramik (Sä 54/68). — 4. Fragment eines Gußtrichters (?) aus Sandstein, auf der Außen-
seite Meißelspuren sichtbar; H. 16 cm (Taf. 45, 4) (Sä 54/69). —
Knochen: Rind 1 (?); Schwein 1. Zähne: Schaf oder Ziege; ein Eberhauerrest. —
10. Metzgergasse—Wasserleitung, 1955
Beim Verlegen einer Wasserleitung kamen in ca. 1,20 m Tiefe aus einer im Rheinsand
gelegenen, dunkel gefärbten Kulturschicht unverzierte Scherben, Knochen und ein Silex-
abschlag zum Vorschein.
Funde: 1. Scherben von Siedlungskeramik, darunter einige Rand- und Bodenstücke (Sä 55/71).—
2. Ein Silexabschlag (Sä 55/72). —
Knochen: Rind 1. Zähne: Rind. — Rest unbestimmbar. —
11. Scheffelstraße—Forstamt, 1956
In einem zur Reparatur einer Wasserleitung angelegten Graben wurde in etwa 1,70 m
Tiefe eine dunkle Schicht angeschnitten, die urnenfelderzeitliche Scherben von Grob-
und Feinware und Knochen enthielt. Unter ihnen befanden sich unter anderem ein
Tassenbruchstück, Reste eines eiförmigen Bechers mit Rillen- und Ritzverzierung und
ein mit tiefen Einstichen versehener Randscherben eines Schrägrandgefäßes.
Funde: Scherben von Siedlungskeramik (Sä 56/6). —
Knochen: Rind 1 und ein durch Schnitt beschädigter Hornansatz; Schaf oder Ziege 1. Zähne:
Rind; Schwein. — Rest unbestimmbar. —
 
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