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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 21.1958

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https://doi.org/10.11588/diglit.43788#0228
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222

Fundsdiau 1954—1956: Jüngere Steinzeit

Heinsheim (Mosbach) „Hochwaldäcker“, 1,5 km NW. — Einzelfund.
1955: G. Scholl-Neckarsulm fand 300 m östlich von Pkt. 272,4 ein stark verwittertes
Bruchstück eines Steinbeils aus grauem, feinkristallinem Gestein; L. noch 7,8 cm (Taf.
58, 23) (5603).
Mtbl. 43/6720 Rappenau. — Verbleib: Archiv Karlsruhe. (Dauber)
Hockenheim (Mannheim) „Hochstetten“, 2 km NW. — Gräber.
1956: Die 1951 bekanntgewordene Glockenbecherfundstelle hat in der Berichtszeit wei-
tere Funde geliefert.
Grab 1 : (1951) (vgl. Bad. Fundber. 20, 1956, 183) (Taf. 59, 7).
Grab 2 : Beim Abdecken mit der Planierraupe entdeckt. Gefäß von Feldhüter Metz
entnommen. Skelett vom Berichterstatter untersucht.
In 1 m Tiefe Hockergrab eines Kindes im Zahnwechselalter, auf der linken Körperseite
liegend, Hände auf bzw. unter dem Gesicht, Richtung NNO—SSW.
Beigaben: 1. Glockenbecher (hinter dem Nacken) mit geknicktem Profil und leicht
gewölbtem Boden. Gelbbrauner Ton, im Bruch schwarzgrau mit geringen Resten von
rotbraunem Überzug, feinsandig gemagert, fester Brand. Ornament: neun Bänder von
0,8 cm Br. mit schräggestelltem, engem Kammstich, in der Richtung wechselnd, dazwi-
schen jeweils drei Schnurlinien; H. 13,6 cm, Randdm. 12 cm, Bodendm. 6 cm (Taf. 59,
2. 5). — 2. Kleiner Feuersteinabspliß bei den Fingern vor dem Gesicht.
Grab 3 : Beim Abdecken mit der Planierraupe teilweise zerstört; Restbefund vom
Berichterstatter untersucht.
In 0,9 m Tiefe Hockergrab eines Erwachsenen, auf der rechten Körperseite liegend,
Richtung S—N. Vor den Knien kreisrunde, dunkle Verfärbung von 0,17 m Dm., noch
0,06 m tiefer gehend als Grabsohle.
Beigabe: Niedere Tasse (oberhalb des Schädels) mit breitem, bandförmigem Quer-
henkel. Graugelber Ton mit rotbraunem Überzug, im Bruch schwarzgrau, feinsandig
gemagert, fester Brand. Ornament: Zickzackbänder zwischen Horizontallinien; H. 8,4
cm, Randdm. 15,4 cm, Bodendm. 9 cm (Taf. 59, 1. 6) (5644).
Mtbl. 31/6617 Schwetzingen. — Verbleib: Museum Mannheim. (Gember)
Huttenheim (Bruchsal)
1. „Sandfeld auf die Bach“, 1,2 km N. — Einzelfunde.
1954: Bei Geländebegehung wurden aufgelesen: Pfeilspitze mit gerader Basis und ein-
seitig zum Widerhaken verlängerter Schneide, weiß; L. 2,8 cm. —
1955: Pfeilspitze aus grauem Hornstein mit Widerhaken; L. 2,1 cm.
Mtbl. 39/6716 Germersheim. —
2. „Sandrain“, 1 km SO. — Einzelfunde.
In der Sandgrube Weick-Söhne, hart westlich der Straße Huttenheim—Neudorf, ver-
zierte und unverzierte Scherben der Glockenbecherkultur, ferner Schädel und sonstige
Skelettreste eines zerstörten Grabes. Seit dem Fund eines Glockenbechers an dieser
 
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