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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 21.1958

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https://doi.org/10.11588/diglit.43788#0282
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276

Fundschau 1954—1956: Alamannisch-fränkische Zeit

Grab 3 4 7 (1954): Beigabenloses Grab, ungestört. Es handelt sich um eines der jüng-
sten Gräber am Ostrand des Friedhofs neben dem Feldweg.
Grab 3 5 3 (1955): Ausgeraubtes Männergrab, in situ noch der rechte Fuß, rechts
daneben schwere Eisenaxt mit groben Geweberesten auf der Oberseite.
Mtbl. 39/6716 Germersheim. — (Hormuth)
Rielasingen, Ortsteil Arien (Konstanz). — „Grab“.
1955: Im Bereich des in den Bad. Fundber. 20, 1956, 257 erwähnten alamannischen
Friedhofs wurden erneut Skelettreste, angeblich ohne Beigaben, gefunden.
Mtbl. 147/8219 Singen/Radolfzell. — (Funk)
Säckingen, Ortsetter, Bergseestraße. — Einzelfund.
1954: Seit 1926 sind an dieser Stelle alamannische Gräberfunde bekannt, aber noch
kein einziges Grab konnte sachgemäß geborgen werden. Daher ist es unmöglich, eine
Aussage über Grabbau, Belegungsdichte und Ausdehnung des Friedhofs zu machen. Die
planmäßige Untersuchung einer rund 200 qm großen Baugrube erbrachte überhaupt
keine Funde.
Lediglich aus dem Aushub eines Grabens für Versorgungsleitungen konnten außer
einigen Röhrenknochen Eisenstücke, vielleicht Feuerstahl, und eine kleine, blau-grün-
liche Glasperle aufgelesen werden. Eine genaue Datierung ist aufgrund des spärlichen
Ergebnisses nicht zu machen (Sä 54/89).
Mtbl. 166/8413 Säckingen. — Verbleib: Heimatmuseum Säckingen.
(Em. Gersbach, Unser, A. Eckerle)
Sasbach (Emmendingen) „Behans“, 0,4 km N. — Gräber.
1954: Seit 1874 ist vom Osthang des Lützelberges ein alamannisches Gräberfeld be-
kannt, von dem bis heute rund 90 Gräber nachgewiesen werden konnten (vgl. Wagner 1
[1908] 196; Bad. Fundber. 16, 1940, 36).
Beim Aushub schmaler Fundamentgräben für einen Exhaustorturm wurden drei Gräber
angeschnitten, die aber aus Rücksicht auf die Fundamentierungsarbeiten nicht vollstän-
dig geborgen werden konnten.
Grab 1 : Schädel im Fundamentgraben zerstört; es konnten nur Teile des Unter-
kiefers, der Rippen und der Arme ausgegraben werden. Im Bereich der freigelegten
Skeletteile keine Beigaben.
Grab 2 : Nur der Oberschenkel eines jugendlichen Individiums und Röhrenknochen
von einem Kind konnten freigelegt werden.
Beigaben: 1. Scheibenfibel aus stark korrodierter Silberblechauflage auf Bronze-
scheibe z. T. ausgebrochen, auf der Unterseite Verschlußösen; eiserne Nadel nur noch
an Rostspuren erkenntlich. Die Silberauflage zeigt innerhalb eines doppelt gepunzten
Perlrandes und zweier Kreise einen kräftig gestalteten Vogel mit großem Schnabel,
Kopf nach links rückwärts gerichtet, auf gespreizten Zehen stehend. Zwischen Schnabel
 
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