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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 22.1962

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https://doi.org/10.11588/diglit.43789#0259

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Fundschau 1957—1959: Urnenfelderzeit

251

stehend noch fünf Beigefäße in situ angetroffen wurden. Weitere Scherben wurden aus
der durch die Baumgrube gestörten Südhäfte der Grabanlage geborgen. In der Südost-
ecke konnte der Standplatz der großen Eimerurne mit hinreichender Sicherheit ermit-
telt werden. Der Leichenbrand fand sich etwa in der Mitte der Anlage zwischen den
Gefäßen auf dem Boden niedergelegt.
Die teils in situ beobachteten, teils aus Scherben ergänzten keramischen Überreste er-
gaben einen Bestand von mindestens zwölf Gefäßen, von denen zehn wiederhergestellt
werden konnten.
1. Schlanke Eimerurne mit weiter Mündung, steilem Oberteil und Tonleiste mit Finger-
tupfen über der größten Weite; Rand durch Tupfen „gekerbt“; Unterteil durch
Schlickauftrag gerauht mit Knetspuren von Fingerspitzen; Oberteil und Innenwand
roh geglättet. Grob gemagerter, schwach gebrannter Ton von gelbbrauner Farbe mit
dunklerer Flammung; H. 57 cm, Randdm. 51 cm, Bodendm. 17 cm (Taf. 84, 1).
2. Kegelhalsurne: scharf profilierte, etwas gedrückte Form mit geknickt einschwingen-
dem Unterteil, auf der Schulter drei flache Horizontalriefen; schwach gemagerter,
schluffiger Ton von durchgehend graubrauner Farbe; H. 22 cm, Randdm. 17,2 cm,
Bodendm. 8 cm (Taf. 84, 2).
3. Dünnwandiger, doppelkonischer Becher mit Schrägrand und kräftiger Horizontal-
riefe über dem Umbruch; feinsandig gemagerter Ton von graubrauner Farbe;
H. 8,8 cm, Randdm. 12 cm, Bodendm. 4,3 cm (Taf. 84, 3).
4. Knickwandschale aus feinsandig gemagertem Ton von graubrauner Farbe mit dunk-
leren Flecken; die leicht angedellte Standfläche durch flache Riefe abgesetzt; H. 6,4 cm,
Randdm. 19 cm, Randdm. 6,2 cm (Taf. 84, 4).
5. Knickwandschale mit deutlich einschwingendem Unterteil und eingedelltem Boden;
Schulter gegen den Umbruch durch ganz flache Riefe abgesetzt, Umbruchkante
kräftig gekerbt; feinsandig gemagerter Ton von dunkelbrauner Farbe mit schwarzen
Flecken; Innenseite gleichmäßig rötlichbraun; H. 6,8 cm, Randdm. 19,2 cm, Boden-
dm. 5,7 cm (Taf. 84, 5).
6. Knickwandschale mit leicht eingezogenem Unterteil und ebenem Boden; feinsandig
gemagerter Ton von gleichmäßig graubrauner Farbe; H. 5,8 cm, Randdm. 16,4 cm,
Bodendm. 4,5 cm (Taf. 84, 6).
7. Knickwandschale aus feinsandig gemagertem Ton von gleichmäßig dunkelbrauner
Farbe; H. 5,8 cm, Randdm. 15 cm, Bodendm. 3,4 cm (Taf. 84, 7).
8. Flau profilierte Knickwandschale aus stumpfem, feinsandig gemagertem Ton von
schwarzbrauner Farbe; H. 5,3 cm, Randdm. 14,5 cm, Bodendm. 4,5 cm (Taf. 84, 8).
9. Scharf profilierte Knickwandschale, Schulter durch zwei Riefen gegliedert, Boden-
kante durch zwei Riefen abgesetzt; sandig gemagerter Ton von hellbrauner Farbe
mit dunkleren Flecken; H. 4,8 cm, Randdm. 14,2 cm, Bodendm. 4,2 cm (Taf. 84, 9).
10. Scharf profilierte Knickwandschale, Schulter durch eine, Unterteil durch vier flaue
Riefen gegliedert; sandig gemagerter Ton von graubrauner Farbe; H. 4,5 cm, Rand-
dm. 12 cm, Bodendm. 3,5 cm (Taf. 84, 10).
11. und 11a. Scherben eines dünnwandigen Gefäßes, wohl Kegelhalsurne mit breiten
Riefen und einem Buckel (Taf. 84, 11. 11a).
 
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