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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 22.1962

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https://doi.org/10.11588/diglit.43789#0273

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Fundschau 1957—1959: Hallstattzeit

265

Feuerstellei: Ovale Form von 0,9 x 0,60 m mit flacher 0,10 m tiefer Mulde, durch
Feuer rot verfärbter Boden.
Funde: Ein nicht datierbares Scherbchen (Sn 59/47).
Feuerstelle 2: Quadratisch 1,20 x 1,20 m, im Schnitt flachsohlige Mulde von noch
0,32 m Tiefe. Obere Schicht von 0,10 m Dicke zeigte starke Brandeinwirkung und blieb
fundleer. Darunter schwarze, fettige Einfüllung mit Scherben und Tierknochen, viel-
leicht ursprünglich Abfallgrube.
Funde: 1. Stark ergänzte, grautonige Fußschale mit leicht eingezogenem Rand;
H. 11,5 cm, Randdm. ca. 27 cm; Bodendm. ca. 10 cm (Sn 59/48) (Taf. 94, 8). — 2. Rand-
stück einer sehr grobtonigen, flachen Schale mit leicht nach innen verdicktem Rand
(Sn 59/49) (Taf. 94, 3). — 3. Randstück einer flachen, grautonigen Schale mit leicht aus-
biegender Mündungspartie (Sn 59/50) (Taf. 94, 4). — 4. Ähnliches, nur etwas dickeres
Randstück als Sn 59/50 (Sn 59/51) (Taf. 94, 5). — 5. Randstück eines innen grauen,
außen rötlichen, bauchigen Gefäßes, horizontaler, gedrehter Rand, durch eine leichte
Einkehlung, dünneren Ton und leichtes Ausbiegen von der Wandung abgehoben (Sn
59/52) (Taf. 94, 11). — 6. Randstück eines groben, schwarztonigen Gefäßes mit getupf-
tem Rand, leicht nach außen geschweiftem Hals, an dessen unterem Ende Fingertupfen
(Sn 59/53) (Taf. 94,10). — 7. Graues Randstück ähnlich Sn 59/53 (Sn 59/54) (Taf. 94,1). —
8. Im Ton grauer, außen rötlicher Wandscherben, verziert mit einer Reihe von unten
her geführter, flacher Einstiche (Sn 59/55) (Taf. 94, 9). — 9. Im Ton graues, außen röt-
liches, leicht ausbiegendes Randscherbchen aus feinerem Material; auf der Außenseite
tiefe Verstrichspuren (Sn 59/56) (Taf. 94, 7). — 10. Feines, graues Scherbchen mit leicht
ausbiegender Mündung (Sn 59/57) (Taf. 94, 6). — 11. Unverzierte Wandstücke meist
grober Gefäße, zu denen wohl auch die oben beschriebenen Randscherben gehören
(Sn 59/58).
Feuerstelle 3: Rechteckige, rötliche Verfärbung von 1 x 0,80 m, nur noch 0,05 m
eingetieft.
Funde: 1. Dunkelgrauer, sorgfältig geglätteter Randscherben, nahe der Mündung
weich ausbiegend, in der Außenkehle eine kantige Leiste mit schrägen, breiten Ab-
strichen (Sn 59/59) (Taf. 94, 2). — 2. Vier Scherben eines birnenförmigen Gefäßes aus
hellgrauem, grob gemagertem Ton mit kurzem, leicht ausbiegendem, schmalerem, ge-
tupftem Rand. Die Außenseite rötlich mit flächendeckenden, groben Tupfen (Sn 59/60)
(Taf. 94, 12). — 3. Wandscherben eines rötlichen, gut geglätteten Gefäßes (Sn 59/61).
Feuerstelle 4: Rechteckige, rötliche Verfärbung von 0,90 x0,80 m, noch etwa
0,05 m in den Kies eingetieft.
Funde: 1. Wandscherben von gut geglätteten, hellen Gefäßen (Sn 59/62). — 2. Wand-
scherben heller Gefäße (Sn 59/63).
Feuerstelle 5: Durch Planierraupe fast völlig zerstört, nur noch Reste in einer
Breite von etwa 1 m erkennbar. Keine Funde.
Tierknochen.
Mtbl. 134/8118 Engen. — Verbleib: Hegaumuseum Singen.
(Wissert, Gerbig, Aufdermauer)
 
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