Aufdermauer, Jörg; Baden-Württemberg / Amt für Ur- und Frühgeschichte [Editor]
Badische Fundberichte / Sonderheft: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens: Ein Grabhügelfeld der Hallstattzeit bei Mauenheim: Ldkrs. Donaueschingen — Freiburg i. Br., 3.1963

Page: 28
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0.5
1 cm
facsimile
Do 58/204: 1
(Taf. 10,15)

Do 58/205:1
(Taf. 10,16)
Do 58/206:1
(Taf. 10,14)
Do 58/207:1
(Taf. 10, 8)

(Taf. 10, 9)

Do 58/208: 1
(Taf. 10, 7)
Do 58/209:1
(Taf. 10,10)

Do 58/210: 1
(Taf. 10, 2. 3)

Do 58/211:1
(Taf. 10,11)

Do 58/212: 1
(Taf. 8, 4. 5. 6)

Do 58/213:1
(Taf. 10,18)
Do 58/214:1
(Taf. 10,19)

Do 58/215

Grab 2:

Im Querschnitt ovaler Bronzehohlring mit Steckverschluß; auf beiden Enden ein
kleines, pilzförmiges Knöpfchen aufgenietet. Der erhaltene kleine Ringteil in Kunststoff er-
gänzt; erg. Dm. 6,5 cm, Di. 0,8 cm.

Bronzehohlring der Form Do 58/204: 1; Dm. 6,5 cm.

Reste eines einfachen Bronzehohlrings mit Steckverschluß.

Bronzenadel mit einem aufgesteckten, linsenförmigen Lignitköpfchen, das obere Ende
der Nadel angelartig verdünnt; durch den entstandenen kleinen Absatz wird das Köpfchen
am Abrutschen gehindert; L. 7,4 cm, Di. 0,15 cm, Dm. des Köpfchens 0,7 x 1,1 cm (vertikal
und horizontal gemessen).

Zwei Nadelschäfte. Bei beiden ist die dünne Angel oben gespalten und die beiden Hälf-
ten auseinandergebogen, um ein Herabfallen des (nicht gefundenen) Köpfchens zu verhindern;
L. noch 4,7 bzw. 5,3 cm.

Reste einer zweischaligen Hohlkopfnadel. Ein Stück des Schaftes ist erhalten; die Reste
der beiden Schalen wurden bei der Präparation auf einen Wachskern geklebt.
Nadelschaft der Art Do 58/207: 1 ohne Köpfchen. Der Absatz vor der Angel ist flach
gehämmert. Das letzte Stück der Angel läuft spitz zu, wahrscheinlich stand es frei aus dem
Köpfchen heraus und oxydierte deshalb schneller; L. 7,8 cm.

Zwei Hohlkopf nadeln. Bei einer sind die beiden Schalen erhalten und stecken noch
auf dem Rest des Schafts, der dicht unter der unteren Schale flachgehämmert ist, wodurch
ein kleiner Absatz entstand. Die Schalenreste der zweiten Nadel wurden auf die originale
Füllung aufgeklebt (Bienenwachs?). Der Querschnitt beider Nadelköpfe ist linsenförmig;
Dm. 1,5 x 1,9 cm.

Kleines, offenes Bronzedrahtringchen mit einer außen umlaufenden Horizontal-
rille; das eine Ende leicht zugespitzt; Dm. 0,9 x 1,0 cm.

Zum Gürtelblech gehörend?

Zwei Hohlkopf nadeln. Beide Köpfe sind fast ganz erhalten, der eine hat mehr kugelige,
der andere flach linsenförmige Gestalt, bei beiden ist die Füllung erhalten. Die Schäfte bilden
unter den Schalen einen kleinen Absatz; L. noch etwa 4,0 bzw. 7,4 cm, Dm. des Köpfchens
1,3 x 1,5 bzw. 1,2 x 1,9 cm.

Streuscherben im Grabinnern: Teile eines Bechers aus rötlich gebranntem Ton, mit
steiler Wand und leicht ausbiegender Mündungspartie. Hallstattzeitlich?
Streuscherben eines leicht gebogenen, grauschwarzen Randstücks mit roter Mündungs-
lippe, aus ausgelaugtem, grobem Ton. Auf der konkaven Außenseite scheint ein schmales
Band aus drei parallelen, vertikalen Ritzlinien zwei verzierte Felder zu trennen: das linke wird
durch Ritzlinien in kleinere, mit eingestempelten Punkten gefüllte, horizontale Felder auf-
geteilt, in der rechten beginnt in der linken oberen Ecke eine diagonale Ritzlinie. In den Ritz-
linien haben sich Spuren von Weißinkrustation erhalten. Rand eines Tellers oder Deckels
ähnlich Taf. 1,7?

Einige kleine, wohl urnenfelderzeitliche Wandsdierben, gefunden unter den Begrenzungssteinen der
Steinpackung.

Brandgrab. Außerhalb der Westwand von Skelettgrab 1, etwa 0,25 m höher als das Skelett standen aufgereiht
fünf größere Gefäße und zwei kleine Graphitschälchen, alle stark zerdrückt. Die Graphitschälchen hatten wahr-
scheinlich in den größeren Gefäßen gestanden. Dicht nordwestlich von dieser Scherbengruppe lag ein zusammen-
gefegter Holzkohlehaufen, sichtlich Scheiterhaufenreste. Holzkohlehaufen und Scherbengruppe waren bei der
Anlage des Skelettgrabs geradlinig angeschnitten worden. Das unmittelbar neben dem Holzkohlehaufen stehende
Kragengefäß (Taf. 11,6) enthielt den Leichenbrand. Es war mit der Schale (Taf. 11, 8) zugedeckt gewesen.
Zwischen den Scherben und dem gewachsenen Boden lagen noch 0,10 bis 0,12 m der grauen Grundschicht.

Es war nicht ganz sicher festzustellen, ob das Grab in einer flachen Mulde dieser Schicht lag, also in diesem Fall
wohl in sie eingetieft war, oder auf ihrer Oberfläche, da die Grenze zwischen Hügelschüttung und grauer Deck-
schicht schwer zu erkennen war.

Funde:

Do 58/216: 2 Gedrungenes, wenig ergänztes Kragengefäß (Gef. 3, Urne) mit kurzem, steilem, beid-

(Taf. 11,6) seitig graphitiertem Rand, niedrigem, stark eingezogenem Fuß und weiter Mündung. Die

Schulter umläuft ein Zickzackband aus etwa 0,9 cm breiten, sehr flachen, graphitierten Riefen,
in dessen obere Zwickel die gleichen Riefen als Winkel eingezogen wurden, so daß sich ober-
flächlich gesehen ein doppeltes Zickzachband ergibt. Zwei Horizontalriefen grenzen die Schul-
ter nach unten ab. Die obere Gefäßhälfte trägt sehr geringe Reste einer roten Grundierung;
H. 18,0 cm, Randdm. 24,4 cm, Bodendm. 9,6 cm.

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