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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 23.1967

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https://doi.org/10.11588/diglit.44899#0251

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Fundschau 1960—1963: Urnenfelderzeit

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Das Schwert scheint in zerbrochenem Zustand geborgen zu sein und ist an drei Stellen
modern geschweißt; L. 77,2 cm, davon Griff und Ricasso 13,5 cm (Bü 61/1) (Taf. 89, 7).
Mtbl. 65/7213 Scherzheim/Bischweiler. — Verbleib: Stadtgesch. Slgn. Baden-Baden.
(Schneider, Hirth, R. Dehn)
Jechtingen (Freiburg) „Im Tal“, 1,6 km SO. Siedlung
1961: Außer den beim Rigolen der Grundstücke Lgb. Nr. 3415—3419 festgestellten
neolithischen und fundlosen Gruben (siehe unter Steinzeit) wurden auf dem Grundstück
Lgb. Nr. 3418 die urnenfelderzeitlichen Fundstellen 61/1 und 61/10 untersucht. Zeit-
stellung: Hallstatt A bis Hallstatt B 1.
Fundstelle 61/1: In einer Tiefe von 0,40 m zeigte sich ein Umriß mit einem ovalen
und einem rechteckigen Teil; Gesamtlänge 2,80 m, davon ovaler Teil 1,70 m und recht-
eckiger Teil 1,10 m, Breite des ovalen Teiles 1,60 m, des rechteckigen 0,70 m.
In einer Tiefe von 0,60 m ging der Boden des rechteckigen Teiles scharf abgesetzt in den
ovalen Teil über, dessen Tiefe bei 1,05 m lag. Der ursprünglich unregelmäßige Rand des
Ovals zeigte beim Tiefergehen senkrechten Abstich.
Die Einfüllung des rechteckigen Teils war graubraun verlehmt, Wand und Boden des
ovalen Teils waren grau eingebrannt. Er enthielt neben zahlreichen Scherben meist
verzierter Gefäße, einer Bernsteinperle und Tierknochen Holzkohlenreste und ge-
brannte Lehmstückchen.
Ob die Anlage als Herdstelle oder als Töpferofen anzusprechen ist, ließ sich nicht ein-
deutig klären.
Funde: 1. Randstück eines schwarzen, glatten Zylinderhalsgefäßes; errechn. Randdm.
30 cm (Fr 61/1) (Taf. 92, 1). — 2. Randstück eines schwarzen, glatten, mittelgroßen
Gefäßes (Fr 61/2) (Taf. 92, 2). — 3. Randstück eines schwarzen, glatten (Schulter- ?)
Bechers mit breiter Innenrandkannelur; errechn. Randdm. 16,8 cm (Fr 61/3) (Taf. 92,
3). — 4. Oberteil eines graubraunen, steilen Bechers mit schmaler Innenrandkannelur
und sieben umlaufenden Rillen auf dem Halsfeld; errechn. Randdm. 12 cm (Fr 61/4)
(Taf. 92, 4). — 5. Wandscherben eines graubraunen, mit Schmalriefen verzierten Ge-
fäßes (Fr 61/5) (Taf. 92, 5). — 6. Oberteil eines grauschwarzen, feintonigen Schulter-
bechers mit sechs umlaufenden, feinen Rillenpaaren, die durch je drei senkrechte Rillen-
paare unterbrochen sind; Schulter durch seichte Kannelur abgesetzt und mit schrägen
Einstichen und gegeneinandergestellten Ritzlinien verziert; errechn. Randdm. 14,6 cm
(Fr 61/6) (Taf. 92, 6). — 7. Wandscherben eines grauschwarzen, glatten Schulterbechers
mit gegeneinandergestellten Ritzliniengruppen auf der abgesetzten Schulter (Fr 61/7)
(Taf. 92, 7). — 8. Wandstück eines schwarzen, glatten Schulterbechers mit feiner Ritz-
linienverzierung (Fr 61/8) (Taf. 92, 8). — 9. Randstück einer grauschwarzen, innen
glatten Schale mit breiter Innenrandkannelur, darauf Zickzacklinie, in der Schale um-
laufende Reihe hängender, schräg schraffierter Dreiecke, Ritzlinien weiß inkrustiert
(Fr 61/9) (Taf. 92, 9). — 10. Randstück einer außen grauen, innen schwarzen Schale mit
eingeritzter Zickzacklinie auf der Innenrandkannelur und geritztem, weiß inkrustiertem
Sanduhrmuster im Schaleninnern (Fr 61/10) (Taf. 92, 10). — 11. Randstück einer grau-
braunen Schale mit eingeritzter Zickzacklinie auf dem Rand und Sanduhrmuster im

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