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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 23.1967

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https://doi.org/10.11588/diglit.44899#0267

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Fundschau 1960—1963: Römische Zeit

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Hüfingen (Donaueschingen) „Galgenberg“, 1 km W. Siedlung
Vgl. Aufsatz P. Filtzinger, Kastell Hüfingen im Luftbild, in diesem Band, S. 107 ff. und
Taf. 50—64.
Mtbl. 120/8016 Donaueschingen. (Revellio, Filtzinger)
Ihringen (Freiburg) „Staatacker“, 2 km SW. Siedlung
1962: Etwa 50 m vom südlichsten Vorsprung des Kaiserstuhls am Fuß des Winklerberges
(Fohrenberg) wurden bei der Verbreiterung des Riedkanals (Krebsbach) in der Böschungs-
wand Siedlungsreste angeschnitten. Der fest gefrorene Boden und große Aushubmassen
verhinderten eine völlige Freilegung (siehe unter „Steinzeit“).
Fundstelle 62/1: Zwischen zwei 0,90 m breiten Mauerzügen aus kopfgroßen
Basaltstücken in Mörtelguß befand sich ein Estrich aus mittelgrobem Kies mit Kalk und
wenig Ziegelklein. Abstand der beiden Mauerzüge 3,80 m; über dem Estrich nach Osten
auskeilende 0,08 m dicke Schicht von Holzkohlenmull, darüber Trümmerschutt. Ober-
kante der Mauerzüge: —0,50 bis —0,60 m, Oberseite des Estrichs —0,75 m unter
heutiger Oberfläche.
Funde: Wandstück eines Sigillatabechers mit Glasschliff (Fr 62/24).
Fundstelle 62/2: Brunnen in Trockenmauerung aus Basaltstücken, oberste Lage
— 1,30 m, erreichte Tiefe —2,00 m. Sohlentiefe wegen Frostes nicht erreichbar.
Fund: Randstück eines grob gemagerten, rötlichen Gefäßes (Amphore?) (Fr 62/25).
Witterung und Stand der Krebsbachregulierung ließen eine völlige Untersuchung dieser
-Siedlungsfundstelle nicht zu.
Mtbl. 105/7911 Breisach. — Verbleib: MfU. Freiburg. (Schneider, Andernach, Unser)
Lahr, Stadtteil Dinglingen, „Mauerfeld“ — „Glockengumpen“. Siedlung
1954 erfolgte bei der Erschließung neuen Baugeländes die Erweiterung der Kanalisation
und der Ausbau des Feldweges Lgb. Nr. 5557 zu einer Verbindungsstraße zur B 3, heute
Schwarzwaldstraße.
Das Profil des Kanalisationsgrabens an der Nordseite der Straße zeigte Wegschotter:
0,10 bis 0,20 m stark, gelbliche, lehmig-sandige, fast fundleere Schicht: 0,60 bis 0,70 m
stark, dunkle, humose Kulturschicht mit zahlreichen Scherben: 0,50 bis 0,55 m stark,
darunter sandige Schicht: 0,20 bis 0,30 m stark, Buntsandsteinsand: 0,25 bis 0,50 m stark,
schwarzer Letten: etwa 0,30 m stark, dann bis unter die Grabensohle in 2,30 bis 2,50 m
Tiefe Buntsandsteinsand. Diese mehrfach gestörten Schichtablagerungen dürften Ablage-
rungen der Schütter sein.
Bei der Anlage von Versorgungsleitungen westlich der B 3 wurden in einem von Ost
nach West verlaufenden Arbeitsschacht von 2 m Breite und 7 m Länge in einer Front
liegende Quadern aus Buntsandstein in einer Tiefe von 1,05 bis 1,10 m angetroffen. Der
Abstand zwischen den fünf angetroffenen Quadern schwankte zwischen 0,70 und 1,70 m:
Quaderunterkante in 1,45 bis 1,60 m Tiefe. Unter dem mittleren Sandsteinblock zog in
1,60 m Tiefe ein Mauerrest aus Stampflehm und Kalksteinbrocken in nördlicher Rich-
tung. Die Sandsteinquadern können als Pfostengründungen angesprochen werden.

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