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Badische Post: Heidelberger Zeitung (gegr. 1858) u. Handelsblatt — 1923 (Januar bis Juni)

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https://doi.org/10.11588/diglit.15611#0335
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yevWandr KMenversorgung gefichrri.

tzL'

Eine Erklärung des Rcichskohlenkoll:miiiars.

^on unserer Berliner Redaktin».

Berlin, 24. Februar.

L.^tzter Zeit^behauptet. datz^die

>üit Gebiet nur etwa noch auf 4 bis 6

kr. > veriarnt ssi. Demgegeniiber wird vom Reichs-

verforgt . .. ___

nvtz. datz rion einer terminmätzigen Bewertung
-ie p "-^-rcen nicht gesprochen werden kann. Es könne

!»en- deutsche Kohlenversorgung, natiirlich mit

Mc, u b e r l a^°^ung. von der Eefahr eines Er 1 ah -
^ s?;/uatürl/a, ^ nrcht bedroht ist. Diese Ausrechterhal-
?°r>sowob' „T" ^.unter grohenOpfern möglich gewezen.
isseü-c/l u>eitsr i^j „ dcn verschiedenen Ländern Kohlen eingefiihrt
Mhs'°n Deurfml„^>?uch in allen lohlefördernden Ve.rieben im un-
°h: a °^u lonnat cheitestgehenden Matze die Produktion er-

Sos/« Z °! P a r7'^' in den Leständen fchon vor der Befstzung
Hio«. 's -am ^ ^?^en ist. Pom Beginn des Einbruchs der Frar
-.Mrsics? " o. ^ebruar. alio fast vier Wochcn lang, sind die fu
,^elgien bestimmt gewesenen Reparations

und ' ch'»??uar, allo fast vier Wochcn i-

!.i ch n in.s unt FÄ?^En bestimmt gewesenen _„_......

o h I e u „ - ^ Deutschland geführt wordcn, wodi.rch reich-
^iitzch°°^?'°ihe Bg?» » a te anges a m melt wurden. Schlietzlich


cehrunaen geiroffen worden, die durch eine plau°
und verschärfie Bewirischaftung auf wei-est-
hinwirlen. Nicht zuletzt kommt die gewal->ge
datz ^der Kohle in Frage. Zusammenfassend kann man

echx^Erteiisxt^ft utsche Kohlsnvsrsorgung 'zwar stark eingsschränkt
^usaw.u'pns.5u? aber in irgende'nem absehlaren Tcrmin von
oruch überhaupt'keine Rede sein lann.

'-i.ii

dkt s?Kp.zöWe Soldai - der MZchieße
Nnmu-- OenWvoWeher.

. ZLTMWK«

r.8 L-.^usveriruges bis 3ü. September 192- Koh°sm

i>E Eoldmar! beiragen davon die Kosten l->r

-m-m

Konfmr.Z öS:

Äi.x.

''sMißer.

Derlin, 24. FeSr. fEia. Drahim.) Unter dem Vorsitz des Reichs-
'ernährungsministers Dr. Lnther traien heute die Ernäh-
r u n g s m i n i st e r der Löndcr in Berlin zn einer Konferenz
zusammen, die sich mit oer Ernährungslage besatzte. Es wurde eine
Kommission eingesrtzt, die cinen Druck auf die Fleisch-
preife ausüben soll. Fn der Besprechung wurde vor allen Din-
gcn eine K o n t r o l ls des L e n e n s m i t t-e l h a n d e l s ner-
lanat, Lie Versorgung ter Bevölkerung mit Fleisch, Fett nnd Milch
müsse zu wenigstens einmcrn>atzen erträglichen Preifen möglich sein,
vor allem aber mützten üie Vfehpreiie eine Ermätzigung
erfahren.

Die Lage im OrienL.

Koustantinopel, 23. Febr. (Rcuter.> Ein Tslegramm aus Angora
besagt, datz der Rat der Kommissare geftern abend in fpüter Siunde
zu einer Einigung gekommen ist, bezügtich der An mp-ehlungcn
über den Laufanner Verirag, wrlcher morgen der Nationaiversamm-
lung unterbreitet werden joll. Es wird erwariet, Latz die Erötcrun-
gen am Moniag zu Ende gehen werden. Dann werde eine Note an
die Mächte gerichtet wsrden, die die äutzersten Zugeständ-
nisse, welche die Nationalprrsammlnng zu rrachen lereit sei, eni-
halten und erllören werde, datz man die Aktionssreiheit wisder in
Anspruch nehmen werde, salls Zugesiändnisse abgelehnt wiirdcn.


bereits bis zum 30.
ach le i i/,s n Mar! mehr a

Von d " ci ° m

? 'nno.cg Deutschland getätigten Sachleistimgen haben

l^nzöstick- nZ 1 erstörte Eebiet Frankreichs und der
in nso wenii^"^* bis heute noch keiiren Vsenrng erhatten,
? .^ranf eiwlische und amerilanische GlÄubiger. Alles

^lsrnris ,,.i?naen für — die Stärtung Lcs sranzöfijchen Mili-
M ^iir d ' b Jniperiatiswus.

ssullarden m non 8.4 Milliarden Eoldmark — 17 000

> . nuf -,v,ili^''^nmrk, die hauptsächlich der franzöfische Sol-
m n n>°nr Bodcn oer.-shrt hat, wäre Nordfran"

^Ngst nnd besser als vor dem Kriege

^rhergestellt worden.


poWsche Tagesschail.

Die «ationalsozialistijche Partei in Bremen scrbote».

Der Lremische Senat hat die Nationalsozialistische ArLeiterpariei
im Lremischen Staatsgeciet verboten und ihre bestehenden Oris-
gruppen auf Erund des Eesetzes zum Schutze der Nepublik mit so-
fortiger Wirkung aufgelüst.

Raschins Nachsolger.

Nach einer Meldung aus Prag wird als Nachfolger Raschins
aus Lem Posten des Finanzministers Ler friihere Ministerpräsident
Krammarsch und der srühere Finanzminijter Prof. Englisch
genannt.

Eine Beleidigungsklage des Kenerals Watter.

Aus Anlatz des Vortzehens des Eenerals Watter gegen die aus-
ständischen Ruhrarbeiter zur Zeit des Ka-p-Puisches Latte ein
„Vorwärts"-Re.akteur dem Gmeral Eid- und Veriassungsvruch vor-
geworfen. Jn Berlin fand nunmehr eine Beleidigungs-
klage gegen Len Redaüeur statt, der zulüOOOMark Eeld-
strafe verurteilt wurde.

dsr,LusiiamK' eine KneßHaKdimg

^8"-°"' 24,

^idu,

Appellgi;^^»»?^. Wie bereits kurz gemeldet, hat das New
. °dini^ festqeswa^bricht Ende Ianrar in einer gerichtlichen Ent-
^chen "Lusim„- die Versenlung des englischen Lunard-
^la" ^nrine " ' ^er bekanntlich ein Reservelreuzer der Lri-
Krip .'egsmg, und zur Zeit seiner Torpedierung, am 7. ONai
'ez,N'cht alg°^-Und Munition von Amerika nach England
Krs „ „ >si »TeerLuLerrerbrechen", sondern als eine regel-
uf.^anutlich j? ° udlung a'n'z usehen ist.

,°Usn!-Unia» .uie im Mai 191S erfolgte Torpedierung der
°ser ?"/el g„„.°?rch eaZ deutsche U. 20, eines der wicht>gften Agita-
^iär„°de ge„„„ 'p?. tnit dem die Stimmung in Amerika in matz-
de^ dcr aufgepeiischt uno schlietzl'ch die Krisgs-

^!on°1^e BEVn.gten Siaa en hirbeigefiihrt wur.e. Trotzde.m
^vs . g e n, a?»'/er vor der Bsnutz.mg des Dampfers durch Z.vit-
dl-Vn». . ^atte, weil er Kriegsmaler'al, Munilion, Tor-
, Ae - °U wurp/bteile an Bord sührte, ünd die Passagiere nur mit-
deEen ."m mit ihnen die menschengefährdende Bann-
^erii^? Kri'e„Ä^' also die Tor edierung der „Lusitan'a" -ine

lil' "Li,I!l"U> Ae>i->'si'. ^Pai"geeil, eu.p l-Ll c-c>cc-,ce ui.l „ec,

En.scheiüuna gefällt bat, datz die Verssnkung
i^dUtiZ-°chte der objektiven Wahrtzeit enisxricht, eins

^ Stück^'egshandlung war. Dc " " '

Kriegshetze gegen Deutschland

Damit bricht ein
wie ein Karten-

MschiM

(Wiederholt, da nur im einem Teil der gestrigen Auflagc.l

Wachsende Lrkemtiris in Amerika.

Ein Proteji vsn 14VS8 Amerikanern gegen den Ruhreinfak.

Eigene Drahtmeldung.

Was -ington, 23. Februar.

Von der allmählich dümmernden Erlennlnisi datz die Eewalt-
polikik Ler Franzosen unü Belgier den Zntevessen des ameriianischen
Volres zuwiderläust, legt eine KunLgebung Zeugnis ab, die im
Madison Square Earden stattfand und von 14 000 Personen —
Männern uno Frauen — Lesucht war. Dis Kundgebung richtete sich
ausschlietzlich gegen den Einbruch in das Ruhrgebiet. Es
wurde eine Entschlietzung angenommen, in der es u. a. heitzt, der
Einmarsch sei angetan, den Weltsrieden zu stören und stelle einen
Eewaltalt dar. Diese Folgewirlüngen tes Versailler Vertrages
seien nach Vuchflaben und Geist der ALsicht Amerikas entgegen -
gesetzt, die es klar verkiindete, sls es mit dem ausgesprochenen
Ziele in den Krieg eintrat, jedem Sysism des Militarismus und
Jmperialismus ein Ende zu setzen. Die Mashingtoner Regierung
wird gebeten, ihre guten Dienste anzubieten, um eine freundschast-
liche Lösung der deutsch-sranzö'sischen Schwierigkeiten zu finden. Es
wird angcrcgt, die Frage einer Körperschast .zu unterbreiten, die
— ghnl>ch wie die Haager Konserenz vom Jahre 1809 — für die
Regelung internationaler Streitigleiten zu bilden wäre. — Die
Versammlung war von einem unparteiischen Ausschutz sinberufen,
zu dem die Senatorsn Edge und La Follette gehören. E:n
in der Versammlung rerlesenes Telegramm des Senators Borah
Lesagt, der Einmarsch in das Ruhrgeviet haLe eine Lage geschaisen,
die auf Deutsche und Franzosen demoralisierend wirke.
Vorah würde es Legrützen, wenn die amerikanische Regicrung all
ihren Einflutz ausüote, damit auf der Kon'erenz eine befrieÄigende
Lösung der Reparationsfrage erzielt werde.

Erschwerle Emreise nach DeutWaüd.

Berlin, 23. Febr. (Eig. Drahtm.) Das Auswärtige Amt hat
die zuständigen Vertrster Deuischlands im Ausland angewiescn,
bis auf weiteres Sichtoermerke zur Einreise nach Deutschland
nur dann zu erteilen, wenn die Aniragsteller die Notwendig-

k e 'i 1 der Neise glaubhaft nachweksen könncn. Fur Vergnügungs-
und Desuchsreisen werden Sichtvermerke nicht erteilt. Bei
Reisen, die aus gesundheitlichen Riicksichten unternommen werden
sollen, erfolgt die Verteilung des Sichtvermerks nur, wenn ein
gleichartiger Kurort -im Ausland nicht oorhanden ist.

Reise Dr. Cunos nach Süddeutschland.

Berlin, 23. Febr. (Eig. Drahtm.) Reichskanzler Dr. Euno
wird in der nächsten Woche nach München und Stuttgart
reissn. um mit den siiddeutschcn Regierungen die aus Anlatz der
politischen Lage notwendigen Matznahmen zu beraten.

Badische PoUtik.

Der Vssuch der Etaatsxräjidenteii in Verlin.

Der Ladische Staatspräsident Remmele ist am Mittwoch von
einem Besuch dcs Rcichskanzlers zurückgekehrt. Der „Staatsanzeizer"
veröfsentlicht über die Reise folgcndes:

Die Besprechungen. dic in Fortsetzung der beim Karlsruher Be-
such dss Reichspräsidentcn Ebert gepslogenen Verhandlungen in
Berlin zwischen Reichslanzler Luno und Staaispräsidenien Rem-
mele stattsanden, bezogen sich auf die Besetzung badiickeA
Landes durch die Franzosen und auf die dadurch hervorgerufcncn
Erschwerungen des wirtschafilichen Lekens. Dabei wurpe' belannt,
datz die Möglichkeit einer «twaigen VerstLndigung in oer Frage der
Wiedereinstihrung der internationalen Züge bereits Eegensiand
internationaler, diplomatischer Erwiigungen gewesen sei. Die Ge-
walthaler in Franlreich haben es abcr abgelehnt, auf solche
Erwägungen einzugehen. Die Besatzungsbehörden terrori-
sieren im übrigen auch im besetzten badischen Eebiet die Behörden
des Reiches, des Siaates und der Eemeinden immer mehr und mehr.
Der Einstellung des Postwagenverlehrs für die Ladische Bevöllerung
schl'etzt sich neuerdings die Aufsorderung aus llnterstellung der
Genlarmerie und der gemeindlichen Polizei unter sranzösische Be-
fehle eürnbiirtig an. - Bevölkerung, Eendarmerie uno Polizei halen
sich gcgenüber den französischen Behürden ab-er nicht das ge-
ringste zu Schulden kommen lassen. Eleichwohl gefallen sich die
Bcsatzungsbehörden in fortgesetzten Demütigungen. Der Stants-
präsident erhielt lei den Verhandlungen in Berlin die Eewitzheit,

- atz die Reichsregierung, vor allem aber Reichslanzl^r Euno
selbst, für dis Sili'aiiöü des badischen Landes als Erenzland volles
V e r st ä n d n i s'Lekunden. Die Auffasiungen der badischen Regie-
rung üler die gelrosfencn und noch zu treffenden Abwehrmatznahmen
aehen mit denen der Reichsregierung durchaus einig. Die Ve-
sprechung zw'schen dem Reichslanzler und dem Staatspräsidenien
erstreckte sich auch auf sonstige innerpolitische Nrobleme.
Der Besprechung folgte eine solche mit dem Reichsprästdcnien und
später eine solche mit dcm preutzischen Minister des Znnern. Severing.

D!e Abänderung des Schulgesetzes.

Nachdem die Ladischen Lehrerinnen zur Abändervng
s des Schulgesetzes Stellung und dem Landtag Vorschläge
i dazu unterbreitet hckben, hat auch der Verein badischer Schul»
a u f s ich t s b e a m te n an Landtag nnd Regierung Vorschläge oe-
mackt. Jn ihrer Einga""L weisen diese Schulbeamtcn auf die durch
Reichs- und Landesqesetz vorgenommenen Aenderungen auf dem
Eebiet des Schulwssens hin und halten es fiir zweckmätzig und er-
forderlich, datz ein neues Schulgesetz baldigst eine llare und
sicherr Reichsgrun>Iage schaffen sollte. Falls ein solches Eesetz nicht
erlasien werd-en könne, sollte wenigstens durch ein Uebergangs»
gesetz die Materie geordnet werden.

Aus Baden.

Die Bcsetzung des Vezirksämts OsfenLurg.

0 OllenSurg, 28. Feb-r. Uebcr dre Beletzung tes Bezirks»
amts Offenburg, bi« nach Lcr AuSweifuns des Amtmanns Peter
crfolgte, werden letzt rvrch .n-cthcre EinMhciten bckannt. die daS brmale
Boogclien der Franroscn im neubcsctzien bai>ischen Gebiet auks nene fcharf
beleuchten. Nachdem Am-tmann Peter sich schriftlich geweigert batte,
einenr Vvrladungsbesebl der Fransvfen Folge zu Iciiten. würde das Be-
zirlHamt von ungsfäHr ZO So.ldaten mtt anfgc'vilanetein Baionctt beietzt
und von allen Seiten blockiert. Ern Offizier erfchien mit cincm Soldaten
im AmtZzirnmer vrn Amtmann Pcter und frug ibn. ob Sr ietzt bereit kci,
mit in das französischc Ouartier, Las sich im RatbauS LcsinLct. zu kom-
men. Ilmtmann Pster muhte sich der Gewalt füsen und ivnrde ubgcsiilirt.
Sämtlicher Derkedr mit dcm Bezirksamt war nun burch die französiiche
Wache alorschnttten. Auf dcm RathanS vcrlangte ein iranzösischer
Offisier die Bestras'ung Peters wegen der Nichtbesolgung dcs Vorladungs-
bcfcbls. Der MeinlanL-Delegiert'e sing iedoch darauf nicht oin, sonperw
eröffnete bem Amtwann Peter. dab er ansgewiesen lei. Er sollc Lcr
badischcn Regieru.ng müteilcn. da,s Bezirksamt Offenüurg sei und^bl-ei-Se
Les-etzt, bis die badilchc Ncgicrung einen Bcamten schicke. der dcnMkcsehl
der N>bcrnland-KoMmission Folge lciste. Amtmann Peter crklärtMDicrauf
öem Älbeinlanö-DeloNsrten, dast dies niemals der Fall !ein wcrde.
WArend sich Lielcr Vvrgang im Ra-tbaus abioieltc. wurden dic Be-
amten des Bezirksamts bu.rch cincn franzvsischcn Ofsizier mit
mcbrercn Mann hinausgetrieben: dabci wurden bie männlichcn
Bcamtsn körverlich durchffncht. Jnzwiichen battc sich vor dem Bczirksamt
erne grStze-rs Menschenmenge eingefunden. Die Franrosen lietzen eine

?>de^isgesch^

^rden gesckrieben heule mehr denn in irgend
jb„_ >4e >ind gut. Manche tragen aber Mängel mit stch
Mes ?.sche>nt längere Lebensdauer alsprechen. Es gehört,
^eib/Nch vertv^b Zum guten Ton, sich mrt der Geschichte eines
^ Dgg' - ^u machen und darnach etwas zusamm.nzu-

^ief^"i>ier, ^Lebliche Arbeit. Schade um das teure Schreib- und
in n" vertan wird. Andere aber schiirfen in die
derglx^'^ Brerte, haltsn weithin Umschau, suchen und

aus dem badWrn Ostsrankenland.

Von Eustao HeyLach.

,"-rei's>°^trach?„°>ch°u und nehmen Gegebenes imter die krrtischs
Friive^" >n mit wisienschastlich geschultem Auge und

^ibi^Mgen un>>"!S"^licher Eelehrtensprache mit unendl:ch vielen
Us auf ipi„^erweisen, so tatz man gezwungen ist,' eine halbe

D»lt zu Cchre-btisch zu legen, ehe man beginnen lann,

»ü e>„'"> dein Auch hiet mutz der Heimatsucher sa-en:

^ wilin' Aeinen Z iührt nicht znm Herzen des Volkes, er führt
tz Danir °ber h>u. du

^UNd'v.!°lber^''^ tsber die dritten. Iene Menschen, in denen die
Eeel-in denen Heimailiebe glutct wie im Waid-
^dgA^ch'chten nE Meilers, der Kohlen brennt. Sie schrerbcn auch
dstt »nh. . ttzre Snrncke iit P!N Kubeln. ibre Morie sind

!o

tzÄNe^n^^uisch^ Ortsgejchichte erfchcint, dann schaut man sie
^ ^Eiirli^, ?>Lg ^ qi>,--.giüsig "un der Band stark uns das Formai
bo man "ck' und schmal ausgesallen sein, un>

man sich elwas kr'tsi^em^ AmbroMS^Gotz^>^

s->«- 8.KK-i NÄL I,-.'.

rchengejchichte Oslsrankens) in die Hande ^44 Seste
Aiiid?" uutzerlich betrachtet em ! „^gnqsplan.verfey ^gzes
llu » O gejchmückt. mit einem löemariung ^rzngüch ange
ff^-^uellenangabe sehlt ebenfow-ncg «'L^ungen. die M erü
V'Ü°-r und eine Sammtung von Berick'Uö ^r w«n-

dem Lejen der Korrektnrsahnen. goli we>i ans. L^^en-

dert^ ^ ^alt jelbst, Der ^^ Fra ,

zeit uns durch die Romerzeit Voi.er ^ bejonoe.^ ^

Mitel zu nennen: Der Pseisser von^NiU^^^^ mur^, ^ ^

ungebebenen Zahlen als ubertriebcn werden un „

M Pest ahre vor dem Dreihig ahrigen Kr'.Ltze tzreitemRLO
Not der Kriegsjahre nnd die Leschuyre

^ichvpsend behandelt mit einem lleL-rgrill au,

Nachbarorte, Lssonders Buchen wird Lfters erwähnt, um als Ver-
gleich herangefiihrt zu werden. Bis in die neuefte Zeit hinein ist
die Eeschichte Les Ortes fortgeführt, bis zur Ehrentasel der Krieger
des Weltlampfes 1914/18. Hier iat mir die Bemerlung weh. iatz
der Versasser bitiet, mangelhafle oder irrige Angal-en z.i en schul-
digen. Ein solches Tun — das Gedächtnis der Helden des letzten
Krieges zu wahren — ist doch so heilig und so ernst, datz hier un-
bedingt äutzerste Eenauigkeit häite wacien miisie.i. Lr sgesch'cht.n
werden nicht alle Jahre wieder gedruckt, datz man falsche Angaben
berichtigen iann. Die Eeschichte der Erundherrschaftcn nimmt auch
ein namhaftes Stück der Eeschichte ein.

werten

Einrich „ , . „ . . . .

hältn-sse der Dorsbewohner, Rechtspflege und Steuern, Frondiensti,
Matze und Eewichte, Kirche und Schule und sittliche Zustünde und
Volksleben sind Ueberschriften über die einzelnen Kapiiel.

Jch sreue mich. datz Götzelmann, ein ei r gor HKina fmscher,
seinen heimatlichen Fliirnamcn e nen so breiien Naum zuwies, w.im
ich es auch lieber gesehen hätte, wenn er eine Tabelle angelegt hätle,
wie der üelannle Heimatsorscher Kemm in seinem Buch „Burg
und Dorf Eraüen". Es würe bedeütend iibersichtlichcr gewsien.
Anzuerlennen ist, datz wenigstens einige dcr Flurnomen erkiärt und
erläutert sind, was sich manche aus Bequeml chkeit schenken, deNn
das Erklären der Flurnamen ist keine leichte Aufgabe und ersordert
viel Zeit und Studium.

Vom Volksleben weitz der Bii-rgermeisiersohn Hainstadts viel
zu erzühlen. Hierfür sei ihm viel Dank gesagt, denn Heimatkunde
und Heimatforschung soll sich nicht nur mit.der Kenn-'nis der vcr-
handenen steinernen'Denlmäler aus vergangener Zeit befaffen, nein,
auch das Leben und Treiben des Volkes bietet so viel Schönes, katz
man seine Freude daran haben mutz, und ss ist mit grotzer Freude
wahrzunehmen, dah man auch hier die faischen Pfade oerläht nnd
den rechten Weg einschlägt. Die Familiennamen des Ortes werdon
angesiihrt und erklärt. Das erste Austreten der Namen mit Jahres-
zahlen angeführt, so datz mancher sehr le'cht seincn Stammbaum
aufstellen kann, was eigentlich jeder tun sollte. Sittcn und Bräuche
werden angeführt und gedeutet. Auch der Volksmedizin ist nicht
vergesien.

Einen wertvollen Veitrag für die Stellung der Bildstöcke führt
der Versasier an, indem er die im Volk sich befindlichcn Erklärungen
aufzeichnete und uns so manchen Bildstock, dessen Lage sern vom.
Dorf und fern der Stragen, zu einem Gedenkstein w rden lätzt. Herrn
Max Walther in Ernsttal, dem eifrigen Heima forscker des Oden-
waldes, verdanken wir die erste grötzere Arbeit. Hier finden wir die
Arbeit Walthers weitergeführt im Osifrankenland.

Datz die Erforschung der Dialekte mancher Gegenden einen bc»
sonderen Reim ia stch birgt, rst bekannt. Wir kennen den bekanntea

Dr. Meisinger, der eine Disier'aiion Lber die Sprache seines Heimai-
ortes Rapxenau geschrieben hat und wiirdigen se'ne Verdienste, die
er sich durch die "Erforschung der Munyart des Raulan^es erwarb,
hier im Buche finden wir weiteres Mater'al. Sprachl'che Eig.'N-
arten und Besonberheiten stnd gesammelt in grotzer Zahl und der
Sprachsorscher lann hier aus dem Voll-n schöpfen. Die beigefügte
Dialektvrobe zeigt die Eigenheit der Sprache in einer sehr treff-
lichcn Form.

Kinderspiele und Kinderlie>er lauschte Eötzelmann dem Volke
ab und trug sie hicr zusammen, so datz wir eine Freude daran haben.

Wenn wir um ein Eesamturteil des Buches gebetsn werden,
so müssen wir beachten, datz glühende Heimatliebe das Duch schrieb,
datz also manches etwas breit und lang erzählt ist, während manckes
andere etwas kürzer abgehandelt wurds. Jm grotzen und ganzen
aber sind wir um ein gutes Heimatbuch reicker geworden, wenn auch
oft die etwas tröckene Schreibweise des Verfasiers stört.

Die Anlage des Buches ist eins glückliche. Vedingt durch die
Notzeit unserer Tage ist dis Drucklegung auf geringes Pa^ier. Ve-
son^ers ersreulich sind die Schluhvignetten, die die einzelnen Ka ilel
abschlietzen, die aus der Zeitschrift „Frankenland" eninommen sind.

Dem Vrrfasser möckten wir das Fonlanewort sagen als Dank:
„Der ist in tiefster Seele treu, der die Heimat liebt wie du!"

Sie Srlden aa der Ruhr.

Mutter, erheb' dein gebeugtes Haupt!

Mas du zerbrochen, verloren geglaubt,

Das strahlt durch die Nacht — wie Heil'g-enschein
Ueber Mariens Kindelein.

Aus -dem Dunkel, das dein Volk bedeckt,

Hat es sich plötzlich hochgereckt.

Von Männern ohn-e Maffen und Wehr
Kommt das schimmernde Leuchten her.

Auf schwieligen Zänden, im Alltagsgewand
Br'ngen sie deinem armen Land
Sein heiligstes Eut, der Vorzeit Elück,

Seine verjunkene Lehre zurück.

Mutter, du kannst nun aufrecht gehn,

Wie uns d-ie Stürme auch wild umwehn:

Deine Kinder heben ihr junges Gesicht
Wieder empor zu reinem L i ch t.

Solang' dein-e Kinder noch Helden sehn,

Wird deutsche Ehre nicht untergehn.

! ->>- , MUra pritLoü.
 
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