Rudolf Bangel <Frankfurt, Main> [Hrsg.]
Verzeichnis über Gemälde älterer und moderner Meister, Radierungen, Kupferstiche etc.: u.a. aus dem Nachlass einer Frankfurter Dame sowie im Auftrage des Herrn Justizrat Dr. J. R. Schmidt, Gera : hochkünstlerische Emailarbeiten, Antiquitäten, Kunstgegenstände dabei aus Japan und China : Münzen, Medaillen und Petschafte von Privaten und Sammlern : Versteigerung in Frankfurt am Main, Dienstag und Mittwoch, den 28. und 29. Mai 1907 (Katalog Nr. 689) — Frankfurt a. M., 1907

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Verkaufs-Ordnung.

Die Versteigerung geschieht nach der Reihenfolge der Nummern,
doch behält sich der Unterzeichnete ausdrücklich das Recht vor, auch
ausser der Reihe zu versteigern.

Dienstag von No. 1—295
Mittwoch von No. 296—Schluss.

ßedingungen der Auktion.

Nur den mit Katalogen versehenen Personen ist der Zutritt
zur Ausstellung und die Beiwohnung der Auktion gestattet.

Die Versteigerung findet gegen Barzahlung statt. Der Steigerer
hat ein Aufgeld von 10 °/o des Steigpreises zu entrichten.

Gebote bis zu Mk. 20.— können mit Mk. —.50, bis Mk. 100.— mit
Mk. 1.—, über Mk. 100.— mit Mk. 5.— mindestens abgegeben werden.

Wenn zwei oder mehrere Personen zugleich ein und dasselbe
Gebot abgeben und die Aufforderung zur Abgabe eines höheren Gebots
erfolglos bleibt, entscheidet das Los. (Verordnung vom 10. 7. 02.)

Sofern nicht ein anderes Übereinkommen getroffen ist, steht dem
Auktionator das Recht zu, Gegenstände, welche innerhalb 24 Stunden
nach Ablauf der Auktion nicht bezahlt sind, für Rechnung des Steigerers
auf die ihm am geeignetsten erscheinende Art weiter zu verkaufen,
ohne den Schuldner davon zu benachrichtigen. Für einen etwaigen
Mindererlös ist derselbe ’haftbar, während er auf Mehrerlös keinen
Anspruch hat.

Die Gegenstände gehen beim Zuschlag in Rechnung und Gefahr des
Steigerers über. Die Aufbewahrung bis zur Zahlung und Abnahme
geschieht mit möglichster Sorgfalt, jedoch auf Gefahr des Steigerers. —
VVährend der Dauer der Auktion ist der Auktionator nicht verpflichtet
Rechnung zu erteilen, oder Ersteigertes, sollte es gieich bezahlt sein,
abzugeben.

Die Gegenstände werden ohne Garantie und in dem Zustande
verkauft, in welchem sie sich befinden. Reklamationen nach erfolgtem
Zuschlag können nicht berücksichtigt werden, da die Ausstellung
Gelegenheit zur Prüfung bietet.

Die Grössen der Kunstwerke sind, ohne Rahmen, in Centimetern
angegeben: die erste Zahl bedeutet die Höhe, die zweite die Breite.

Aufträge und Gebote werden angenommen und durch zu-
verlässige Kommissionäre gegen die übliche Provision auf das
Gewissenhafteste ausgeführt.

Als vereinbarter Erfüllungsort für alle Verpflichtungen der Käufer
gilt Frankfurt a. M.

Telephon 547.

Rudolf Bangel.
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