II. ABTEILUNG.
Skulpturen in Holz und Stein etc.
221' Madonna mit Kind. Die streng frontal sitzende Madonna hält das Kind auf ihrem linken
- Arm. Die Einfügung des spielenden Kindes entspricht in der Strenge der Komposition dem Ideal
der romanischen Epoche, wenngleich die Loslösung von der starren Form schon beginnt.
Fast vollrunde Figur in vollkommen erhaltener, alter Bemalung, mit reichem Gold- und Ornament-
schmuck.
/$tTO-
Nichts ergänzt, alles Original, auch der Sockel. Linden- oder Pappelholz. Höhe 66 cm.
Südfrankreich 13. Jahrhundert. /^
Die Figur, die ein vorzügliches Stilbeispiel des hohen 13. Jahrhunderts ist, hat ihre nächsten Verwandten
im Kaiser-Friedrich-Museum (siehe Vöge: Die Bildwerke). Sehr bemerkenswert ist die gemalte Schmuck-
kette um den Hals.
Siehe Abbildung Tafel II.
222- Apostel Petrus. Der stehende Apostel hält in der linken Hand Buch und Himmelsschlüssel.
Er ist in ein faltenreiches Gewand gehüllt.
Wandfigur in erneuerter weißer Bemalung. Ein Finger der rechten Hand fehlt. Lindenholz. Höhe
1 Meter.
°~- Süddeutschland 13. Jahrhundert. % z&z
In ihrer strengen, ernsten Haltung erinnert die Figur an die großen Plastiken der Kreuzigungen von
Wechselburg und Naumburg und, wie die Zeit überhaupt, an die Antike.
223 4 Büste einer weiblichen Heiligen. Feine, lächelnde Gesichtszüge, interessanter Locken<^—
schnitt. Unbemalt. Höhe 25 cm. Holz.
Rheinisch-französisch 13. Jahrhundert. &OC/0
Siehe Abbildung Tafel II.
'N 224" Kopf eines Apostels. (Büste.) In merkwürdiger Drehung des Kopfes blicken die Augen / ^
fr— nach rechts. Etwa in der Mitte der Brust abgeschnitten.
Büste, Reste der alten Bemalung, Lindenholz, 28 cm hoch.
Nürnberg 1390. /^«
Die Verwandtschaft mit den Nürnberger Aposteln ist in die Augen springend. Sehr schön ist die Kom-
position des Gewandes mit dem Bart und der Drehung des Kopfes in Einklang gebracht.
Siehe Abbildung Tafel IX.
225° Pieta. (Maria mit dem Leichnam Christi.) Die in herbe Falten gehüllte Maria sitzt auf einer Bank,
auf ihren Knieen ruht liegend der tote Christus. Ohne Fassung. Höhe 95 cm. Holz. %„u
Mitte des 14. Jahrhunderts,, schwäbisch. ✓.
Vom gleichen Meister Mar. und Elfer. Nr. 213 und 14 des germ. National-Museums Nürnberg.
Die Figur ist ein vorzügliches Stilbeispiel des hohen 14. Jahrhunderts. Der in wunderbarer Plastik
geformte Kopf erinnert in seiner monumentalen uffassung an die großen Dom-Steinplastiken um die
Wende des 14. Jahrhunderts.
Siehe Abbildung Tafel IV.
Skulpturen in Holz und Stein etc.
221' Madonna mit Kind. Die streng frontal sitzende Madonna hält das Kind auf ihrem linken
- Arm. Die Einfügung des spielenden Kindes entspricht in der Strenge der Komposition dem Ideal
der romanischen Epoche, wenngleich die Loslösung von der starren Form schon beginnt.
Fast vollrunde Figur in vollkommen erhaltener, alter Bemalung, mit reichem Gold- und Ornament-
schmuck.
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Nichts ergänzt, alles Original, auch der Sockel. Linden- oder Pappelholz. Höhe 66 cm.
Südfrankreich 13. Jahrhundert. /^
Die Figur, die ein vorzügliches Stilbeispiel des hohen 13. Jahrhunderts ist, hat ihre nächsten Verwandten
im Kaiser-Friedrich-Museum (siehe Vöge: Die Bildwerke). Sehr bemerkenswert ist die gemalte Schmuck-
kette um den Hals.
Siehe Abbildung Tafel II.
222- Apostel Petrus. Der stehende Apostel hält in der linken Hand Buch und Himmelsschlüssel.
Er ist in ein faltenreiches Gewand gehüllt.
Wandfigur in erneuerter weißer Bemalung. Ein Finger der rechten Hand fehlt. Lindenholz. Höhe
1 Meter.
°~- Süddeutschland 13. Jahrhundert. % z&z
In ihrer strengen, ernsten Haltung erinnert die Figur an die großen Plastiken der Kreuzigungen von
Wechselburg und Naumburg und, wie die Zeit überhaupt, an die Antike.
223 4 Büste einer weiblichen Heiligen. Feine, lächelnde Gesichtszüge, interessanter Locken<^—
schnitt. Unbemalt. Höhe 25 cm. Holz.
Rheinisch-französisch 13. Jahrhundert. &OC/0
Siehe Abbildung Tafel II.
'N 224" Kopf eines Apostels. (Büste.) In merkwürdiger Drehung des Kopfes blicken die Augen / ^
fr— nach rechts. Etwa in der Mitte der Brust abgeschnitten.
Büste, Reste der alten Bemalung, Lindenholz, 28 cm hoch.
Nürnberg 1390. /^«
Die Verwandtschaft mit den Nürnberger Aposteln ist in die Augen springend. Sehr schön ist die Kom-
position des Gewandes mit dem Bart und der Drehung des Kopfes in Einklang gebracht.
Siehe Abbildung Tafel IX.
225° Pieta. (Maria mit dem Leichnam Christi.) Die in herbe Falten gehüllte Maria sitzt auf einer Bank,
auf ihren Knieen ruht liegend der tote Christus. Ohne Fassung. Höhe 95 cm. Holz. %„u
Mitte des 14. Jahrhunderts,, schwäbisch. ✓.
Vom gleichen Meister Mar. und Elfer. Nr. 213 und 14 des germ. National-Museums Nürnberg.
Die Figur ist ein vorzügliches Stilbeispiel des hohen 14. Jahrhunderts. Der in wunderbarer Plastik
geformte Kopf erinnert in seiner monumentalen uffassung an die großen Dom-Steinplastiken um die
Wende des 14. Jahrhunderts.
Siehe Abbildung Tafel IV.


