Universitätsbibliothek Heidelberg, Urk. Barth 131

charter

[Heidelberg], 1589 Dezember 10

Der Heidelberger Bürger und Mittelbader Sebastian Ferber und seine Ehefrau Anna beurkunden, dass sie von den Almosenpflegern (Johann Bemmer, Mathes Meisbender, Simon Wolff, Michel Rumetsch, Barthel Holzapfel, Hans Augsberger, Georg Gerlach und Franz Nollhart) 20 Gulden erhalten haben. Dafür müssen sie jährlich am Martinstag (11. November) oder innerhalb von zwei Wochen danach 1 Gulden Zinsen zahlen. Als Sicherheit setzen sie ihr Haus und das Mittelbad ein, gelegen zwischen dem Haus des Georg Bock und dem das Eberhard Heim, das bereits mit folgenden Zinslasten belegt ist: 3 Heller „Aủff die Stegen“, 7½ Gulden „zŭr Aŭwen“, 1 Pfund Heller für die Ratsbruderschaft, 11 Weißpfennig und 2 Pfennig „in die Cappellen“, 11 Weißpfennig und 2 Pfennig für das Kloster Neuburg sowie 2½ Gulden an die Almosenpfleger (s. dazu Urk. Barth 210). Sollten die Eheleute oder ihre Erben den Zins schuldig bleiben, so treten die Darlehnsgeber in ihre Rechte ein und dürfen das Haus und das Bad nutzen, bis der fehlende Betrag ausgeglichen ist. Bringen aber die Eheleute oder deren Erben den geliehenen Betrag von 20 Gulden zusammen mit dem (eventuell noch ausstehenden) Jahreszins, so erhalten sie das Haus und das Bad zurück, die Urkunde verliert mit ihren Bestimmungen ihre Gültigkeit und alle Forderungen seitens der Darlehnsgeber sind damit erledigt. Ankündigung des Stadtsiegels, das auf Bitten der beiden Parteien von den Bürgermeistern Valentin Lieb und Nikolaus Voland angehängt wurde, nachdem die Übertragung in deren Gegenwart stattgefunden hat.
Language: German

Citation link: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/barth131  
URN: urn:nbn:de:bsz:16-diglit-118178  
DOI: https://doi.org/10.11588/diglit.11817
Metadata: METS
IIIF Manifest: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/iiif/barth131/manifest.json

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