Universitätsbibliothek Heidelberg, Urk. Barth 215

charter

[Heidelberg?], 1589 Januar 27

Der Heidelberger Bürger und Sporer (?) Gregor Körner und seine Ehefrau Katharina beurkunden, dass sie von den Almosenpflegern (Hans Könner [?], Matthes Maisen, Simon Wolf, Michel Rundetsch [?], Barthel Holzapfel, Hans Augsburger, Jörg Gerlach und Franz Nollert) 20 Gulden erhalten haben. Dafür müssen sie jährlich am Sebastianstag (20. Januar) oder innerhalb von zwei Wochen danach 1 Gulden Zinsen zahlen; der Betrag wird erstmals am Sebastianstag 1590 fällig. Als Sicherheit setzen sie ihr Haus am Breitenstein, gelegen zwischen dem Haus des Maurers Wilhelm Becker und dem des Endris Schmied, das bereits mit folgenden Zinslasten belegt ist: 1½ Pfund Heller an die Almosenpfleger und 18 Pfennig an den hiesigen Stiftsschaffner. Darüber hinaus liegen keine weiteren Belastungen mehr auf dem Anwesen. Sollten dennoch weitere Zinslasten auftreten, die zum Zeitpunkt der Urkundenausfertigung unbekannt waren, so werden diese durch die Eheleute ohne Schaden für die Almosenpfleger abgelöst. Sollten die Eheleute oder ihre Erben den Zins schuldig bleiben, so treten die Darlehensgeber in ihre Rechte ein und dürfen das Haus nutzen, bis der fehlende Betrag ausgeglichen ist. Zahlen aber die Eheleute oder deren Erben den geliehenen Betrag zusammen mit dem (eventuell noch ausstehenden) Jahreszins zurück, so erhalten sie das Haus wieder, die Urkunde verliert mit ihren Bestimmungen ihre Gültigkeit und alle Forderungen seitens der Darlehensgeber sind damit erledigt. Ankündigung des Stadtsiegels, das auf Bitten der beiden Parteien von den Bürgermeistern Heinrich Eckardt und Valentin Lieb angehängt worden ist, ohne dass daraus Forderungen an die Stadt abgeleitet werden können.
Language: German

Citation link: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/barth215  
URN: urn:nbn:de:bsz:16-diglit-120994  
DOI: https://doi.org/10.11588/diglit.12099
Metadata: METS
IIIF Manifest: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/iiif/barth215/manifest.json

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