Bartning, Otto [Editor]; Darmstädter Gespräch <3, 1952, Darmstadt> [Editor]; Städtisches Ausstellungsgebäude auf der Mathilden-Höhe <Darmstadt> [Editor]
Mensch und Technik: Erzeugnis, Form, Gebrauch ; Gespräch und Ausstellung ; Darmstädter Gespräch 1952 am 20., 21. und 22. September 1952 in der Otto-Berndt-Halle ; Ausstellung "Mensch und Technik" 20. September bis 2. November auf der Mathildenhöhe — Darmstadt, 1952

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Raum IV

Elektrizität, Gas und öl sind die wichtigsten Energiequellen des industriellen und
gewerblichen Betriebs. Ihre Erzeugung, Nutzung und Bedeutung wird in großen
Schaubildern aufgezeigt. Ein fragmentarischer Blick in die Zukunft: die Atomkraft.
Der Mensch hat sich in den letzten 50 Jahren durch die überwältigende Entwick-
lung des Verkehrs die Weite des Raumes erkämpft, aber er hat auch dafür Opfer
bringen müssen. Die Zahl der Verkehrsunfälle steigt von Tag zu Tag.

Und was bringt die Zukunft?

Die Weltbevölkerung ist größer als je, sie erhöht sich jeden Tag um
60000, und dieser Durchschnitt wird immer höher. (Julian Huxley)

Im Jahre 1800 lebten auf der Welt 1 000 000 000 Menschen, 1900 waren es schon
1 600 000 000. Heute brauchen 2 300 000 000 Menschen Nahrung, Kleidung und
Wohnung.

Damit auf demselben Raum heute so viel mehr Menschen leben
können, ist die Vervollkommnung der Technik die am wenigsten zu
umgehende Voraussetzung. Erlitte diese plötzlich einen Rückschlag,
so würden Hunderte Millionen Menschen aufhören zu existieren.

(Ortega y Gasset)

Nur industrielle Massenproduktion und die Mittel der hochentwickelten Technik
können den Bedarf der Milliarden Menschen decken, können ihnen überhaupt nur
ermöglichen zu leben.

Einen gewaltigen Weg ist die Technik im Dienst des Menschen gegangen. Vom
Steinbeil bis zum Düsenflugzeug. Gewaltiges hat der menschliche Geist vollbracht,
bis er vom primitiven Faustkeil zur Atomzertrümmerung die Schätze und Kräfte
der Natur beherrschen lernte, aber:

Das Letzte für den Menschen muß der Mensch
und nicht die Technik sein und die Technik im Dienst des Menschen
und nicht der Mensch im Dienst der Technik. (Karl Jaspers)

KURT HEYD
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