Bechstein, Johann Matthäus
Getreue Abbildungen naturhistorischer Gegenstände: in Hinsicht auf Bechsteins kurgefasste gemeinnützige Naturgeschichte des In- und Auslandes für Eltern, Hofmeister, Jugendlehrer, Erzieher und Liebhaber der Naturgeschichte (Band 7): Siebentes Hundert — Nürnberg, 1807

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go Spottnatter.
Diese Schlange ist nicht gistig,, wohnt aber nicht
wie Linnee sagt in .Indien.» sondern in Surinam.
Andere z. B. La Cepede geben einer'andern Schlan-
ge, die sich in der Gegend um Rom aufhält, den Na-
men Aeskulap-Sch 1 ange (Serpent d'Escidape).
Diese ist ohngefähr 3 Fuss lang, am Oberleib rostroth
,ah jeder Seite des Rückens hin mit einem dunkelern
Band besetzt, der Unterleib schwarz mit dreyeckigen
weissen Flecken. Diese ist so unschädlich., dass Kin-
der mit ihr spielen und dass «ie. Chärlatanen zu aller-
band., die Unwissenden bethörenden Gaukeleyen dient.

98- Die Spottnatter. (Peitschenschlange, Ahü-
tullschlange.) ,
/ ..1''
Coluber .Ahaetulla. ' Gmeli,n Litt. Syst. I. 5.
p. 1116. '
'Le Boiga. La Cepide,
Die Pracht der Farben dieser langen dünnen
Schlange lässt sich weder mit dem Pinsel noch' mit
Worten ganz ausdrücken. Auf der grün und blauen
Hauptsarbe schimmern nach allen Bewegungen Glanz-
stellen von Gold, roth, braun und schwarz. Auf der
Insel Borneo spielen die Kinder\mit ihr.

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