Becker, Rudolf Zacharias
Noth- und Hülfsbüchlein für Bauersleute oder lehrreiche Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfs Mildheim — Sulzbach in der Oberpfalz, 1789 [VD18 12674052]

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den Menschen, daß sie sich die ganze Erde rmter-
rhan machen, und darüber herrschen sollen.
Wenn wir nun diese Worte recht überlegen, so finden
wir, daß sie nichts anders sagen wollen, als dieses: daß
wir eben auf der Erde, nicht in der Sonne oder im
Monde, Bilder Gottes seyn sollen. Wir sollen auf der
Erde herrschen, wie Gott über alle Dinge herrscht, das
heißt: wir sollen alle die schönen Dinge, welche auf
der Erde sind, so gebrauchen, daß noch mehr Schönes
und Gutes heraus komme. Herrschen und regieren iß
nähmlich nichts anders, als wenn man macht, daß alles
ordentlich und recht und gut hergeht. Ein guter Hauk
Vater ist ein König in seinem Hause, wenn er so darinne
regiert, daß Weib und Kinder und Gesinde, ja auch das
arme Vieh, vergnügt und zufrieden lebt, und gleichwol
jedes seine Schuldigkeit thut. Die Hausmutter ist
eine Königin«, wenn sie alles in Ordnung halt und
darauf sieht, daß jedes das bekomme, was ihm gebührt,
und wenn sie durch Freundlichkeit und liebreiches We-
sen die Gemüther aufmuntert und fröhlich macht zur
Arbeit. So auch wenn ihr Sümpfe und Moraste aus-
trocknet und fruchtbare Felder daraus macht; wenn ihr
Gräben zieht, eure Wiesen zu verbessern; wenn ihr
Steine von eurem Acker leset; wenn ihr schlechten Bo-
den durch Beymischung anderer Erdarten verbessert;
wenn ihr Obst-und andere Baume anpflanzet; wenn
ihr Klee und andere nützliche Futterkräuter bauet;
wenn ihr sonst eure Feld - und Hauswirthschaft in bes-
sern Stand setzet; wenn ihr Kinder zeuget und zur
Gottesfurcht und Fleiß erziehet, oder wenn ihr sonst
etwas Gutes noch besser macht und die Gaben Gottes
vermehrt: so, meine Lieben! so herrscht ihr nach dem
Bilde Gottes über die Erde, und machet sie euch un-
terthan, so wie alle Dinge Gott unterthänig sind.
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