Becker, Rudolf Zacharias
Noth- und Hülfsbüchlein für Bauersleute oder lehrreiche Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfs Mildheim — Sulzbach in der Oberpfalz, 1789 [VD18 12674052]

Page: 319
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es auch m!t dem purgiren oder Laxiren kefckaffm.
Dieses muß nicht alle Jahre und zu gewissen Zeiten
geschehen: sondern nicht eher, als wenn der Magen
verdorben Ist, oder wenn es der Arzt bey einer Krank-
heit vorschreibt. Es gilt auch hier, was die Schrift
sagt: Die Starken bedürfen des Arzres nicht, son-
dern die Aranken."
Aber nichts für ungut, gnädiger Herr, sagte der
Wiler aus dem Dorfe, der mit im Konvent war,
ich muß doch alle Jahre meinen Mühlgraben reinigen,
und den gesammelten^Schlamm herauöschaffen: sollte
es mit dem Menschen nickt eben so seyn, daß sich von
dem täglichen Essen und Trinken, und von dem vie-
len Staube, den man bey der Arbeit einschluckt,
weggebracht werden müssen?—" Da hat er Recht,
Meister Jakob, antwortete ihm der Amtmann dar-
auf. Solcher Unrath sammelt sich auch wohl bey uns:
aber bey einem gesunden Menscheü, der sich viel be-
wegt und viel in der freyen Luft ist, wirft die Natur
solchen Unrath von selbst hinaus, durch die Nase,
den Speichelauswurf, den Schweiß und durch dm
Stuhlgang. Er wird nun wohl seinen Mühlgraben
nicht eher reinigen, bis er merkt, daß er verschlemmt
ist: und so braucht man auch nicht eher zu laxiren,
als bis man merkt, daß sich Unreinigkeiten in uns
gesammelt haben. Und dieses giebt die Natur durch
Uebelkeit und einen bittern Geschmack im Munde des
Morgens, durch eine unreine Zunge und Zähne,
durch Ausstössen aus dem Magen, viele Winde und
Blähungen, Mangel an Eß - Lust, eine Schwere im
Magen, Schläfrigkeit nach dem Essen, und durch
andere solche Zeichen zu erkennen. Wem so zu Mu-
the ist, der mag wohl einmahl laxiren, und es wird
ihm besser darauf werden. Kraftlose, schwache Per-
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