Bédacier, Catherine
Wahrhaffte Liebes- Und Helden-Geschichte Heinrichs, Hertzogen der Vandalen — Ulm, 1722 [VD18 13950371]

Page: 82
DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/bedacier1722/0086
License: Public Domain Mark Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
8r

R )( o )( M

düng wegzuthun - welche / seiner Meynung nach/
Ihm übel gelungen hatte. Wohlan sagte Er /
nachdem Er wieder in seinem Zimmer war: Die
Grausame hat keinen Gefallen gehabt- mich zu
verrathen - und einen andern zu lieben - Sie
würdiget mich dessen nicht- und hat ohne Zwei-
fel meines Lebens in einer Gelegenheit - da Sie
selbiges denen Gesetzen deß Landes übergeben kön-
nen- nur auf das Bitten Ihrer vertrauten Freun-
din verschonet - welche sich mir gutes zu erwei-
sen entschlossen hatte l ^rime, wann Ihr wiß-
tet- was man leidet- da man Euch ohne Hoff-
nung anbetet - so würdet Ihr vielleicht noch
wohl so mitleidig seyn - einen Unglückseeligen,
dessen Liebe Euch ohnedem zuwider-umbringen zu
lassen ; Von diesen traurigen Gedancken - wen-
dete Er seine Vernunfft auf den ersten Blick -
den Er von der Printzeffin empfangen - und auf
denjenigen - den Sie in der Kirchen in der ersten
Bewegung auf Ihn geworffen. Wie! ruffte
Er auß: anbetens-würdigePrintzeffin-betrach-
tet Ihr denjenigen - welchen Ihr liebet ? Wann
aber der Unglückselige - welcher nichts als Euren
Zorn sich auf denHalß ziehet- sich der.Süssig-
keit und Liebe Eurer Augen nicht ohne Entzückung
erinnern kan - warum hat Sie mir dann die Un-
danckbare - diese und die zwey Augenblick einer
Vergnügung so theur kauften machen/davon die
Daurung mich zu dem Ruhmwürdigsten und
Glückseligsten der Menschen würde gemacht ha-
ben. Die übrigeZeit deß Tages gienge in derglei-
chen
loading ...